Stoppt die Stau- und Parkplatz-Ideologen! Eine Polemik

Die bösen Linken wollen den Autofahrern ihre Freiheit nehmen. So tönt das Klagelied der Befürworter einer grenzenlosen und grenzenlos egoistischen Mobilität. Dabei ist es umgekehrt: Die Autofahrer nehmen den Menschen in der Stadt ihren Lebensraum.

Wüten, jammern und immer feste draufdrücken: Autofahrer aus der Agglo meinen, sie hätten ein Recht, ungehindert in die Stadt zu fahren. (Bild: Getty Images)

Der morgendliche Stau nährt die Wut all der armen Pendler, die aus den Speckgürteln in die Städte hineinmotoren. Und diese Wut muss raus. Also schimpft man auf allen zur Verfügung stehenden Kanälen über die freiheitsfressenden «Sozialisten» in den Städten. Ohne ihre von Gewerbeverbänden, Autolobbyisten und ein paar Werbedrahtziehern vorgestanzten Dauerjammersprüche spüren sich diese Leute vermutlich nicht.

Das Auto ist ihr Dasein. Nicht bloss ein Ding, nein, es ist Teil von ihnen. Wenn sich diese Leute ins Auto setzen, bedeutet das für sie: Ich bin. Und dann kommt man in der Metropolregion Basel am Morgen nur bis zur Hagnau. Da steht man dann erst einmal. Nicht lange, aber man steht, es rollt gerade nicht, man schleicht, wird zum Schleichen gezwungen, weil es zu viele gibt, die dasselbe tun.

Schuld ist natürlich der Wessels

Diese Leute tun sich das an, weil sie täglich auf das Propagandageschwätz von der angeblichen Freiheit des Autos hereinfallen. Und deshalb stehen sie dann noch ein bisschen länger. Und am Abend herrscht sogar, wie ich kürzlich in einem Leser-Kommentar in der TagesWoche gelesen habe, auf der Wettsteinbrücke Stau!

Und die Schuld an diesem Stau? Wer trägt sie? Wer verursacht den Stau? Nein, natürlich, das ist nicht die Fragestellung der Autoideologen. Die Schuld, das ist klar, die liegt in Basel natürlich bei Wessels. Denn der will ja die Parkplätze in der Stadt abbauen, anstatt dass er Strassen baut, damit «der Verkehr» auf die Parkplätze vor die innerstädtischen Hochpreisinsel-Geschäfte «fliessen» kann.

(Gelegentlich könnte man sich bei den einschlägigen Verbänden fragen, wer denn aus den Schnäppchenjägermilieus der Deutschschweizer Speckgürtelbevölkerung überhaupt noch vor ihre Hochpreisinselparadiese fliessen will.)

Parkplatz-Suche aus Leidenschaft

Dass in dieser Jammergeschichte der Schnauz den eigenen Schwanz anbellt, dazu fällt diesen Beschwörern des angeblich höchsten Freiheitsrechts – dem beliebigen und total deregulierten Autofahren also – nichts anderes ein, als sich trotzig auf «mein Recht» verkrampft der täglichen Kurzbewegung von sich selber als Teil eines Privatautos auszusetzen.

Es ist offenkundig, dass für sehr viele die Parkplatz-Suche eine Leidenschaft ist.

Diese Trotzhaltung besteht aus viel Blech, widrigem Abgas- und Feinstaubauswurf und garantierter Abschottung von den anderen Autofahrenden vornedran, nebendran und hintendran. Was danach mit dem Teil der Autofahrerpersönlichkeit passiert, die aus massiver Blechhülle besteht? Sie muss parkiert werden. Das braucht viel Platz. Es ist offenkundig, dass es sehr viele Personen gibt, denen die Parkplatz-Suche eine Leidenschaft ist, mit der sie ihre Zeit quasi totschlagen können.

Man kennt den Satz: «Ich stehe in der Steinen.» Gemeint ist: Meine Blechteilperson namens Auto steht in der Steinen. Weil eine solche Aussage eigentlich mit dem Adjektiv «primitiv» ganz ordentlich beschrieben werden könnte, erpressen die Privatauto-Ideologen seit Jahrzehnten die Stadtpolitik, um die Stadt autogerecht zu gestalten. Das Auto, nicht die Autobenutzer. Das Auto verlangt unmässig viel Platz. Und den soll die Stadt, den sollen «die Linken» ohne Widerrede hingeben.

Der Stau sind die Autopendler

Dabei handelt es sich bei Stau, handelt es sich bei Parkplatzproblematik, handelt es sich beim Kostenaufwand, der von diesen Mobilitätsprivatisierungsideologen der Allgemeinheit in den Städten abgepresst wird, weitestgehend um absolut nicht Notwendiges für das Leben in der Metropolregion. Der Stau, der dort entsteht, wo die Autopendler hinwollen, wird von diesen selbst verursacht.

Fakt ist: Viele europäische Städte bieten rund um die Uhr öffentliche Mobilitätsangebote, die bestens funktionieren. Tatsächlich ist der Zeitaufwand, um von A nach B zu gelangen für Zentrums-  wie für Agglomerationsbewohner bei öffentlichen Verkehrsmitteln deutlich kleiner als bei einer Fahrt im «individuellen» Blechgehäuse.

