Szenen einer Zürcher Nacht

Was für eine Nacht in Zürich. Nationalrätin Jacqueline Badran gerät mit einem Türsteher aneinander, ein Weltwoche-Redaktor schleicht sich davon, die Zürcher Szene-Prominenz gerät ausser sich. So einen Streit muss man dokumentieren. Voilà.

Was geschah an dieser Party?

Was für eine Nacht in Zürich. Nationalrätin Jacqueline Badran gerät mit einem Türsteher aneinander, ein Weltwoche-Redaktor schleicht sich davon, die Zürcher Szene-Prominenz gerät ausser sich. So einen Streit muss man dokumentieren. Voilà.

Einen Direktlink zur Zusammenfassung finden Sie hier.


Was geschah bei der Party von Roger Schawinski?

Ein Türsteher, ein Weltwoche-Redaktor, zwei Nationalräte und fast eine Miss. Da war was los an diesem Freitagabend in Zürich. Und am Samstag will es niemand gewesen sein. Wir dokumentieren das hier mal.

Storified by TagesWoche· Sat, Mar 16 2013 09:21:06

Und damit beginnt es: SP-Nationalrätin Jacqueline Badran hatte einen gewöhnlichen Abend in Downtown Züri, der hässlich endete. Aber was ist passiert? (Unter uns, Loser wäre nur mit einem O. Ich rede da aus Erfahrung)
coole Party #RogerSchawinski, scheiss Türsteher und ein Oberlooser @alex_baur, schaem dich in BodenJacqueline Badran
Maurice Thiriet, Redaktor des «Tages-Anzeiger» ist einer Geschichte auf der Spur. Und anscheinend liegt er nicht soweit daneben. 
@JayBadran @alex_baur Schlegi?Maurice Thiriet
Aha. Und was hat Alex Bauer genau gemacht? Noch schweigt er. 
.@DickMo Unterlassene Hilfeleistung des feigen Kleinbürgers @alex_baur mit unterwürfigem Freiheitsbegriff. Gutreden kann man das nicht.Jacqueline Badran
@JayBadran spannend @alex_baur schlägt vor zu schweigen, äussert sich aber gleich danach mit zwei weiteren kommentaren dazu..Ellen Girod
Diese Kommentare wollen wir natürlich lesen. Es spricht: der Weltwoche-Redaktor
@DickMo @JayBadran Nichts Ernstes – an Jacquelines Stelle würde ich einfach schweigen. Wir waren beide im Fehler.Alex Baur
@alex_baur @DickMo @JayBadran Lustiger Abend mit etwas Alk, nix Schlägerei. So schwach ist Jay nicht, dass sie meine Fäuste brauchen würde.Alex Baur
@JayBadran wüsste nicht warum; zuerst wetterst Du über Apartheid, dann pöbelst Du einen Schwarzen an; selber schuld, wenn er sauer wird.Alex Baur
@alex_baur @DickMo @JayBadran damit wir uns richtig verstehen: Jay meint, ich hätte sie (mit Fäusten?) gegen Türsteher verteidigen müssenAlex Baur
@viktorgiacobbo @JayBadran als guter stadtzuercher habe ich auf Deeskalation nach Leupi-art gesetztAlex Baur
Deeskalation? Oder eher Davonschleichen?
Als feiger Spiesser bist Du @alex_baur einfach weggelaufen & so getan als ob ich nicht mit Gewalt weggeschleppt worden wäre @viktorgiacobboJacqueline Badran
Beherzte Hilfe unter Gspöhnli: Danke @ellengirod und @bastiengirod. Zeigt, dass es auch anders geht, als einfach im Stich lassen.Jacqueline Badran
Aha. Das Promi-Power-Couple Bastien Girod (Nationalrät Grüne) und Ellen Girod (die war mal was missenmässiges) kam Badran zu Hilfe. Die Version wird von niemandem geringeren als Viktor Giacobbo bestätigt (gab es eigentlich auch jemanden in Zürich, der nicht an dieser Party war?)
@JayBadran Ich war Zeuge: @alex_baur hätte bei staatl. Ordnungskräften mit 10’000 Watt eingegriffen! Bei privaten ist er nachhaltiger.Viktor Giacobbo
Ja, gab es. SP-Nationalrat Cédric Wermuth schaffte es nicht vom Aargau nach Zürich. Er verlangt Aufklärung. 
@JayBadran @alex_baur @viktorgiacobbo Hab‘ ich was verpasst? Was ist denn los?Cédric Wermuth
Und jetzt wird es böse. 
@cedricwermuth @jaybadran @alex_baur @viktorgiacobbo Promikrieg im Millionenzürich? Politikerschlamassel? Oder Aufstand der Spiesser?Bruno Bötschi
@Botschiklatscht @cedricwermuth @JayBadran @viktorgiacobbo Schon Eher Promille-KriegAlex Baur
Vermittlungsversuche bleiben unbeantwortet. 
@cedricwermuth @JayBadran @alex_baur @viktorgiacobbo 140 Zeichen sind genug, um Lämpen zu machen, aber zuwenig, um sie zu lösen.Matthias Walti
Dann doch lieber zünden. 
@alex_baur @botschiklatscht @jaybadran @viktorgiacobbo Jay trinkt nicht…Cédric Wermuth
@cedricwermuth @alex_baur @botschiklatscht @jaybadran @viktorgiacobbo … sie säuft.McLott
@birdiexy @cedricwermuth @alex_baur @jaybadran @viktorgiacobbo Bei der SP tun das noch andere NR. Aber keiner sagt was. Oder hilft.Bruno Bötschi
Was wiederum Nationalrätin Badran nicht so stehen lassen kann (sie trinkt in der Tat keinen Alkohol).
was plärren sie denn uninformiert vor sich hin @Botschiklatscht @birdiexy ? bhauptis. @cedricwermuth @alex_baur @viktorgiacobboJacqueline Badran
Der Vorhang fällt, die Wahrheit wird nie ans Licht kommen. 

