Betreibungen kommen schon bald per Tram

Im Grossen Rat hat fast niemand etwas dagegen einzuwenden, dass die Basler Gerichte unliebsame Post in Zukunft selber ausliefern.

Dicke Post

Es gibt Post, die bekommt niemand gerne. Zum Beispiel Betreibungsurkunden. Unter anderem deswegen lief in der Vergangenheit nicht immer alles wie am Schnürchen, wenn es in schwierigen Fällen darum ging, eine Betreibung an den Empfänger zu bringen.

Mit der Post funktioniere das viel zu wenig zuverlässig, stellte das Basler Betreibungsamt schon vor Längerem fest. Die Lösung lautete: Selber machen.

https://tageswoche.ch/politik/basler-gerichte-misstrauen-der-post/

Das Amt beantragte für die eigenhändige Auslieferung zehn zusätzliche Kantonsangestellte. Der Grosse Rat zeigte sich am Donnerstag sehr einverstanden, zumal er unter dem Strich tiefere Kosten erwartet.

Denn wenn eine Betreibungsurkunde nicht im ersten Anlauf beim Empfänger ankommt, wird es schnell teuer. In besonders schwierigen Fällen muss nach drei gescheiterten Zustellungsversuchen die Polizei übernehmen, was die Kosten nochmals erhöht. 458’000 Franken kosteten allein diese Zustellungen im vergangenen Jahr.

Nicht besonders ins Gewicht fallen werden die Kosten für den Fahrzeugpark, den die zehnköpfige Neo-Verwaltungseinheit voraussichtlich noch ab diesem Jahr für ihre Zustellungsversuche benötigen wird. Wie die «bz Basel» aufmerksam festgestellt hat sind in der Kostenrechnung zehn U-Abos im Gesamtwert von 8000 Franken aufgeführt.

Konversation

  1. Wenn die Säumer dann bei der entsprechenden Haltestelle namentlich ausgerufen werden schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Herr F. Müller, Amerbachstr. 17, 43‘200 CHF bei der Firma ASAG Automobile.

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