Neues Video von der Favela-Räumung

Die TagesWoche erhielt neues Filmmaterial von der Räumung des Messeplatzes am Freitagabend zugespielt. Das Video zeigt, dass viele der Partyteilnehmer vom harten Einschreiten der Polizei überrascht wurden. Die Warnung per Megafon erreichte offenbar bei weitem nicht alle Anwesenden.

Das Video zeigt die Sekunden vor dem Polizeieinsatz gegen die friedliche Faevla-Party auf dem Messeplatz am Freitagabend. (Bild: Screenshot TagesWoche)

Die TagesWoche erhielt neues Filmmaterial von der Räumung des Messeplatzes am Freitagabend zugespielt. Das Video zeigt, dass viele der Partyteilnehmer vom harten Einschreiten der Polizei überrascht wurden. Die Warnung per Megafon erreichte offenbar bei weitem nicht alle Anwesenden.

Ein Leser liess uns dieses Video zukommen. Das ungeschnittene Material zeigt die Räumung der Favela-Party vom Freitagabend buchstäblich von einer anderen Seite als es das unser eigener Film tut. Denn darauf ist der Teil zu sehen, der bei unserem Film fehlt, nämlich die Minuten vor dem Einsatz.

Das Dokument zeigt, dass die Aggression nicht von den Partyteilnehmern ausgegangen ist, sondern eine Konsequenz des harten Einschreitens von Seiten der Einsatzkräfte gewesen sein muss. Zudem ist darauf klar zu erkennen, wie grosse Teile der Anwesenden vom Polizeieinsatz überrascht wurden. Die Warnung welche vom Einsatzleiter fünfzehn Minuten vor der Räumung über Megafon ausgesprochen wurde, bekamen die meisten Anwesenden nicht mit.

Konversation

  1. für den „Baschi-Dürr-Orden für Tapferkeit in Bronze“ vor. Für das tapfere, unentwegte Anschreiben gegen den Feind. Er hat ihn sich mittlerweile wirklich verdient.

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  2. wenn ich letzten herbst als sicherheitsdirektor gewählt worden wäre, wäre ich höchst persönlich auf dem messeplatz gestanden und hätte mit den leuten verhandelt, statt mich von der sanität herumführen zu lassen. leider verstehe ich auch nicht, dass man von seiten der polizei sagt: alles sei verhältnismässig gewesen. unter beschlagnahmung verstehe ich etwas ganz anderes als eine musikboxe quer über den platz zu schiessen. auch herumstehende farbflaschen als farbbeutel zu bekennzeichnen, die auf eine planung der aktion schliessen lissen, finde ich äusserst fragwürdig. gerade wenn man die macht des gewaltmonopols inne hat, würde ich gegenüber jedem besonders korrekt vorgehen und mich nicht noch provozieren lassen. fehler passieren bei jedem einsatz, es liegt an baschi dürr mit diesen fehlern offen umzugehen und so auch seine polizisten vor noch mehr bösem blut zu schützen und auch die polizei von der menschlichen seite zu zeigen. gerade wer die macht hat, ist nicht unfehlbar.

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  3. get the real favela-feeling, mit esel, todesschwadronen und alles.
    die meisten art-fuzzies werden wohl davon ausgehen, dass es sich um eine inszenierte performance handelte. fuckin‘ awesome!

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  4. Ich frage mich in welchem Film die „Schuggere“ gerade ist die im Film ruft: „gogogo“.In Böarlin anlässlich Obamas Besuch wäre das wohl eher angebracht- wenn schon. Ausserdem sieht sie nicht gerade nach Gogogirl aus in diesem Rambazombie-Anzug…

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  5. Das Video des Polizeieinsatzes kennen mittlerweile die meisten. Auch das neu aufgetauchte Video wurde glücklicherweise schon oft geteilt und angeschaut. Egal welcher politischen Meinung man ist, ob man sogenannte „illegale Partys“ gut findet oder nicht, mich beschäftigt vor allem eine Frage. Was bedeutet für die Polizei ein verhältnismässiger Einsatz?
    Bei diesem Polizeieinsatz wurde exzessiv und aus nächster Nähe mit Pfefferspray und Gummischrot gegen friedliche, wehrlose Menschen vorgegangen. Ein Polizist schlägt einem jungen Mann mehrfach mit der Faust ins Gesicht und zwei junge Frauen erhalten, obwohl sie in keiner Art und Weise aktiv auf einen der Polizisten zugehen, eine beträchtliche Menge Pfefferspray direkt ins Gesicht, ganz abgesehen von der mutwilligen Zerstörung von Plattenspielern, Boxen und DJ Equipment. So weit so gut. Wenn man das Video mehrmals anschaut und an den richtigen Stellen das Bild anhält, sieht man dies auch alleine.

