Nach dem Vater bekommt die «Liste» jetzt eine Mutter

Johanna Kamm wird neue Direktorin der «Liste» und kehrt so zu ihren Anfängen als Galeristin nach Basel zurück.   

Von rund 50 Bewerberinnen und Bewerbern hat Johanna Kamm das Rennen gemacht.

Im Frühjahr hatte «Liste»-Gründer und -Leiter Peter Bläuer seinen Rückzug nach 23 jahren bekannt gegeben. Eine sechsköpfige Findungskommission wurde mit der Suche nach einer neuen Leitung betraut. Im August – so die Hoffnung damals – sollte die Stelle besetzt sein.

Diese Punktlandung ist geglückt: Mit der ehemaligen Galeristin Johanna Kamm habe man «die absolut richtige Persönlichkeit gefunden», freut sich die Findungskommission. Kamm pflege nicht nur eine grosse Nähe zur Kunstszene, Wirtschaft und Politik, sondern wolle auch die langjährige Aufbauarbeit von Peter Bläuer und «die ‹Liste› in ihrer Einmaligkeit» fortsetzen.

https://tageswoche.ch/kultur/peter-blaeuer-will-seine-kunstmesse-liste-in-neue-haende-legen/

Rund 50 Bewerbungen waren auf die Ausschreibung eingegangen, entscheidend für die Wahl waren Kriterien wie Vertrautheit mit dem Kunstmarkt und den Bedürfnissen der Galerien, betriebswirtschaftliche Kenntnisse, Führungserfahrung und gute Sozialkompetenz, aber auch «Mut zu Unkonventionellem».

Alle diese Anforderungen erfüllt die 1968 in München geborene Johanna Kamm laut Findungskommission. Kamm hat Philosophie und Kulturwissenschaften studiert und war schon 2001 als Galeristin an der «Liste» vertreten. Von 2005 bis 2013 war sie in den Sektionen Statements, Feature und Galleries an der Art Basel vertreten.

«Ich bin überaus glücklich und überzeugt», kommentiert Peter Bläuer Kamms Wahl. So falle es ihm als «Vater der ‹Liste›» leichter, sein «Kind» loszulassen. Johanna Kamm bezeichnet es als «eine grosse Ehre», die «Liste» als neue Direktorin weiterführen zu dürfen: «Die ‹Liste› war meine erste Messe als Galeristin und hat mir die Tür zur internationalen Kunstwelt geöffnet.» (nü)

Konversation

Nächster Artikel