Tanz nach Herzschlag

Wie klingt es, wenn das Herz Klavier spielt? Dieser Frage gehen Tonkünstler im Rahmen des Festivals Heart Basel ’17 nach.

Sind die Tänzer ruhig, spielt der Flügel sanfte Töne. (Bild: Samuel Rink)

Ein Klavierterzett hat Seltenheitswert. Wenn die Hände dabei nicht die Tasten, sondern nur den Rahmen des Flügels berühren, grenzt dies ans Gespenstische. «Studies for one…» heisst diese sonderbare Performance am Festival Heart Basel ’17. Mit besagtem Flügel und drei Tänzern, darunter Andrea Tortosa Vidalvom Theater Basel, kreieren die Tonkünstler Janiv Oron und Cédric Spindler ein Wechselspiel von Musik und Physis: Die Tänzer beeinflussen über Bewegungen die Musik, von der sie sich wiederum zum Tanzen inspirieren lassen.

Das Herzstück der Perfomance sind tatsächlich die Herzen der Tänzer. Sie tragen nämlich Pulsmesser, die Signale an das Klavier schicken. So spiegelt der Flügel mit Tonlage, Rhythmus und der Anschlagsdauer die Herzfrequenzen der Tänzer. Messen die Geräte einen hohen Puls, wird die Musik schnell und damit wiederum auch der Tanz. Machen die Tänzer langsam, schlägt der Flügel ruhigere Klänge an.

Hinter «Studies for one…» steckt viel Technik, die bewusst im Hintergrund bleibt. Oron und Spindler wollen den Zauber ihrer Performance beim Publikum wahren. Trotzdem gewähren uns die beiden Tonkünstler einen Blick in die Technik hinter «Studies for one…».

«Studies for one…» ist heute Donnerstag, 31. August 2017, im Rahmen des Festivals Heart Basel  ’17 im Sommercasino zu sehen. Türöffnung um 17 Uhr, Start 19.30Uhr. Tickets sind bei Starticket erhältlich.

Konversation

Nächster Artikel