Die meisten Pendler, welche das Angebot des öffentlichen Verkehrs nicht wahrnehmen, könnten es inzwischen auch in der Metropolitanregion Basel annehmen, wenn sie wollten. Und zwar ohne wirklich erkennbare Nachteile für die persönliche Mobilität. Aber sie wollen nicht. Der Stau, der dort, wo sich die Ziele der Autopendler befinden, zu bestimmten Tageszeiten entsteht, wird von diesen öV-Benutzungsverweigerern verursacht, von niemand anderem sonst.

Wer mit dem Tram, dem Bus, der S-Bahn unterwegs ist, steht nicht im Stau, sondern fährt ans Ziel. So einfach ist das.

Eine ungeheuerliche  Frechheit

Es existiert der Begriff vom «ruhenden Verkehr». Tatsächlich ist das Auto, wenn es nicht fährt, nur eines: ein herumstehendes Gebilde. Es «parkt». Den Platz, den die Autoideologen der Allgemeinheit in den Städten wegnehmen, auf öffentlichem Grund, an den Strassenrändern, in zahlreichen «Parkfeldern», ist für alle anderen Menschen und deren Bedürfnisse im Stadtraum verloren.

Das ist, gemessen am Platzbedürfnis der Autoideologie – also dem Konstrukt Auto, das man irgendwo, sofort, ohne Bedingungen abstellen darf – eine ungeheuerliche Frechheit gegenüber den Nichtautofahrenden, die in sehr vielen Städten längst eine deutliche Bevölkerungsmehrheit bilden: Ein parkiertes Auto nimmt mehr Platz in Anspruch als 15 Personen, die etwa an einer Kreuzung der Strassenüberquerung harren.

Dazu kommt die Lärmzumutung. Dazu kommt der Feinstaub. Dazu kommt, dass ausser den Autofahrenden kein anderer Mensch auf der Strasse jemanden verletzen kann, ohne selber auch verletzt zu werden. Das ist von Bedeutung: Wenn die angeblich so wüsten Velo-Rowdies mit Fussgehenden zusammenstossen, fallen im Normalfall beide um.

Das Volk und das Auto sind ein und dasselbe. So weit die Autoideologie.

Wenn aber eine fussgehende Person auf einem – oft theoretisch an sich gesicherten – Strassenübergang von einem Auto erfasst wird, ausserordentlich oft bis beinahe immer, weil die autofahrende Person sich nicht an die entsprechenden Begegnungsregeln hält, verletzen sich meist nur die Fussgehenden.

Bei der berüchtigten Rechtsabbiegerei an Rad- und Fusswegübergängen, die in Deutschland oder in der Schweiz regelmässig Tötungen von Radfahrenden und Fussgehenden produziert, ist der «tote Winkel» nur für Radfahrende und die Fussgehenden tödlich.

Als wäre nichts geschehen

Noch nie habe ich gehört oder gelesen, dass bei einer «Begegnung» Auto mit Insasse(n) gegen Gehende oder Radfahrende den Autoinsassen ein Haar gekrümmt worden wäre. Verkehrsunfall-Realität ist ausschliesslich das Umgekehrte.  Das Volk und das Auto sind ein und dasselbe. So weit die Autoideologie.

Aber über diese jährlich tausendfach passierenden grossen und kleineren Katastrophen als Folge dessen, dass Autos innerhalb von Städten und Quartieren überhaupt gefahren werden, über die Getöteten in den Städten (nicht diejenigen auf den Autobahnen, wo die Autofahrenden unter sich sind und ihre Regelbrüche wenigstens unter sich austragen müssen) wird nicht gesprochen.

Die Getöteten haben keine Lobby. Die Hinterbliebenen von Getöteten werden «seelsorgerisch betreut». Die medizinische Behandlung der von Autofahrenden Verletzten werden nicht denjenigen, die dank ihrer Blechhülle immer diejenigen sind, die Verletzungen konkretisieren, sondern den obligatorischen Unfallkassen und damit der Finanzierung aller, auch der Nichtautofahrenden, also in den meisten Fällen der Unfallrealität der Schwächeren, den Unschuldigen überlassen.

Die wirklichen Verursacher erhalten allenfalls eine Busse. Danach dürfen sie weiter ins Auto sitzen und in ihrer Hülle herumfahren, als wäre nichts geschehen.

Volk und Auto sind dasselbe

Solche Zumutungen werden hingenommen. Wenn man sie auch nur aufzählt, gilt man als Störer des «friedlichen Nebeneinanders aller Verkehrsteilnehmer». Als jemand, der gegen das Auto hetzt. Ist ein ausgemachter Autofeind. Und dann ist man als dieser ausgemachte Autofeind schwupsdiwups ein Volksfeind. Denn das Volk und das Auto sind ein und dasselbe.

Was steckt hinter dieser Ideologie?

Von aussen nach innen: Die Autowerbung pflegt seit Jahrzehnten die Verbindung vom Glanz des Autoblechlacks mit Pin-up-Girl-Verlockungen. Die «Girls» sassen bereits in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts auf den Studebakers und den Chevrolets, die immer sehr schlanken und leicht gespreizten Beine über den Kühlergrillen parkiert, den Kopf nach hinten geneigt. Frauen, die im Fahrtwind den Fahrer anhimmeln, mit dem sie danach … jaja, nicht wahr.

