Die Entstehung des berühmtesten Aliens

Ridley Scott liefert 33 Jahre nach seinem Science-Fiction Erfolg «Alien» dessen Prequel «Prometheus» ab. Doch im Gegensatz zu seinem Vorgänger flösst der neue Film höchstens dreijährigen Angsthasen Furcht ein.

Wie entstand unsere Welt? Die Crew der «Prometheus» macht sich auf den Weg, dies zu ergründen. (Bild: ©Twentieth Century Fox)

Ridley Scott liefert 33 Jahre nach seinem Science-Fiction Erfolg «Alien» dessen Prequel «Prometheus» ab. Doch im Gegensatz zu seinem Vorgänger flösst der neue Film höchstens dreijährigen Angsthasen Furcht ein.

Im Jahre 2091 bricht eine Expedition von Forschern ins Weltall auf, um den Ursprung der Menschheit zu entdecken. Zwei Jahre später landen sie auf einem unwirtlichen Mond, fernab unseres Sonnensystems, der Spuren ausserirdischer Existenz aufweist. Die anfängliche Freude des Teams ob dieser Entdeckung weicht aber bald dem blanken Horror. Denn der Trabant beherbergt mehr als bloss Staub und Artefakte.

Ridley Scott gelang 1979 mit «Alien» ein Science-Fiction-Blockbuster, der dank seiner beklemmend düsteren Atmosphäre dem Publikum das Blut in den Adern gefrieren liess. Doch warf der Film auch viele unbeantwortete Fragen auf: Was war das für ein Geisterschiff, in dessen Inneren die blutdürstigen Aliens hausten? Und welcher Ausserirdische ist dort in seinem Riesenteleskop gestorben? Diese nagenden, 33 Jahre andauernden Fragen werden nun im Prequel «Prometheus» beantwortet. Statt den Göttermythos, der die Menschheit umtreibt und den das Team in diesem Film zu entlarven sucht, finden sie die Antwort auf die Frage nach der Entstehung des berühmtestens Aliens.

Altes Erfolgsrezept schmeckt nicht mehr

Wie damals Alienchefschlachterin Ellen Ripley ist auch diesmal eine Frau die Filmheldin. Ein Androide ist ebenfalls mit an Bord. Und brutal mordende Ausserirdische gehören selbstverständlich mit zum Inventar. Doch diesmal will das Erfolgsrezept von Ridley Scott einfach nicht gelingen. Denn eine wichtige Zutat fehlt: Die dunkle, klaustrophobische Stimmung. Das Set ist stets gut beleuchtet, die Monster präsentierten sich geradezu im Scheinwerferlicht. Da kommt beim besten Willen keine Gruselstimmung auf.

Auch schauspielerisch tut sich in «Prometheus» nicht allzu viel. Keinem der zwei Dutzend Schauspieler, nicht mal Charlize Theron, kauft man seine Rolle wirklich ab, höchstens noch Noomi Rapace, aber auch nur gegen Ende des Streifens. Die Handlung ist zwar recht gut, es gibt viele Aha-Momente, doch zum Schluss eben so viele Hä?-Erlebnisse.

Fahler Beigeschmack

«Prometheus» entlässt den Zuschauer mit mehr offenen Fragen zum Film aus dem Kinosaal, als seinerzeit «Alien» es tat. Doch vielleicht erbarmt sich Ridley Scott unser und beantwortet sie in seinem in 30 Jahren erscheinendem Prequel zu «Prometheus».

Unterm Strich ist «Prometheus» jedem Alien-Fan zu empfehlen. Für alle anderen wird er lediglich ein netter Action-Film sein.

  • Ab dem 9. August läuft «Prometheus» in den Basler Kinos.

Konversation

  1. die letzte dialogzeile des trailers lautet treffenderweise „big things have small beginnings“. von daher dürfte in einem preprequel noch weniger zu erwarten sein…

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