Da ist meini was los in diesem Zürich!

Konversation

  1. Ihre Auflistung der „Ereignisse“ sind ja so toll! Falls Sie es nicht bemerkt haben
    so läuft es halt! Was hätte der Türsteher davon zu lügen? Sie lügen ja bekanntlich NIE 😀 Auch wenn Sie nicht erkannt wurden als NR was spielt dass überhaupt für eine Rolle? Für Sie gillt dass genau gleiche Recht wie für alle anderen, scheiss egal ob dass Foyer leer war oder nicht…es wird nicht im Club geraucht! So ist es nun mal und jetzt sind sie darüber erschrocken wie in so einem Fall eben vorgegangen wird. Der Türsteher hat absolut richtig gehandelt und nur seinen job gemacht. Ich habe Sie ganz ehrlich vor diesem Rummel auch nicht gekannt…hab mir aber soeben ein Video von Ihnen auf Youtube angeschaut – es gibt nur eins: für dass Sie: wie sie dort sagen, NOCH NIE STEUERN BEZAHLT HABEN reissen Sie ihr Maul ziemlich weit auf! tzzzz

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  2. Lieber Herr Hochhuth,
    was mir sehr an meinem Job bei der TagesWoche gefällt: Wir können alles ausprobieren! Andere Formen von Journalismus, neue Formen von Journalismus. Der Kern bleibt dabei immer der gleiche: Wir möchten (im besten Fall: gute!) Geschichten erzählen. In diesem Fall habe ich versucht, die Geschichte möglichst nahe an den Aussagen der Beteiligten zu erzählen – weil die Art und Weise, wie die Zürcher Szene miteinander kommuniziert, noch eine zusätzliche Aussagekraft hat.

    Ich wünsche einen guten Sonntag!

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  3. „Was sind das für prominente Warmduscher, die nicht mal einer Lady helfen? Da schämt man sich ein Mann zu sein. Peinlich.Die Hautfarbe des „Gorillas“ spielt keine Rolle. Ein Mann, hat eine Dame mit Respekt zu behandeln. Durch den Club zu zerren und auf den Boden schmeissen, geht gar nicht. Herr Schawinskis Spruch, ist zynisch in Anbetracht von Frau Badrans blauen Flecken. Empfehle Verbal-Boxkampf, Schawinski versus,Badran. Mein Tipp; KO-Sieg für Frau Badran.“ Diesen Kommentar schrieb ich im Blick. Die 678 Daumenrunterdrücker gaben mir recht. Alles Warmduscher. Ein Mann der eine Frau auf den Boden wirft und Männer die zuschauen, sind Feiglinge.

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  4. Leute beleidigen kann sie, diese Badran. Um Ausreden ist sie auch nicht verlegen. Sich für ihre Entgleisungen kann sie sich aber offensichtich nicht. Das ist eben eine Frage der Grösse.