Bezogen auf das Produkt Auto, also eine Abschottungshülle mit Motor und Abgasen, in der man sich ohne körperliche Anstrengung vorwärtsbewegen kann, war diese Werbung immer schon Unsinn. Oder, genauer: Schon damals war diese Werbung Betrug. Aber es war wohl eine Art Werbe-Bedingung, um den Verkauf anzukurbeln.

Freie Fahrt ins steuerbegünstigte Grüne

Dann kam ein Produkt namens Autokredit auf den Markt. Bis in die Sechzigerjahre war Autobesitz von einem gewissen ständig zur Verfügung stehenden Geldbesitz abhängig. Entweder konnte man sich ein Auto leisten oder nicht. Nur: Damit konnte die Autoindustrie natürlich den Autokonsum nicht zu einem «Volkskonsumbestandteil» machen. Dazu kamen die Vollkaskoversicherungen, für alle Fälle, sollte man etwa einen Unfall herbeiführen.

Das Auto wurde zur Persönlichkeit. Genauer: Das Auto und der Autobesitzer, später immer häufiger natürlich auch die Autobesitzerin, wurden zu einer Art zweigepolten Person umerzogen. Die eine Seite der Person sitzt im Büro, die andere steht «in der Steinen». Die eine frühstückt in einem Café im Wohnquartier von Hunderten oder Tausenden Stadtbewohnern, die andere wartet vor dem Café am Strassenrand und belegt völlig unbeweglich zwei Meter in der Länge und anderthalb Meter in der Breite.

Es ist an der Zeit, dass die Macht der Autoideologie angegangen, dass sie geschwächt wird. 

Dann, wenn die Bürozeit beendet ist, dann, wenn sich diese Doppelpersonen nach dem Aufenthalt in der anregenden, oft lebenssinnerweiternden Stadt zwecks Fahrt ins Einfamilienhaus im steuerbegünstigten «Grünen» wieder vereinigen, soll es sofort weitergehen, soll es keinerlei Fahrteinschränkung, natürlich auch keinen Stau geben. Schliesslich fährt man mit dem Auto.

Verspottung der Öffentlichkeit

Seit einiger Zeit ist bekannt, was unter anderem an Verlogenheit betreffend der Motorleistungsbilanz und der Filtertechnologie hinter dieser ganzen Autowelt steckt: ein riesiger und von ziemlich allen Autoherstellern inszenierter Beschiss. Vor allem das «Autoland» Deutschland zeigt, was eben an Lüge, an Falschangaben hinter «Auto» steckt.

Die Stichworte dazu sind ganz einfach zu verstehen: Diesel- und andere Abgasmanipulationen auf der Ebene von angeblich kontrollierender, in Wahrheit geplant betrügerisch inszenierender Software. Von den Autoherstellern bewusst entwickelte Betrugssoftware, damit man eben nicht in wirkliche Filtertechnologie teuer  investieren muss, sondern mehr «Rendite» für die Boni und die Dividenden der Investoren aus den Hedgefonds-Kriegsabteilungen der globalisierten Banken- und Versicherungswelt «erwirtschaftet», wie das dann zu allem Überfluss an Verspottung der Öffentlichkeit durch diese «Unternehmer» auch noch genannt wird.

«Individualität» auf Kosten der Mehrheit

Es ist an der Zeit, dass die Macht der Autoideologie angegangen, dass sie geschwächt wird. Die Metropolregionen überall haben in den  letzten 30 Jahren das Mobilitätsangebot der öffentlichen Verkehrsmittel ausserordentlich ausgeweitet. Es ist für normalerweise über 90 Prozent der Metropolitanbewohnerinnen und -bewohner möglich, innert kürzester Frist und zu fast jeder Tages- oder Nachtzeit wegzugehen und anzukommen.

Es wäre an sich vernünftig, diese Angebote würden gratis zur Verfügung stehen. Die Bevölkerungen aber bezahlen über die allgemeinen Steuerleistungen hinaus dazu auch mit Tarifen.

Diejenigen, welche sich mit ihrem Auto zur Autofahrerperson vereinigt haben, beanspruchen bis zu 15 Mal mehr Platz im Bereich der Strassen- und damit der Stadtraumflächen für eine einzige, ihre jeweilige individuelle Fortbewegung als eine in diesem Raum gehende Person. Oder etwa 10 Mal mehr Stadtraum als eine in diesem Raum sich bewegende radfahrende Person. Autofahrende sind aber einen Grossteil der Zeit gar nicht autofahrend, sondern bloss Teil ihrer Autoabstellrealität.

Das bedeutet, sobald solcherlei Abstellen auf öffentlichem Raum stattfindet, dass Autofahrende den Stadtraum gleich doppelt mit egoistischer «Individualität» auf Kosten der Bevölkerungsmehrheiten für sich reklamieren. Und das möglichst ohne Kostenwahrnehmung, das heisst: Gratis.

Das muss ein Ende haben. Kostenwahrheit muss her.

