182 «sanierte» Strassen: Baselland blufft bei Lärmschutz

Ausnahmebewilligungen statt Flüsterbeläge: Der Landkanton macht es sich einfach mit den Lärmsanierungen. 

Man kann es nicht anders sagen: Der Lärmschutz in Baselland ist ein Bschiss.

Im Lautsein ist das Baselbiet spitze: Von 214 sanierungspflichtigen Strassen seien schon 189 lärmsaniert, brüstete sich der Kanton unüberhörbar. Wie das Nachhaken der «bz Basel» allerdings zeigt, kamen bei 182 der «sanierten» Strassen sogenannte Erleichterungen zum Einsatz: Die Baudirektion hat sich selbst Ausnahmen bewilligt, um Temporeduktionen und Flüsterbeläge zu umgehen. Für die Lärmbetroffenen änderte sich also gar nichts.

Die Lärmliga Schweiz ist deshalb daran, einen Klagepool einzurichten, da die «Papiersanierungen» gegen Bundesgesetz verstossen: 30 Jahre hatten die Kantone Zeit, um den Lärmschutz umzusetzen, am 31. März lief die Frist ab.

«bz Basel»: Baselland saniert oft nur auf dem Papier – jetzt droht eine Klagenflut

Konversation

  1. Langsamfahren geht natürlich auch:
    Wenn der SUV mit 30 statt mit 60 vorbeifährt, macht er sicher weniger Lärm,…

    dafür doppelt solange, bis er vorbei ist!

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  2. An den Taten solltet ihr sie messen…
    Frau RR Pegoraro zeigt wiedereinmal wie’s geht: Nichtstun ist auch eine Regierungsform.

    Offensichtlich nimmt die bürgerliche Regierung ihr Volk nicht wahnsinnig ernst. Die Lärmanliegen der BaselbieterInnen sind der Regierung und ihrer Verwaltung schnuppe. Neue Strassen zu bauen und damit die Strassenbau-Lobby bei Laune zu halten, hat Vorrang. Da sind die lärmgeplagten EinwohnerInnen und ihre Anliegen ein Kostentreiber, den man freihändig mit Ausnahmebewilligungen umgeht.

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