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  5. 1. Ich frage mich, warum man Menschen ernst nehmen sollte, die glauben, Twitternachrichten seien eine mögliche Form der Kommunikation.
    2. Werter Herr Georg, Ihre Argumentation finde ich doch sehr fragwürdig. Es geht nicht um den Regelverstoss, der von niemandem bestritten wird, es geht um die Verhältnismässigkeit.
    Wenn Sie ausserorts mit 86 Kilometern pro Stunde geblitzt werden, möchten Sie auch nicht, dass die Kantonspolizei Ihr Fahrzeug samt Insassen mittels Hellfire-Raketen in die Luft jagt. Oder denken Sie dann, wenn Sie die Rakete in Ihrem Rückspiegel entdecken: „Ich bin selber Schuld, am Anfang des Konflikts stand mein Regelverstoss.“?
    So wie die Situation geschildet wurde, ist dies ein ganz klarer Fall von übertriebenem Einsatz von Gewalt. Wenn ein Mensch in einem leeren Foyer aus dem Fenster raucht, so mag das das traurige Verhalten eines suchtkranken Menschen sein, rechtfertigt aber weder blauen Flecken, noch die entwürdigende Behandlung eines Hilfssherrifs.

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  6. Party in der „Weltstadt“. Türsteher. Rauchverbot und dessen Umgehung. Dank Twitter weiss man’s nun:
    Die Welt ist in der Schweiz angekommen, oder wohl genauer: Umgekehrt.

    Der Zynismus der „Öffentlichkeit“, auf schweizerisches Maß reduziert, nämlich auf das Niveau von „Weltwoche“ und – wenn ich den ganzen Schmus richtig verstanden habe, Schawinskis Weltläufigkeit.
    „Weltstadt“ dargestellt, mit Zürcher Personal. Da weicht die Lachmuskel aber nach kurzem Anziehen in völlig entspannte Ruhelage zurück.

    (Schawinski’s als Medienrevolution angekündigter Ausflug in eine Weltstadt, nun ja, eine von ihm ausgedachte deutsche Medienhauptstadt wenigstens, hat ein ziemlich leeres SAT1-Alufassaden-Gebäude nahe am Berliner Gendarmenmarkt generiert und als überflüssig zurückgelassen, ein Gebäude, welches inzwischen von Ferienwohnungen in DDR-Plattenbauarchitektur umgeben ist. Ein paar Türsteher, als Wächter der Leere engagiert, und ansonsten:Mehr ist von jener Weltläufigkeit nicht geblieben).

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  7. …wenn man die Kausalkette nimmt, dann steht am deren Anfang ihr Regelverstoss. Ob der Rauch jetzt rasu ging oder nicht, ist irrelevant. Es herrschte Rauchverbot und das hat auch ein rückgradsloser Weltwochejournalist sowie eine SP-Nationalrätin einzuhalten.

    Dass Türsteher gewaltgeil und rassistisch sein können und es oftmals auch sind, ist unbestritten. Da gehört etwas gemacht.

    Aber eben…am Anfang des Konflikts steht der Regelverstoss. Da interessiert es nicht, ob der Raum leer war oder nicht, bzw. ob das Fumoir voll war oder nicht. Oder haben Sie Probleme mit Volksentscheiden? Darf ich mich in gleicher Heftigkeit beklagen, wenn ich auf der Autobahn 180 fahre, erwischt werde und die Polizei mich dann körperlich hart anpackt? Ich würde wetten, Sie wären eine der ersten, die dann sagt „Ja aber….“ – egalö ob ich alleine um 04:00 auf der leeren Autobahn war oder nicht.

    Ich denke, für Sie sollte das gelten, was für ganz viele auch gelten sollte: Zuerst denken, dann twittern.

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  8. Weiter so! Geschichte hat prima funktioniert. Wahrscheinlich viel besser als traditionell erzählt.

    So wird die ganze Tragik um die Geschehnisse fast in Echtzeit dokumentiert, mit klaren, unverfälschten Statements.

    Das gleiche traditionell und keiner würde es glauben. So aber sah sich Frau Badran veranlasst, ebenfalls Media 3.0 sich noch tiefer in die ****** zu reiten. Grosses Kino!

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  9. Ich mag mit mit dieser Meinung in meiner Generation relativ alleine dastehen, aber ich finde immer noch (oder eher: immer mehr), dass Twitter ein sehr zweifelhaftes Medium ist. Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass die ungefilterte Dokumentation der Gefühle für die Beteiligten wenig vorteilhaft ist. Ein gut überlegter Zeitungsartikel hätte einer weitherum respektierten Politikerin wie Frau Badran mehr gedient als diese Kurznachrichten aus dem Affekt heraus.

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  10. Lägg, bin ich froh, in der überschaubaren Provinzstadt Basel zu leben. Mit den täglichen Herausforderungen von Downtown Switzerland, unserer Weltstadt Zürich, würde ich niemals fertig!

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