Erneuter Dämpfer für längere Öffnungszeiten

In Basel sollen die Läden weiter zur selben Zeit schliessen wie bisher. Die Grossratskommission für Wirtschaft und Arbeit hat sich auch gegen eine moderate Erweiterung ausgesprochen.

Die Grossratskommission glaubt nicht an die Zweckmässigkeit von längeren Öffnungszeiten.

Die Läden in Basel sollen jeweils am Samstag und vor Feiertagen bis 20 Uhr offen haben dürfen. Das fordert eine Motion von SVP-Grossrat Joël Thüring und seinen Mitunterzeichnern. Heiligabend und Gründonnerstag wären dabei ausgenommen.

Doch die Grossratskommission für Wirtschaft und Arbeit zieht nicht mit. Sie spricht sich mit einer knapper Mehrheit von 7:6 gegen jegliche Ausweitung der Öffnungszeiten aus. Man habe «trotz intensiver Suche keinen Kompromiss zwischen Gewerbetreibenden und Gewerkschaften finden» können, heisst es in einer Mitteilung der Kommission. Die Regierung soll die beantragte Gesetzesänderung darum ablehnen.

Die Motion entspricht einer Abschwächung der Vorlage, die der Grosse Rat vergangenen Sommer abgelehnt hatte. Jene sah noch Öffnungszeiten an Werktagen bis 22 Uhr sowie an Samstagen und vor Feiertagen bis 20 Uhr vor. Das Basler Stimmvolk hat bereits 2013 längere Öffnungszeiten an Samstagen deutlich abgelehnt.

Im Gegensatz zur Kommissionsminderheit sieht die linke Mehrheit denn auch weiterhin kein echtes Bedürfnis seitens der Konsumenten, und auch die Basler Läden würden dadurch im Kampf gegen die Konkurrenz im Internet oder im grenznahen Ausland nicht besser da stehen.

Konversation

  1. Ach herrjeh, die Ewiggestrigen wieder einmal…

    Nur mal ein Gedankenanstoss.
    Unser Feierabend verschiebt sich immer weiter nach hinten. Studenten haben teilweise bis 20 Uhr Vorlesungen, das letzte Meeting endet in Zürich um 19 Uhr. Muss man dann noch eine längere Strecke nach Hause pendeln, ist man vor neun oft nicht zuhause. Der Blick in den Kühlschrank ist dann erschreckend: Absolute Leere. Jetzt noch schnell zum Supermarkt einkaufen. Oder eben auch nicht. Die Ladungsöffnungszeiten reichen heute nicht aus. Keine Chance mehr den Magen zu füllen. Aus der Not heraus wird dann zu übriggeblieben Keksen oder Chips gegriffen. Und genau das wird ja dann auch angeprangert. Man soll sich doch ausgewogen ernähren.

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  2. Das war spannend am 24.12. letztes Jahr. Die Migros schloss auch um 17 Uhr. Kunden wies man ab und der Securitas meinte nur „nehmt den 8er und fahrt ins Rheincenter, das hat bis 20 Uhr offen“. Ist ja auch früher als am normalen Samstag.

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