Wer Stadtraum beansprucht, den er für das Fortbewegen nicht existentiell (also etwa, weil kein öV vorhanden ist), sondern nur für die Befriedigung seiner Bequemlichkeit auf Kosten anderer benötigt, der soll das bezahlen. Parkplätze sollen in Keller, privat in die Tiefe gebaut und dann kostendeckend an Autofahrende ausgeliehen werden. Die Zufahrten dazu sollen kostenpflichtig werden und in den Innenstädten überall mittels Pollern geregelt werden.

Es gibt viele Städte in Europa, in denen das bestens funktioniert. Dann ist es zum Beispiel in der teuren Schweiz ganz ganz rasch vorbei mit diesen Kurzpendleranfahrten aus der engen Stadtregion (40 Kilometer sind nichts, um es einmal deutlich zu formulieren, es sind vielleicht 20 Minuten S-Bahnfahrt) in das Stadtinnere und den Staus am Morgen und am Abend. Denn dann zählt eben die Kostenrealität.

Autoideologisch verbrämte Gewerbeprediger

Jetzt herrscht – gerade auch in der diesbezüglichen Diskussion in Basel, angetrieben vom Gewerbeverband und den sogenannt «bürgerlichen» Parteivorbetern – ein Fake-News-Propagandagetöse gegen jene, welche die städtische Vielfalt pflegen, welche das Stadtleben und den Stadtraum zu einer Gesamtheit fügen möchten, in der es Platz gibt für das, was man als Stadtöffentlichkeit bezeichnen kann – wozu auch die Kultur der Begegnung gehört. Die Ruhe der Fussgehenden. Die Freude der Kinder auf den autoverkehrsbefreiten Strassen. Platz für Rollator-Spaziergängerinnen und eine wirklich gleichberechtigte Rollstuhlöffentlichkeit. Entspannung statt Hatz.

Kurz: Es lohnt sich, gegen diese autoideologisch verbrämten Gewerbeprediger anzutreten. Genauer: Es ist für die Zukunft des Stadtraums in vielen europäischen Gegenden, auch in Basel, absolut notwendig. Die Autoideologen haben kein Konzept, sondern bloss die Fortschreibung von längst nicht mehr wirklich Funktionierendem im Arsenal ihrer Propagandasprache.

Das ist es dann: billig und innovationsfeindlich.

Konversation

  1. Ich komme auf kein anderes Fazit, als das zu viel Polemik nur Agressionen schürt, und ein Zeichen für grosse Unzufriedenheit ist. Am Besten aufs Land ziehen, und die geliebte Stadt ab und zu per ÖV besuchen, wäre eine Lösung!

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  2. Elektroautos sind wichtig, um das Klima und die Luft in der Stadt zu verbessern. Wenn sie in der Stadt wohnen, ist das nicht unerheblich für das Wohlbefinden und die Gesundheit! Weniger Autoverkehr ist natürlich auch hilfreich!

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  3. Alois Hürlimann hat meiner Meinung nach inhaltlich mehrheitlich recht, jedoch das Menu für meinen Geschmack etwas zu polemisch serviert. Konstruktiv in die Zukunft geschaut, würde ich sagen, dass es mehr Elektro-Mobilität, mehr Fussgängerzonen, mehr Bäume und Begrünungen in den Städten benötigt. Dadurch wird die Luft und das Klima in den Städten gesünder und lebenswert. Zur Verhinderung von Staus braucht es eine totale Vernetzung des Privatverkehrs, sodass mittels smarter Verkehrsführung gar nicht mehr auf Staus aufgeschlossen werden kann, sondern dass der Privatverkehr ausweichen muss, oder zum nächsten Park und Ride umgeleitet wird. Parkhäuser werden nur noch angefahren, wenn Platz vorhanden ist. Autobahnen in Stadtnähe sollten unterirdisch geführt werden oder möglichst weitläufig Städte umfahren. Der ÖV muss natürlich weiter ausgebaut werden, und für Fahrräder weitere separate Spuren erstellt werden. Es braucht etwas Geduld, aber die Weiterentwicklung der Fahrzeuge (Volve wird zum Beispiel bald nur noch Elektrofahrzeuge herstellen) und der vernetzte und über das GPS geleitete Privatverkehr wird einige Probleme automatisch lösen. Roadpricing und Rayon-Fahrverbote für Fahrzeuge, mit hohem Schadstoffausstoss werden bis dahin natürlich immer wieder diskutiert werden und vermutlich auch nötig werden.

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  4. @Herr Hűrlimann
    Wir wissen doch dass in der Schweiz alles ein paar Jahrzente länger dauert. Während dem in andern Regionen schon längst usus ist was eben notwendig ist, suhlen wir uns noch Jahre in unserem Wahn dass wir alles besser wissen bis es dann irgdndwann einfach nicht mehr anders geht. Stichworte:
    Gleichberechtigung, Fraudnstimmfecht, etc. etc.
    Es kommt der Tag, vermutlich aber erst in ferner Zukunft, dass man auch bei uns zur Einsicht kommt(kommen muss) dass ein Brumm Brumm unter dem Hintern unsere Mobilitätsprobleme nicht lösen kann.
    Irgendwas műssen wir ja unseren Nachkommen auch hinterlassen, jetzt da wir ihnen schon die Atomkraftwerke wegnehmen.

