Polizei blockiert Protestzug am Badischen Bahnhof

Hunderte Demonstranten wollten aus der Schweiz zum G20-Gipfel nach Hamburg reisen. Strenge Polizeikontrollen verhinderten zunächst die Abfahrt des Sonderzuges.

Stundenlang festgehalten: G20-Kritiker am Badischen Bahnhof. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Ein grosses Polizeiaufgebot stoppte die Schweizer Demonstranten auf ihrem Weg zum G20-Gipfel in Hamburg. Hunderte Teilnehmer des Protests wollten heute Mittag den Sonderzug am Badischen Bahnhof besteigen, wurden aber von Grenzschutz, Kantonspolizei und deutscher Bundespolizei zunächst umfassend kontrolliert.

Die Personendaten aller Reisenden wurden gemäss Auskunft der Bundespolizei mit polizeilichen Datenbanken abgeglichen. Wer dort auftaucht, erhielt unter Umständen ein Einreiseverbot auferlegt. Gemäss linken Aktivisten aus Bern wurden solche Verbote auch ausgesprochen.

Nebst der Kontrolle der Papiere wurde auch das Gepäck der Reisenden nach verbotenen Gegenständen durchsucht.

Medien war der Zutritt zum Gleis 3, wo die Kontrollen stattfanden, verwehrt.

Durch die rigorosen Kontrollen, die im Vorfeld für Kritik gesorgt hatten, verzögerte sich die Abfahrt des Sonderzuges um mehrere Stunden. Zum Zeitpunkt der Publikation war noch nicht absehbar, wann die G20-Kritiker ihre 14-stündige Fahrt nach Hamburg antreten dürfen.

Dort treffen sich am Freitag und Samstag die Staatschefs der grössten Industrie- und Schwellenländer, darunter US-Präsident Donald Trump.

Konversation

  1. Diese Kommentatoren in Basel sind sowas von lächerlich. Diskussion? Fehlanzeige. Tschüss. Gibt andere Kanäle.

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    1. Haben Sie irgendwas gegen die Jugend, die mit dem globalen Kapitalismus nicht einverstanden ist und ihr Recht auf Meinungsäusserung wahrnimmt? Oder meckern Sie einfach gewohnheitsmässig hier rum?

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    2. Oder wenn man es pünktlich ohne Schikane will: RE nach Freiburg nehmen (In Basel SBB einsteigen) und dann in Freiburg ICE nach HH.

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    3. Ja, da haben Sie recht. Ist in etwa so, wie wenn Rock- und Jazz-Konzerte pünktlich beginnen. Aber in der Schweiz begehen selbst Kriminelle ihre Delikte pünktlich.

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    4. Aber nein, Doktor Fisch.

      Ich wundere mich nur ein wenig: Die meisten dieser «Revolutionäre» haben ja noch nicht mal ihre Masterarbeit geschafft und wollen bereits bei denen mitreden, die ihnen ihre Masterarbeit finanzieren (und wenn sie schon nichts mitzureden haben, dann aber wenigstens «pünktlich»).

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    5. Das nächste Mal täte die Polizei gut daran im Vorfeld die allwissende und umfassend gütige Stimme der Freude zu befragen.
      Die Behörden hätten so alle nötigen Informationen über die Reisenden und der Zug kann trotzdem wie geplant abfahren. Ein politisches Nachgeplänkel wird so auch unnötig.
      Eine klassische Win-Win-Situation.

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    6. Was für eine Masterarbeit? Und wer von den Reisenden hat etwas von «pünktlich» gesagt? Geschwätz, sonst gar nichts.

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