Die Filmszene im Dreiland soll besser kooperieren

Das EU-Projekt «Film am Oberrhein / Film en Rhin Supérieur» will die Filmszene im Dreiländereck stärker miteinander vernetzen.  

Im gleichen Film: Frankreich, Deutschland und die Schweiz finanzieren ein gemeinsames Projekt.

Seit Jahresbeginn läuft ein EU-Projekt, das die «grenzüberschreitende Vernetzung im Bereich Audiovision/Film» am Oberrhein fördern soll. Dadurch wird eine «Steigerung des Arbeitsplatzangebotes durch die Entwicklung strategisch relevanter Wirtschaftssektoren» angestrebt, wie es laut Medienmitteilung von Balimage heisst.

Finanziert wird die Initiative mit Mitteln aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung, bis Dezember 2020 steht ein Gesamtbudget von 950’000 Euro zur Verfügung. Die Projektleitung liegt in Metz, die beiden Basel und der Bund sind als Partner mit 16’000 Franken mit an Bord.

Film als Wirtschaftsfaktor

«Wir können von dieser tollen Austauschmöglichkeit nur profitieren», erklärt Balimage-Präsident Philipp Cueni, dessen Verein für Film und Medienkunst als nichtstaatlicher Partner auf Schweizer Seite eingebunden ist. «Das Projekt unterstreicht zudem, was wir schon immer gesagt haben: Film ist auch ein Wirtschaftsfaktor.»

Zu den Fördermassnahmen gehören unter anderem ein dreisprachiges Online-Portal, grenzüberschreitende Schulungen und Koproduktionstreffen. Die offizielle Eröffnung findet am 13. April 2018 in Strassburg statt.

https://tageswoche.ch/kultur/filmszene-geld-allein-macht-kein-baleywood/

Konversation

  1. Könnte es sein, dass es sich dabei primär um ein EU-Projekt handelt, wo die Schweiz am Katzentischchen auch noch +/- dabei sein darf?
    Vielleicht könnte man ja für die Gegend Basel mal fragen, inwieweit das Ausserhalbstehen gegenüber der EU überhaupt Vorteile oder gar eher Nachteile hat.
    Sollte sich tatsächlich herausstellen, dass die Nicht-EU-Mitgliedschaft für Basel u. U. eher mehr Nachteile mit sich bringt, könnte es überlegenswert sein, halt mal regional der EU beizutreten, notfalls auch gegen den Willen einer „Hinter-Passwang- Schweiz“, die halt anders denkt. Basel ist schliesslich nicht ein „Zonenrandgebiet mit wenig wirtschaftlicher Relevanz, sondern eher das Gegenteil, vielleicht sogar analog Zürich ein „Zugpferd der Konjunktur der Schweiz“.
    Da muss es ein Recht geben auf weitere Verbesserung der eigenen regionalen Stellung.

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