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  5. Zu meiner in der TageWoche veröffentlichten Polemik gegen die Autoideologie:

    Ich wohne in Barcelona. In dieser Stadt passiert zur Zeit eine grundsätzliche Veränderung des Verhältnisses der Stadtbehörden, der Stadtplaner, zahlreicher Verkehrs-, Mobilitäs- und Stadtökologievereinigungen gegenüber dem Stadtproblem namens Auto. Seit einigen Jahren, also bereits zu Zeiten der linksliberal-bürgerlichen Vorgängerstatdregierung der heutigen eher linksalternativen wurde systematisch an den gesicherten Verkehrswegen für das Rad gebaut. Systematisch auf Kosten von Autofahrspuren in sehr sehr vielen Haupt- und Durchgangsstrassen. Es ist auf vielen Dutzenden von Kilometern Autofahrenden unmöglich, Radfahrern den Weg abzuschneiden oder durch Parkieren zu unterbrechen. Dies wurde mit baulichen Massnahmen (Gummipolder, Eisenstangen vor jener Kreuzung weit in die Strassenfläche hinaus usw.) sowie der Anlage der Radwege in der Mitte der Strassenfläche erreicht. Unfälle sind dadurch viel seltener als in jeder mittleren Schweizer Stadt oder beispielsweise etwa in der Radstadt Berlin. Links- und Rechtsabbiegeunfälle wegen „totem Winkel“ sind durch die Gestaltung der Kreuzungen praktisch unmöglich. Eisenstangen zwingen links- oder rechtsabbiegende Autofahrende zu weit ausholenden Links-oder Rechtsabbiegungsmanövern, in deren Verlauf es unmöglich ist, eine korrekt gerade ausfahrenden radfahrende Person zu übersehen. Zudem werden sehr viele solcher Kreuzung mit Signalanlagen so gesteuert, dass eine Gleichzeitigkeit mindestens verzögert ist.
    Dies gab mir Stoff für meine Polemik.

    Man kann.
    Es kostet.
    Und wer die Kosten auf sich nimmt, beginnt, ein Problem zu LÖSEN.
    Jetzt wird der klassische 19/20-Jahundertstadtteil, Eixemple, das Charakterstadtstück des Modernismo von Barcelona, in Europa nebst Pariser Haussmannverhältnissen einmalig und in der Ausdehnung riesig, innerhalb der nächsten 3 Jahre von Autoparkplätzen total befreit. Es wird keine mehr geben. Die wunderbaren, etwa alle 700 Meter sich ausdehnenden oktogenen Plätze werden wieder Komplettplätze für die Menschen, die sich da bewegen, in den zahlreichen Cafés sitzen, ihre Kommunikation und ihre Stadtkulturbewegung in dieser fantasieanregenden und zum verweilen einladenden Schauen in dieser Stadtarchitektur angeregt werden. Hunderttausende wohnen im übrigen sehr wohl auch noch sehr dicht beieinander in diesem Zentrum.
    Auch das gab mir den Stoff für meine Polemik.

    Die zahlreichen, über 100, Ramblas in Barcelona – das wissen viele Schnellstädtetouristen nicht, sind seit Jahren autofrei. Das System in der ganzen Stadt ist ganz einfach und funktioniert ohne Probleme: Polder und elektronischen Ausnahmebewilligungen. Die es nicht einfach so gibt. Die Ausnahmen sind genau definiert. Irgendwelche Parkplätze an diesen öffentlichen Strassen: Sie existieren schlicht nicht. Allein in meinem Wohngebiet Poble Nou gibt es mehr als ein Dutzend Ramblas oder auch einfach verkehrsfreie, nur Fussgehenden und Radfahrenden erlaubte Gassen. Und dieses Nebeneinander funktioniert fast ausnahmslos völlig entspannt.

    Das Folgende bildete den den Ausgangs-Hintergrund meiner Polemik in Bezug auf das Parkplatzgeschrei etwa in Basel:
    Die jährlich tausendfachen Verletzungen und Tötungen vor allem von Radfahrenden und Fussgehenden, von Kindern, von älteren langsameren Menschen etwa in schweizerischen und deutschen Städten zu nennen ist keine „Hassbotschaft“, ist keineswegs „Schnitzlerisch oder sonst so etwas, sondern eine Tatsachenbeschreibung. Und zwar eine über einen Skandal, der ständig als halt nicht zu umgehen, weil mit menschlicher Schwäche verbunden, entschuldigt wird. Es ist aber Todbringendes im Spiel. Und damit Endgültiges. Letztes.
    Diesen Tod bringt in fast 100 Prozent aller Fälle das fahrende Auto.

