Joël Thüring will in der Messe statt tickende Uhren bald das Herbschtmäss-Glöggli hören

Der SVP-Grossrat fordert die Regierung in einer Interpellation dazu auf, über alternative Nutzungen des Messe-Neubaus nachzudenken.  

Ende Oktober ist es wieder so weit: Das Martinsglöggli läutet die 548. Ausgabe der Herbschtmäss ein. SVP-Grossrat Joël Thüring ist allerdings schon ein Jahr weiter: In einer Interpellation lässt er die Regierung als grössten Aktionär der MCH Group anfragen, ob die Basler Herbstmesse sich ab 2019 in der Halle 1 des Messeneubaus breitmachen könne.

«Angesichts der derzeitigen Diskussionen um eine Optimierung der Auslastung der verschiedenen Messehallen» müsse die Nutzung durch Markthändler und Schausteller geprüft werden, schreibt Thüring. Zumal diesbezügliche Versprechungen im Vorfeld des Neubaus der Halle 1 gemacht, später aber mit «vagen Begründungen» zurückgezogen worden seien.

Ende vergangener Woche haben die Berufsverbände der Markthändler und Schausteller in der Schweiz ihre Forderungen bezüglich der Halle 1 erneuert. Thürings Interpellation «Zukunftsperspektiven für unsere Herbstmäss?» will nun vom Regierungsrat wissen, ob er sich für das Anliegen der Schausteller einsetzt. Und falls nein, welche alternativen Nutzungsformen angedacht sind. (nü)

Konversation

  1. Früher, als noch alles besser war, hatte die «Alte Gaischterbahn» einen Stammplatz in der «Basler Halle», stellte die Muba den Laternenmalern Räume zur Verfügung und organisierte sich tout Bâle (und damit meine ich jetzt nicht nur die Cervelatprominenz, sondern wirklich tous) eine Freikarte zur Art-Vernissage. Doch dann wurde irgendwann ende des 20. Jahrhunderts der Neoliberalismus ausgerufen, und die Dinge änderten sich zum Unguten. Hach, die Nostalgie.

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