Ab in die Zukunft im St. Johann!

Welche Sorgen haben die Menschen im St. Johann, welche Freuden? Kommen Sie am Samstag im St.-Johanns-Park vorbei, trinken Sie einen Kaffee mit uns und sagen Sie’s uns. Damit auch die Politiker erfahren, was die Basler tatsächlich beschäftigt.

Das Kaffeemobil ist auch diesen Samstag wieder unterwegs: Im St. Johann. (Bild: Artwork: Nils Fisch)

Welche Sorgen haben die Menschen im St. Johann, welche Freuden? Kommen Sie am Samstag im St.-Johanns-Park vorbei, trinken Sie einen Kaffee mit uns und sagen Sie’s uns. Damit auch die Politiker erfahren, was die Basler tatsächlich beschäftigt.

Das Quartier war Peripherie, war verrucht, etwas versifft. Das St. Johann war in den 80er- und 90er-Jahren Brennpunkt sozialer Umwälzungen in Basel. Auf dem Areal der Stadtgärtnerei demonstrierte die Jugend für mehr Raum und mehr Freiheit. Später waren es die jungen Menschen in den besetzten Häusern an der Elsässerstrasse, die den Ruf des St. Johann prägten.

Heute ist das St. Johann ein gutes Beispiel, für das, was die Aktivisten von damals abschätzig «Gentrifikation» nennen. Das Symbol für die soziale Umwälzung des St. Johann ist der Voltaplatz. Jahrelang eine Baustelle, ist er heute «aufgewertet», neuer teurer Wohnraum ist entstanden, die soziale Durchmischung hat sich verändert, der Anteil von jungen Familien mit Kindern ist gestiegen. Ein lebhaftes, farbiges Quartier.

Das St. Johann hat sich in den vergangenen Jahren zum trendigen Quartier, entwickelt, es erhielt ein neues Gesicht (zuletzt mit der Aufwertung des Parks) und damit auch neue Probleme. Anwohner wehren sich gegen das geplante Asylschiff, ehemalige Aktivisten marschieren gegen den Wandel ihres alten Quartiers und schlagen auch mal eine Scheibe ein.

Nach dem Kleinbasel, der Innenstadt und dem Bruderholz wird das Kaffeemobil an diesem Samstag Station im St. Johann machen. Auf dem Platz gleich neben dem Stadttor werden Redaktorinnen und Redaktoren der TagesWoche von 10 bis 13 Uhr ein Ohr für die Bewohnerinnen und Bewohner des St. Johann haben (die Dichte von TagesWoche-Redaktoren, die selber im St. Johann wohnen, ist übrigens ziemlich hoch). Dazu gibt es natürlich: feinen Kaffee!

Kommen Sie uns besuchen und sagen Sie uns, was Sie stört oder freut an Ihrem Quartier.
Wir sind mit dem Kaffeemobil jeweils zwischen 10 Uhr und 13 Uhr anzutreffen:
Samstag, 25. 8.: St.-Johanns-Park/Tor
Samstag, 1. 9.: Riehen, Schmiedgasse

 

Artikelgeschichte

Erschienen in der gedruckten TagesWoche vom 24.08.12

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