    Diese beiden „Ereignisse“ gaben mir den Anlass für die Polemik:
    Zwei getötete Radfahrende, in Berlin ein Mann, der von einem türöffnenden Autopassagier auf seinem Radweg umgebracht wurde. In Bottmingen eine Frau, welche dem „toten Winkel“ geschuldet getötet wurde.
    Das Tötung zu nennen ist meiner Ansicht nach nicht nur richtig, sondern endlich auch notwendig. Damit Geld in die Hand genommen wird, das solcherlei einfach unmöglich macht. In Kopenhagen, in Amsterdam, in London (jaja), in Paris auch (ebenfalls: jaja), teilweise in Nachbarstädten von Basel wie Freiburg, Strassburg, Karlsruhe oder eben, sehr beispielhaft in der Millionenmetropole Barcelona wird daran zielgerichtet gearbeitet. In Basel wird von der Autolobby seit Jahrzehnten bloss integriert und gegen den dringenden Umbau zur autoberuhigten Stadt der Zukunft mit vorgestrig zusammengeschusterten Behauptungen, und das völlig unbelegt und gegen jegliche verkehrsphysikalischen und gesundheitsrelevanten Erkenntnisse von Jahrzehnten gerichtetet, indem diese einfach verleugnet werden, operiert. Der Alternative namens Velo – allgemein anerkannt sogar in zahlreichen lateinamerikanischen Grossstädten, wie ich kürzlich auf einer ausgedehnten Lateinamerikareise überrascht feststellen konnte, auf die Verhältnisse in Kalifornien oder Kanada diesbezüglich nur eben gerade hinweisend kann ich schon festhalten: Was da in der Metropolregion Basel so abläuft, ist keineswegs vorbildlich. Die Gründe liegen bei den Parkplatz- und Autoideologen und deren Werbemillionen, denke ich.
    (Über die Quellen dieser Millionen möchte ich hier nicht spekulieren und auch nicht polemisieren).

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  6. Irgendwann wird auch der Letzte begreifen, dass die Strassen zwischen den Häuser verlaufen und nicht die Häuser zwischen den Strassen stehen. Wobei man sagen muss, für das eigene Quartier/Dorf haben das sicher 80% der Bevölkerung schon verstanden. Nun müsste man einfach noch zur Einsicht gelangen, dass das auch auswärts so ist.

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  7. Genau – statt mit dem Auto im stadtgemachten zähflüssigen Verkehr zu stocken im öV zur Arbeit. Die Trams sind zu den Stoßzeiten mehr als gut befüllt, Fenster lassen sich da meist nicht mehr öffnen und gerade abends nach der Arbeit macht so ein Stehplatz in der schwitzenden und handy-freisprechenden Menschenmasse unglaublich Spass. Da wird palavert mit Freundinnen und dem Partner, übers Abendessen, intime Details und gelästert über Bekannte. Genau das interessiert die Öffentlichkeit. Der Individualverkehr bietet Chancen, man kann mit der Masse mitmachen und jeden Tag zur selben Zeit am selben Ort im Stau stehen oder aber ausweichen und Alternativen suchen. Die Stadt baut sich die Verkehrshindernisse und -beschränkungen und damit Staus selbst. Es gab Zeiten wo man mit grünen Wellen an Ampeln, den Verkehr flüssig hielt. Heute wird mit roten Wellen und Ultra-kurzen grünen Phasen nur behindert und zähflüssiger Verkehr erst geschaffen.

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  8. Problem eins: der Platz in Basel ist knapp. Es hat nicht für alle Verkehrsträger Platz; Problem zwei: es gibt Verkehrsarten, welche nicht nur Platz in der Bewegungsphase brauchen, sondern auch in der Nichtgebrauchsphase den selben Raum beanspruchen. Problem drei: gewisse Verkehrsträger verursachen Lärm, produzieren Abgase und Feinstäube. Alles nicht sehr bekömmlich. Problem vier: der körperexterne Energieverbrauch zwecks Fortbewegung knappert an endlichen Ressourcen. Dabei, und damit gelange ich zu den schon seit langem vorliegenden Optionen: zuerst, wenn gesund und fit: Mobilitätsschwergewicht auf „auto“ – mobile Formen legen; subsidiär Massentransportmittel verwenden; erst für unabdingbare Transporte und Verrichtungen auf möglichst abgasfreie motorisierte Vehikel greifen. Pendlerströme an den Siedlungsrändern auf ÖV bringen. Zufahrt in diese Lebensräume nur für Anwohnende. Dabei aber sollen auch diese selbstkritisch zum möglichst umweltschonenden Transportmittel greifen. Falls es ein individuelles motorisiertes sein sollte: dezidiert auf Autoteilfahrzeuge setzen: konsequent praktiziert, fällt das Parkplatzproblem in sich zusammen. Ich meine, das hier kurz Zusammengefasste ist nicht ideologisch, sondern versucht einen Weg aus der Sackgasse zu skizzieren. Das dabei liebgewohnte Gewohnheiten, vielleicht auch Bequemlichkeiten auf der Strecke bleiben: ist das wirklich sooo schlimm?

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    1. „Es hat nicht für alle Verkehrsträger Platz“ – falsch. Ist eione Frage der Optimierung. „sondern auch in der Nichtgebrauchsphase den selben Raum beanspruchen“ könnten Sie als Politiker lösen, wenn Sie Privaten erlauben würden mehr unterirdische Parkmöglichkeiten zu generieren! Problem drei: zu leise ist auch nicht gut: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/glattalbahndirektor-wir-haetten-am-liebsten-ueberall-barrieren/story/25810468
      „Problem vier: der körperexterne Energieverbrauch zwecks Fortbewegung knappert an endlichen Ressourcen.“ Dies gilt für eBikes genau so wie für eCars!
      Ich meine was Sie hier schreiben ist sehr wohl ideologisch! Und ja Freiheit und Bequemlichkeit der Ideologie anderer opfern zu müssen ist schlimm!

