Crowdfunding-Plattform stoppt Kampagne für «No Billag»

Die Crowdfunding-Plattform Wemakeit hat eine Kampagne für die No-Billag-Initiative gestoppt. Laut einer am Montag über Twitter versandten Mitteilung soll den Initianten keine Plattform geboten werden.

100'000 Unterschriften brachte No Billag zusammen. Jetzt soll Geld für den Abstimmungskampf gesammelt werden. (Bild: SDA)

Wegen der äusserst kurzen Einreichefrist habe die Kampagne für die Initiative, über die am 4. März abgestimmt wird, leider nicht rechtzeitig geprüft werden können, heisst es in der Mitteilung. Ihre Zahlungen würden den Unterstützern vollständig zurückerstattet. Die Wemakeit-Betreiber entschuldigte sich bei ihnen.

Die Gründer und die Geschäftsleitung halten «die extreme Stossrichtung» der Initiative, die die Abschaffung der Gebühren für Radio und TV verlangt, für «staatspolitisch gefährlich», wie sie schreiben.

Dem Staat jegliches Medien-Engagement zu verbieten, sei verheerend für den Zusammenhalt des Landes und die regionale Medienvielfalt. Die im Internet publizierten Richtlinien sehen vor, dass die Redaktion von Wemakeit Projekte ablehnen oder stoppen und löschen kann, die «nicht den Vorgaben entsprechen oder ungeeignet» sind.

Solche Stopps seien relativ selten, sagte Johannes Gees, Mitbegründer von wemakeit, der SDA. Dass ein Projekt aus politischen Gründen von der Plattform genommen worden sei, habe es aber noch nie gegeben.

Die Kampagne der Initianten von No Billag war laut Gees am Wochenende aufgeschaltet worden. Das Sammelziel seien 100’000 Franken gewesen.

Konversation

  1. Ich finde den Entscheid von Wemakeit absolut richtig. Crowdfunding sollte nicht für politische Zwecke missbraucht werden dürfen. Dass die SVP auf diesen NoBillag-Zug aufgesprungen ist, hat sicher auch zur Entscheidung der Geschäftsleitung von Wemakeit beigetragen, Kessler & Co. raus zu schmeissen.

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  2. Liebe TW,
    Ich finde die Info nice, dass Wemakit dieser Initiative keine Plattform geben will. Wäre aber jetzt mal eher eine Randnotiz wert. Ich weiss Bilder machen sich gut. Aber die TW könnte sich ja einreihen. Dieses Bild mit Werbung für die Initiative ist auch eine Plattform für die Initiative.
    ??

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