Riehen bleibt klar in bürgerlicher Hand

Der Angriff von Mitte-Links auf das Riehener Gemeindepräsidium ist gescheitert. Die Basler Vorortsgemeinde bleibt auch nach den Wahlen ein klar bürgerlicher Gegenpol zur Stadt und zum Kanton.

Riehen hat gewählt und Mitte-Links eine Abfuhr erteilt.

Vor vier Jahren musste sich Christine Kaufmann (EVP) bei den Wahlen des Gemeindepräsidiums im zweiten Wahlgang nur knapp dem parteilosen bürgerlichen Kandidaten Hansjörg Wilde geschlagen geben. Bei den aktuellen Wahlen liess Wilde die Herausforderin von Mitte-Links bereits im ersten Wahlgang deutlich hinter sich. Der amtierende Präsident vereinigte 3296 Stimmen auf sich, während sich Kaufmann mit nur 1923 Stimmen klar geschlagen geben musste.

Dafür holte Kaufmann als Gemeinderätin am meisten Stimmen (3771). Im ersten Wahlgang in die Exekutive gewählt wurden ferner Daniel Albietz (CVP, bisher) mit 3640 Stimmen sowie der neu Kandidierende Daniel Hettich (LDP) mit 3374 Stimmen und die Bisherige Silvia Schweizer (FDP) mit 3284 Stimmen. Das absolute Mehr verpasst haben die beiden weiteren Bisherigen Annemarie Pfeifer (EVP) mit 2886 Stimmen und Guido Vogel (SP) mit 2795 Stimmen. Nur mit knappem Abstand folgt der neue SVP-Kandidat Felix Wehrli mit 2606 Stimmen.

Der zweite Wahlgang für den Gemeinderat findet am 18. März statt.

SVP verliert einen Sitz im Einwohnerrat

Im Einwohnerrat bleiben die Kräfteverhältnisse mehr oder weniger gleich. Die SP hat zwar leicht an Wählerstimmen zugelegt, für einen Sitzgewinn reichte es aber nicht. Sie bleibt bei ihren 8 Sitzen und ist damit stärkste Partei – zusammen mit der SVP, die aber einen Sitz verloren hat. Einen Sitz verloren hat auch die FDP. Sie kommt neu auf 5 Sitze, während die LDP einen Sitz gutmachte und neu 6 Sitze im Einwohnerrat vereint. Einen Sitzgewinn erzielte auch die GLP (neu 2 Sitze), während die EVP (6 Sitze), die CVP (3) und das Grüne Bündnis (2) gleich stark vertreten sein werden wie bisher.

Konversation

  1. Traurig. Der ganze linke Wahlkampf für die Katz. Die mediale Begleitung verpufft. Was für eine Energieverschwendung! Was für eine Ineffizienz! Da hätte man die Macht doch gleich den Bürgerlichen überlassen können.

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    1. Ich mag Ihnen ja die Freude über die +1.8% von Herzen gönnen, aber die bittere Realität lautet: SP 20,63%, Grüne 5,19% und die restlichen 74.18% sind bürgerlich.

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    2. Ja und jetzt? Frau Moerik sagt es genau richtig: Die Mehrheit ist und bleibt bürgerlich. FDP, LDP, CVP und SVP zusammen haben mehr als 50%. Da kann die SP noch so froh über ihre 1.8 Prozentpunkte sein. Nur nützt es ihr nichts.

      Und es ist gut so, dass es im Kanton Basel-Stadt zwei politisch divers geprägte Gebilde gibt (Stadt Basel, welche es als Gemeinde ja so nicht gibt und die Gemeinden Riehen/Bettingen) – so gleicht es sich aus. Und das ist manchmal nicht das Schlechteste.

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    3. Eines verstehe ich jetzt nicht: ist der Einwohnerrat in Riehen bürgerlich, was stimmt, dann ist es doch auch der Grosse Rat im Kanton, und damit das Geflenne der Bürgerlichen über die Überregulierung im Kanton Makulatur, weil selbstverschuldet, oder?

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