Sie suchen einen Gratis-Parkplatz? Die Statistik sagt: «Fahren Sie ins Neubad»

Die Zahl der Parkplätze in Basel hat in den vergangenen 15 Jahren um rund 3000 Plätze zugenommen. Gestiegen ist die Anzahl in Tiefgaragen, während auf Allmend weniger Plätze zur Verfügung stehen.

Auf dem Bruderholz herrscht keine Parkplatznot.

(Bild: Hans-Jörg Walter)

Die Zahl der Parkplätze in Basel hat in den vergangenen 15 Jahren um rund 3000 Plätze zugenommen. Gestiegen ist die Anzahl in Tiefgaragen, während auf Allmend weniger Plätze zur Verfügung stehen.

Das Thema Parkplätze ist ein Politikum in Basel, über das gerne und heftig gestritten wird. Oftmals geriet die Diskussion aber rasch auf eine spekulative Ebene. Denn gesicherte aktuelle Daten über die Gesamtzahl der Parkplätze und die Parkplatzentwicklung existierten nicht.

Nun hat das Basler Bau- und Verkehrsdepartement die Datenlage mit konkreten Zählungen und «plausibilisierten Schätzungen» aktualisiert. Aktuell gibt es demnach alles in allem rund 104’000 Parkplätze in Basel. Über zwei Drittel davon, nämlich rund 70’000 Plätze, befinden sich auf Privatgrund, 28’000 auf Allmend und rund 5’800 in öffentlich zugänglichen Parkhäusern.

Insgesamt hat die Zahl der Parkplätze in den vergangenen 15 Jahren um rund 3000 zugenommen. Allerdings kam es zu einer Verlagerung der Plätze von der Oberfläche in Tiefgaragen. So sind in dieser Zeitspanne auf Allmend (blaue und weisse Zone) rund 3000 Plätze abgebaut worden. Auf privatem Grund indes war zur gleichen Zeit ein Anstieg um etwa 6000 Parkplätze zu verzeichnen – 4500 bewilligte Plätze bei grösseren Wohn- und Geschäftsbauten sowie 1500 Plätze bei kleineren Bauvorhaben.

Begegnungszonen, Veloparkings, Boulevards: Die Parkplätze auf Allmend sind aus verschiedenen Gründen weggefallen.

Die Parkplätze auf Allmend sind aus verschiedenen Gründen weggefallen. Simon Kettner, Leiter der Abteilung Mobilitätsstrategie beim Amt für Mobilität, nennt unter anderem die Schaffung von neuen Begegnungszonen und Veloparkplätzen, neuer Raum für Boulevardgastronomie, Anpassungen zugunsten der Verkehrssicherheit sowie die gesetzlich vorgeschriebene Kompensation von neu geschaffenen Parkplätzen in Tiefgaragen. Dazu kam die Aufhebung der oberirdischen Parkplätze in der Kernstadt als Folge des Verkehrskonzepts Innenstadt.

Am meisten Parkplätze auf Allmend gibt es mit 4360 respektive 4148 Stück in den Postleitzahl-Kreisen 4054 (Paulus / Bachletten / Neubad) und 4058 (Kleinbasler Altstadt und oberes Kleinbasel). Mit 1179 Plätzen ist diese Zahl im Postleitzahl-Kreis 4051 (Grossbasler Altstadt und angrenzende Gebiete) am niedrigsten.

Kleinbasel und Neubad sind Parkplatz-Oasen, die Altstadt eher eine Wüste.

Mit rund 30’000 Parkplätzen auf Allmend von insgesamt 103’800 befinden sich in Basel 31 Prozent aller Parkplätze im öffentlichen Raum – mehr als in allen anderen Städten, wie ein Vergleich zeigt: In Bern sind 24 Prozent und in Zürich 19 Prozent. Diese Zahlen stammen aus einer «vergleichenden Betrachtung» der Städte Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Winterthur und Zürich aus dem Jahr 2012. Der Vergleich lässt den Abbau von 3000 Parkplätzen auf der Allmend – was 10 Prozent sind – als verkraftbar erscheinen.

Dass der Abbau von Parkplätzen auf Allmend in Basel als besonders schmerzlich empfunden wird, liegt wohl daran, dass sie hier ausgesprochen billig sind. In Basel kostet eine Anwohner-Parkkarte nur 140 Franken pro Jahr. In Zürich (300 Franken) und Bern (264 Franken) sind sie beinahe oder mehr als doppelt so teuer. Die Stadt Luzern kassiert gar 600 Franken.

In Luzern kostet eine Anwohnerparkkarte 600 Franken.

