Das Sportmuseum sucht weiter einen Retter

Der Bund zahlt nicht mehr, das Baselbiet zahlt nicht mehr, und auch die Stadt verabschiedet sich bald als Financier des Sportmuseums. Ein Lösung zum Erhalt des Bestandes liegt in weiter Ferne.

Wer will die Ausstellungsobjekte des Sportmuseums?

«Es braucht eine grundlegende Neuorientierung.» Was der interimistische Leiter des Sportmuseums, Hans-Dieter Gerber, gegenüber der «bzBasel» sagt, ist nicht neu. Doch mittlerweile steht das Museum auf dem Dreispitz-Areal mit dem Rücken zur Wand: Der Betrieb musste bereits reduziert werden, die Stellen wurden von 4,5 auf 1,7 abgebaut und das Museum sucht verzweifelt einen Abnehmer für seine Exponate.

Das Historische Museum (HMB) hätte dieser Abnehmer sein sollen. Doch am Montag hat das HMB, laut «bz Basel» die Notbremse gezogen – man sei lediglich bereit, die Exponate mit Basler Bezug zu übernehmen. Um das Sportmuseum retten zu können, wären mehr Mittel nötig sowie zusätzliche Kuratoren.

Ende Monat erhält das Sportmuseum noch einmal eine Chance: Bei einem Treffen, wo unter anderem das HMB und Swiss Olympic (unterstützt das Sportmuseum noch bis Ende 2020) anwesend sein werden. Ziel: eine Potenzialanalyse, um die geforderte Neuorientierung möglichst schnell umsetzen zu können.

«bzBasel»: Wieder einmal: Das Basler Sportmuseum steht vor dem Aus

Konversation

  1. Mein Vater hat noch, wie er mir erzählte, auf Fassdauben skifahren gelernt.
    Und ich habe noch, im Nachbardorf von der Wisa Gloria, auf dessen Eschenskiern skifahren gelernt, mit Diagonalzugbindung.
    Und dann kamen die Schraubstöcke. Das waren die Skischuhe mit Schnallen und sehr hoch.
    Auch der Skisport hat eine rasante Entwicklung durchgemacht.

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  2. Ich denke, das Publikum hat längst selbst über die Zukunft des Sportmuseums entschieden – bei weniger als 2000 BesucherInnen pro Jahr besteht offenbar kein Bedarf an einem Sportmuseum. Dies ist zu akzeptieren; ich möchte nicht, dass weiterhin Steuergelder einer Institution nachgeworfen werden, das so wenig Interesse weckt.

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    1. Das schlimme ist ja, Herr Bösinger: Das ist eim „Begehlager“. Oder wie ich es gerne nenne: Ein Schrottplatz mit Geschichte. Aber die Geschichten muss man kennen, damit das Begehen ein Erlebnis ist. Ein nicht kuratiertes Museeum, das ist schon sehr speziell. Und mutig. Und kein Grund, subventioniert zu werden. Und das ist letztlich traurig. Für die geschichtsträchtigen Exponate genauso wie für den interessierten Besucher.

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