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  9. Herzlichen Dank für diesen Artikel! Toll, dass die Diskussion nun wieder angestossen ist. Auch ich, in der Agglo aufgewachsen und seit rund 27 Jahren in Basel wohnhaft, verstehe nicht, dass es beim Privatverkehr noch keinen Paradigmenwechsel gibt. Mit Tram, Bahn, Bus, Roller und Fahrrad entlastet man die Strassen und senkt damit auch die Kosten für die Infrastruktur. Elektroautos lösen das Problem der automobilen Masse in keiner Weise. In Agglomerationen sollte darum eine Priorisierung des ÖV und Zweirad- Verkehrs zum obersten Gebot werden. Auch ich benutze ab und zu ein (Mobility-) Auto, aber dies recht selten. Es ist wie vieles andere im Leben eine Frage der Umstellung und der Gewöhnung. Je mehr Menschen sich in unserer Stadt mit dem Rad und dem ÖV von A nach B bewegen, desto höher wird die Lebensqualität und desto sicherer der Verkehr. Einschränkungen gibt es beim Umsteigen höchstens beim Zeitaufwand, wenn man nicht an einer Hauptverbindung wohnt. Und natürlich wird auch bei der Automobilbranche die eine oder andere Veränderung nötig werden. Aber auch ein moderates Geschäft ist immer noch ein Geschäft. Ausserdem werden sich automatisch neue Geschäftsfelder eröffnen. Wo ein Bedürfnis ist, da wird es auch intelligente Lösungen geben. Mit Doppelstock- ÖV z.B könnte man mit der gleichen Menge an Rollmaterial beinahe doppelt so viele Personen befördern wie heute. Wo ein Wille ist, wird es auch einen Weg geben. Für meinen Arbeitsweg mit dem ÖV benötige ich von Tür zu Tür rund fünf Viertelstunden. Mit dem Auto benötigte ich „nur“ 40 Minuten, war nach der Fahrt aber ziemlich groggy (Hagnau, Baustellen, Staus). Heute lese ich die Zeitung auf dem Arbeitsweg und entspanne mich, bevor ich zu Hause angekommen bin. Am Anfang kam es mir wie eine Ewigkeit vor. Heute weiss ich, welchen Gewinn ich habe, für achtzig Franken monatlich. Profitieren auch Sie!

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  10. Dass Herr Hürlimann schreibt „Das Volk und das Auto sind ein und dasselbe. So weit die Autoideologie.“ entlarvt ihn selbst als Ideologen. Das für ihn Autos die in den Quartieren und der Stadt herumfahren eine „Katastrophe“ sind, passt genau in dieses Bild. Vielleicht sollte er sich daran erinnern, dass das Verkehrskonzept Innerstadt auch von den Bürgerlichen im Grossen Rat mit verabschiedet wurde. So sieht eben Realpolitik. Dazu braucht es keine „Ideologie“.

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  11. I like it!

    Kleine Anmerkung:

    Mobilität, die sich alle leisten können, das war doch das Programm der Sozialdemokraten in der 60ern. Anders wäre der Bau einer Rosengartenbrücke mitten durchs Wohnquartier in ZH/Wipkingen oder des Rings in BS nicht denkbar gewesen. Es sind kurioserweise dieselben, die heute eine Bürgerwehr gründen und ein allgemeines Fahrverbot aufstellen. Merke: Die Schindel beim Hornussen ist das Fahrverbotsschild der Bürger.

    Oben wurde wieder einiges Kommentiert, was so nicht stimmt.
    Richtig ist:

    Immer und überall sieht man, wie schnell, sexy, gesellig, umweltfreundlich, platzsparend, günstig und rein das Velofahren ist. Was beim Velofahren die Praxis ist, ist beim Autofahren leider ein nicht einlösbarer Wunschtraum.

    oder:

    Bei besten Sendezeiten im TV, auf dem Mobile, im Kino und auf teuren Plakatwänden muss immer und immer wieder gesagt werden, wie schnell, sexy, gesellig, umweltfreundlich, platzsparend, günstig und rein das Autofahren ist. Ein Wunschtraum, der beim Velofahren aber einfach so die Praxis ist.

    Schönes Weekend wünschend.

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  12. Neiabernei. So vertreibt man Leser/Abonnenten – genau so, wie wenn das Thema Hundskaigel aufgegriffen wird! Hürklimanns Stil ist zudem der eines Hassbloggers. Intelligent ist der Stil jedenfalls nicht, denn Hürlimann kann sich ja ausrechnen, dass die Reaktionen kontraproduktiv ausfallen werden. Schade eigentlich, denn ich bin gleichwohl seiner Meinung…

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  13. Das ist eine ziemlich ideologische Polemik, die eigentlich niemanden was bringt, denn sie wurde schon so oft geäussert. Gähn. Gut, eine Polemik soll einseitig kritisieren. Aber die Schwierigkeiten, die Verkehr mit sich bringt, werden auch mit Elektroautos nicht verschwinden, abgesehen davon, dass Verkehr für den Kapitalismus systemrelevant ist und darum nicht einfach so verschwinden wird. Baut das Wirtschaftssystem um! Solche radikale Schritte haben aber wenig gemeinsam mit der Pflästerlipolitik, welche von den Autogegnern betrieben wird. Solche St-Florianspolitik lässt sich gut in Genua beobachten, wo der Verkehr mit diversen Massnahmen eingedämmt werden soll, aber die Kreuzfahrt- und Fährschiffe ein mehrfaches an Schadstoffen ausstösst als der gesamte Autoverkehr.