Mittelfristig wird die Zahl der Parkplätze in Tiefgaragen um weitere 1500 ansteigen, wie Mobilitätsleiter Kettner sagt. Rund 700 neue Parkplätze sollen im Umkreis des City-Parkings beim Universitätsspital und des Biozentrums geschaffen werden. Um das Wettsteinquartier zu entlasten, prüft die Regierung den Bau eines Quartierparkings mit 200 Plätzen unter dem Landhof. Und vor wenigen Tagen wurde das Baugesuch für das neue Kunstmuseum-Parking mit 350 Plätzen eingereicht.

Dass zur selben Zeit weitere Parkplätze auf öffentlichem Grund verschwinden werden, kann Kettner nicht ausschliessen. Er betont aber, dass kein grösserer Abbau geplant sei.

Konversation

  1. nun ja Amsterdam kennst Du nicht. Hier wird direkt am Bahnhof parkiert 24 Stunden 12 Euro. Zudem kauft niemand einenen Tiefkühler in der Stadt, eher Dildos und sonstiges Spielzeug.
    alles Ander findet Ausserhalb A-dam stat-z.b. Ikea 7 tage geöffnet erreichbar über den Autobahnring- Velo und Bus sind da nicht angesagt.

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  2. Zugabe: woher kommt euer Compi? Handy? sämtliche
    technischen Produkte damit ihr hier Unsinn Dada Gugus
    verbreiten könnt.
    Basel verkommt zu einer fanatiker Stadt ohne Autos.
    Unter Humanismus verstehe ich etwas anderes….

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    1. @spaletor hose
      Versuchen Sie’s mal mit einer andern, vielleicht normalen Unterhose, vielleicht wird’s besser…
      Man kann es ja mindestens versuchen

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  3. alle DIE wo in der Stadt wohnen brauchen Autos.
    Vom Handwerker- bis zu Nahrungsmittellieferanten.
    Schreibt doch noch blöderen seich damit ihr demnächst
    mit dem Rosswagen in die Leichenschauhalle kutschiert werdet.
    Danach regen sich alle auf wegen den Rossbollen….
    Irrsinn pur.

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  4. Das ist völlig untertrieben:
    zwischen 16 und 18 Uhr: Basel-Pratteln, teilweise bis Rheinfelden und Aesch-Muttenz: doppel- oder dreireihig und mit Möglichkeit, gleich noch drin sitzen zu bleiben.
    Dann auch noch überdeckt in der Gegend des Badischen Bahnhofs oder von Frankreich herkommend.
    Das SIND die grössten Parkplätze der Gegend!

    Gut. im Jargon werden sie eher als „Stau“ bezeichnet-

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  5. Autoparadies Basel
    Basel hat von den Schweizer Städten den grössten Anteil Parkplätze auf Allmend, die günstigsten Anwohnerparkkarten, den geringsten Autostau (Platz 10 der Schweizer Städte gemäss CS-Studie). Es sind weitere Autoparkings im Bau und geplant. Aber all das wollen die Jammeri und die Autolobbysten nicht hören. Sie wollen mit den Autos ins Zentrum (Marktplatz, Münsterplatz, Barfi, Petersplatz) fahren und nichts fürs Abstellen bezahlen. Das sind Parkplatzsozialisten.
    Mich würde wunder nehmen wo all die 3’000 Parplätze auf Allmend in den letzten Jahren aufgehoben wurden? Wurden die vielen Autoparkplätze, die in Zusammenhang mit Tempo 30 auf Velorouten neu markiert wurden berücksichtigt?

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  6. @peter meir 1 … „Der Horizont der meisten Zeitgenossen gleicht einem Kreis mit dem Radius 0… DAS nennen die dann Ihren Standpunkt !“ (A. Einstein)
    IM Leben, Herr „peter meier 1“ ist kein Auto- und im Auto ist kein Leben !
    -und das sage ich als notwendigerweise KfZ Besitzer !

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  7. Hallo Herr Meier, ich komme gerne mal mit Ihnen in der Stadt einkaufen, danach etwas essen, vielleicht noch ins Theater… geht alles super ohne Auto! Probieren Sie’s aus! (Oder kaufen Sie Ihre neue Waschmaschine bei Interdiscount am Marktplatz und schleppen sie dann nach Hause?)

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  8. @ bally
    Das gibt es schon noch. Die haben ein effizientes U- & S-Bahn-System.
    Da kommt alle 5 Minuten wieder was Passendes.

    Den Baslern scheint es noch zu teuer zu sein.

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  9. @stucki

    wenn Sie’s erfahren möchten: fragen Sie die redaktion direkt an.
    die stadt als urbaner ballungsraum benötigt garantiert parkplätze – die frage ist ja wohl eher: wo, wie extensiv, prioritär und prominent (in relation zu anderen urbanen funktionen/qualitäten)

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