Nach #BrusselAttacks: Mit diesen sechs Beiträgen sind Sie rundum informiert

Sonderseiten, Schlagzeilen, Diskussionsrunden, Live-Ticker: Nach Ereignissen wie den Anschlägen in Brüssel überschlägt sich die Berichterstattung. Wir haben die sechs besten Beiträge aus dem Rauschen herausgefiltert.

Courant Normal trifft auf Sicherheitsapparat: An den Bahnhöfen in Brüssel wurde die Polizeipräsenz massiv erhöht.

(Bild: REUTERS/CHRISTIAN HARTMANN)

Sonderseiten, Schlagzeilen, Diskussionsrunden, Live-Ticker: Nach Ereignissen wie den Anschlägen in Brüssel überschlägt sich die Berichterstattung. Wir haben die sechs besten Beiträge aus dem Rauschen herausgefiltert.

Überschlagen sich die Ereignisse, verfallen viele Journalisten in Hysterie. Wie unzuverlässig und kurzatmig Medien im Breakingnews-Modus arbeiten, zeigt sich auch noch 24 Stunden nach den Terroranschlägen in Brüssel. Wir haben deshalb versucht, aus dem ganzen Lärm die vernünftigsten, aufschlussreichsten und weitsichtigsten Medienbeiträge herauszufiltern.

Was wir wissen und was nicht

Die NZZ führt eine laufend aktualisierte Liste darüber, was zu den Anschlägen in Brüssel bekannt und verifiziert ist und was nicht.

Die Einordnung

Das «Echo der Zeit» spricht mit dem deutschen Journalisten, Autor und Islamkenner Yassin Musharbash. Dieser erklärt beispielsweise, weshalb es wenig bringe, zu behaupten, dass diese Taten nichts mit dem Islam zu tun haben. In den Köpfen der Täter gebe es diesen Zusammenhang sehr wohl. Nur sei der Islam dieser Täter mehr Ideologie als Religion.

Mehr Sicherheit an den Flughäfen? So einfach ist es nicht.

Nach 9/11 wurde die Sicherheit in den Flugzeugen erhöht, etwa mit neuen Vorschriften zum Handgepäck. Nun geraten die Flughafengebäude selbst ins Visier der Terroristen. Nur Stunden nach den Anschlägen in Brüssel wurden erste Rufe nach strengeren Kontrollen und verstärkter Militär- oder Polizeipräsenz laut. Die «Süddeutsche Zeitung» erklärt, weshalb damit nichts gewonnen wäre.

Europaweite Anti-Terror-Kooperation

Eine zweite Forderung, die am Dienstag sofort die Runde machte, war diejenige nach einer europaweiten Kooperation der Sicherheitsbehörden und Nachrichtendienste. «Politico.Eu» analysiert die politischen Implikationen einer solchen Zusammenarbeit und äussert zudem Befürchtungen, dass rechtsnationale Bewegungen in Europa weiteren Zustrom erhalten könnten (Artikel in Englisch).

Der Hintergrund, Teil 1

Seit 15 Jahren ist Europa im Fokus des islamistischen Terrors. «Krautreporter» hat die relevanten Fakten zum Thema zusammengetragen und erklärt etwa, was die Anschläge in Europa mit dem amerikanischen «War on Terror» zu tun haben. Auch zwei Buchtipps zum Thema sind dabei.

Der Hintergrund, Teil 2

Zoomen wir noch eine Stufe weiter raus, zeigt sich das grosse Bild. Zwar haben die Anschläge in Brüssel nicht direkt mit dem Krieg in Syrien zu tun. Doch der IS behauptet, für die Attacken verantwortlich zu sein und ohne Syrienkrieg gäbe es den IS nicht. Dieses Video erklärt, was die jüngeren Entwicklungen in Syrien mit den Anschlägen in Europa zu tun haben (Video in Englisch).

Konversation

  1. Dieser Artikel, eigentlich eine Zusammenfassung der besten Beiträge zum Thema ‚Attentate in Belgien‘, ist sehr sachlich gehalten. Er hebt sich vorteilhaft von den meisten Beiträgen in den internationalen Medien ab.
    Was mich persönlich aber enorm nervt sind die in verschiedenen Medien aufgetauchten Meinungen gewisser schweizerischer Politiker. Wochenlang schweigen sie, dann passiert so etwas Schreckliches wie in Belgien, und schon sind sie da mit ihren altbekannten, beinahe unerträglichen „Ratschlägen“ was die Behörden in der Schweiz so schnell wie möglich zu tun hätten. Grenzen schliessen, Kontrollen verschärfen usw. usw. Man möchte diesen ewigen Besserwissern zurufen, dass unsere Behörden das Mögliche, Betonung auf Mögliche, schon tun werden, es braucht ihre Ratschläge nicht! Man merkt, ein weiteres Mal, dass diese Herren aus der jetzigen Situation wieder Kapital schlagen wollen. Es wird ihnen nicht gelingen.

    Danke Empfehlen (0 )
    1. Möchte mich ihrem Votum anschliessen. Die Tageswoche hat hier einmal wirklich eine gute Zusammenfassung sinnvoller Beiträge gemacht.
      Und wie sie nerven mich die immer gleichen sinnlosen Forderungen wie Grenzschliessung etc. Die USA oder Grossbritannien können solche Anschläge ebensowenig verhindern wie Staaten im Schengenraum.
      Auch wird es nicht möglich sein mit egal welchen Sicherheitsmassnahmen Anschläge gänzlich zu unterbinden, auch wenn dies nicht im Gegenzug heisst einfach nichts zu tun.

      Ich habe natürlich kein Rezept den islamistischen Terror zu unterbinden, aber meine Leienmeinung sagt mir, dass solange der nahe Osten und der Magreb ein solcher Unruheherd ist und wir, im Westen, die Integration und Wertevermittlung an Migranten und Flüchtlinge aus diesen Regionen nicht zügig hin bekommen und statt dessen Ghettos schaffen und perspektivlose Parallelgesellschaften entstehen, solange wird uns auch gelegentlich der Terror erreichen.

      Danke Empfehlen (0 )

Nächster Artikel