Die Sanierung des mit Lindan vergifteten Areals bleibt bis auf Weiteres gestoppt

Die Sanierung des Areals Steih zwischen Huningue und Basel liegt bereits deutlich hinter dem Terminplan zurück. Nun verzögert sich die Wiederaufnahme weiter, auf unbestimmte Zeit.

Seit September stehen die Arbeiten still. Der Zustand könnte anhalten. (Bild: Webcam Novartis)

Die Sanierung des Areals Steih zwischen Huningue und Basel liegt bereits deutlich hinter dem Terminplan zurück. Nun verzögert sich die Wiederaufnahme weiter, auf unbestimmte Zeit.

Noch Ende November berichtete Novartis in einer Medienmitteilung von «vorbereitenden Arbeiten für die Wiederaufnahme der Sanierungsarbeiten». Die Fortführung der Sanierung schien kurz bevor zu stehen. Das nachdem Novartis die Arbeiten im Herbst wegen entwichenem Lindanstaub unterbrechen musste.

Doch in den vergangenen Wochen hat sich der Zeitplan offenbar geändert. «Wir setzen alles daran, dass die Wiederaufnahme so rasch als möglich erfolgen kann», sagt Esther Keller von Novartis. Genauere Angaben für einen möglichen Termin will Novartis jedoch keine machen. Im Umfeld des Unternehmens geht man davon aus, dass es mehrere Monate dauern könnte, bis die Bagger wieder auffahren.

Wer zahlt ist offen

Grund für die Verzögerung und die vorsichtige Kommunikation des Unternehmens sind Verhandlungen zwischen Novartis und der Französischen Umweltfirma Sita, die mit der Sanierung beauftragt ist.

Offenbar hat Novartis einen Gesamtplan mit Optimierungsmassnahmen erstellt und diesen Ende Jahr der Umweltfirma übergeben. «Die Frage ist, wie wir diese Massnahmen umsetzen und wer diese bezahlt», sagt Keller. Die Sanierung kann erst nach Abschluss der Verhandlungen fortgesetzt werden, wie Novartis schreibt.

Ein Viertel ist saniert

Doch nicht nur die Optimierungsmassnahmen kosten Geld. Auch die ruhenden Arbeiten treiben die Kosten in die Höhe. Und der Rückstand auf den ursprünglichen Zeitplan ist beträchtlich. Noch im Sommer plante Novartis, die Sanierungsarbeiten im kommenen März zu beenden. Bis zum Unterbruch der Sanierung im vergangenen September wurden jedoch erst 68’000 Tonnen Material ausgehoben. Das entspricht einem knappen Viertel des Materials. Weitere 260’000 Tonnen müssen noch saniert werden.

Sollten die Arbeiten über mehrere Monate unterbrochen bleiben, könnte das auch für den geplanten Rheinuferweg Folgen haben. Die Verbindung zwischen Huningue und der Dreirosenbrücke, entlang dem Steih-Areal, soll plangemäss 2015 eröffnet werden. Auf französischer Seite können die Bauarbeiten jedoch erst dann beginnen, wenn die Sanierung Steih abgeschlossen ist.

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