    Aber! Folgender Punkt sollte zu denken geben: Laut Polizei war der Einsatz verhältnismässig. Es hat nach deren Wissen keine Verletzten gegeben. Und man sei vorgegangen, wie man in solchen Situationen immer vorgehen würde. Hier müssten sich Fragen aufdrängen: Seit der neuen „Nulltoleranzstrategie“ der Basler Polizei, welche schon länger ausgeführt wird, werden regelmässig nach „illegalen“ Events Vorwürfe laut, dass es teilweise heftige, gewaltsame Übergriffe auf Einzelpersonen gegen habe und das die Polizei regelmässig und mutwillig Material der Veranstalter beschädigen würde. Hier ein Beispiel: http://www.tageswoche.ch/de/2012_33/basel/452220/pfefferspray-im-kastenwagen.htm
    Wenn also eine friedliche Party auf diese Weise „beendet“ wird, wie „beendet“ dann die Polizei eine „illegale“ Party, bei welcher die berühmten 30 vermummten Chaoten vor Ort sind? Zu welchen Mitteln greift dann die Polizei, wenn sie sich ernsthaft bedroht fühlt? Nach der bekannten Besetzungs-Party letzten Sommer auf dem NT wurden Vorwürfe laut, ein Polizist habe seine Dienstwaffe gezogen und erst dann sei die Situation eskaliert. Wäre es möglich, dass das sogar stimmen könnte? Gab es doch friedliche Partys, bei welchen die Polizei nebst obligatem Pfeffer und Schrot sogar mit Schäferhunden auflief? http://www.tageswoche.ch/de/2012_17/basel/418780/das-katz-und-maus-spiel-geht-vorerst-weiter.htm Oder stimmen die Augenzeugenberichte, dass bei der Besetzung der alten Grosspetergarage, zuerst einem „Besetzer“ aus nächster Nähe mit der Distanzwaffe! Gummischrot in den Bauch geschossen wurde und erst dann Flaschen flogen? Diese Fragen müsste sich der/die Basler Bürger/in eben auch stellen. Denn Gewalt erzeugt bekanntlich Gegengewalt und es ist logisch, dass sich jede Bewegung oder Szene früher oder später zu wehren beginnt. Aber leider sind diese Fragen unangenehm und es braucht viel Aufwand und Ausdauer, sich diese Fragen selbst beantworten zu können.
    Aber diese Diskussion ist ja eigentlich überflüssig, denn wir leben ja in der Schweiz und nicht in einer „Bananenrepublik“. Bei uns gibt es solche Polizeigewalt nicht. Oder?
    Danke TagesWoche für euren Aufwand und eure Ausdauer, mehr Objektivität in diese Thematik zu bringen!

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  6. Also unter einer professionellen Intervention stell ich mir was anderes vor…
    Sieht für mich nach einer Gruppe AspirantInnen aus, die stark transpirierend ihr erstes Schaulaufen abhalten.
    Und der netter Onkel, im gestreiften Hemd und Bierbauch? Das ist der Einsatzleiter? Na dann aber, Helm ab zum Gebet.
    Eine Schande und absolut unverantwortlich, dass in unserer Stadt auf solche Art Requisitionen durchgeführt werden.
    So wird auf völlig unnötige Weise, Wut und Aggression geschürt…

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  7. lächerlich… ich habe diese nachricht nur in radio gehört und mir vorgestellt das da ein wütender links mob auf eine auseinandersetzung mit der polizei gewartet hat… haha… jetzt wo ich das video sah muss ich sagen das es eher umgekehrt war… die polizei suchte krawall mit friedlichen hippies… solche angelegenheiten könnte man auch anders lösen, z.b. strom abstellen?!?! lächerlich sowas einfach nur lächerlich… und für sowas zahle ich steuern..

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