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  14. Mir fällt die oft geäusserte Anspruchshaltung der SpeckgürtlerInnen auf, die Stadt habe ihnen und ihren Karossen eine angemessene (sprich kostenlose) Parkplatz-infrastruktur auf Allmend zur Verfügung zu stellen. Diese Forderung wird ungeniert mit dem ungenügenden ÖV-Angebot am eigenen Wohnort begründet. Und dies, obschon die schweizerischen Agglo-PendlerInnen keinerlei Beiträge an die städtische Infrastruktur in Form einer Quellensteuer leisten. Da dürften selbst GrenzgängerInnen mit ihren Forderungen berechtigt forscher auftreten.

    Statt Forderungen an die Stadt zu stellen, wäre zu wünschen, dass mit der gleichen Energie im eigenen Kanton dafür gesorgt wird, dass das ÖV-Pendlerangebot endlich ausgebaut wird, inklusive stadtnahe, bezahlbare P+R – Einstellplätze mit guter Tram- und Busanbindung.

    Eine grosse Chance vergibt unser Nachbarkanton Baselland zum Beispiel gerade mit dem Bauprojekt Schänzli. Dies wäre ein perfekter Standort für ein unterirdisches P + R – Parking in Stadtnähe für das ganze pendelnde Birstal. Dabei würde erst noch der chronisch überlastete Schänzlitunnel und die Hagnau entlastet. Wo bleiben solche Forderungen der PendlerInnen? Oder gehts doch nur um die eigene Bequemlichkeit und ums Motto: „Stau – das ist vor allem der vor und der hinter mir“?

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    1. Was auch mir Sorge bereitet, das sind die vielen Binnenpendler in der Stadt. Und natürlich die Einkaufstouristen. Und die vielen städtischen Berufspendler, die ihrer Arbeit im Raum Aargau, Zürich oder Olten nachgehen (die müssen alle ja auch einmal zurück).

      Aber für die Lösung dieses Problems habe ich leider auch keinen Plan.

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  15. Als Velofahrer sehe ich das ähnlich, allerdings habe ich zwei Bedenken: 1) der OeV ist heute bereits ziemlich ausgelastet, wenn wir mehr zum umsteigen bewegen wollen, dann muss das Angebot deutlich ausgeweitet werden, wo ist das Tram in der Grenzacherstrasse? 2) Ditto für Veloparkplätze, da die Anzahl Velofahrer so stark zugenommen hat, ist es immer mühsamer einen Veloparkplatz zu finden, erst recht wenn man nicht wild parkieren will.
    Noch was: wir, die wir das Glück haben, eine bezahlbare Wohnung in der Stadt zu haben, sollten etwas Verständnis mit denen haben, die entweder keine günstige Wohnung in der Stadt gefunden haben oder aber nicht das Portmonnaie haben für eine dieser teuren Neubauwohnungen. Solange wir hier nicht massiv Platz schaffen für günstige Wohnungen, wird der Pendlerverkehr weiter zunehmen.

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  16. Mal abgesehen davon, dass ich ein GA besitze und dieses intensiv nutze und für die Wege aus dem „Speckgürtel“ in die Stadt im Normalfall den öffentlichen Verkehr nutze, muss ich doch an einigen Stellen widersprechen, obwohl ich tendenziell dem Text zustimme:

    1. In Basel wird explizit eine Politik GEGEN den Individualverkehr betrieben. Da kann biespielsweise kilometerweise nicht links abgebogen werden, mit dem Effekt dass unnötiger Verkehr entsteht, die Autofahrer nach rechts abbiegen, durch Wohngebiete kurven um dann nach ein paar Kurven rechtwinklig auf die entsprechende Kreuzung zu stossen und um diese dann gerade durchfahren.
    Damit wird nicht etwa der Autofahrer animiert, nicht mit dem Auto in die Stadt zu fahren, sondern lediglich Zusatzverkehr erzeugt, der dann in Spitzenzeiten zum Kollaps führt.
    Alternativ wäre es vermutlich auch für die Umwelt günstiger, an diversen Stellen ein wenig mehr und konstruktiv über die Verkehrsführung nachzudenken als nur mit dem Hintergedanken, dem Autofahrer möglichst viele Hindernisse in den Weg zu legen, von denen Nicht-Autofahrer sowieso nicht profitieren (die Kreuzung nicht so intelligent aufzubauen dass man links abbiegen kann nützt keinem Anwohner, um bei dem Beispiel zu bleiben).

    2. Wie schon Eingangs geschrieben benutze ich ein GA, früher ein U-Abo und kann als Autobesitzer Vergleiche anstellen. Es ist nicht so, dass der öffentliche Verkehr immer schneller ist. Eigentlich ist er das nie und in Randzeiten schon gar nicht. Lediglich an Tagen, wo auf der Autobahn ein Unfall passiert wie Letztens, der Verkehr in der Stadt völlig zusammenbricht und Autoinsassen biologische Probleme wie Durst und Harndrang nicht befriedigen können ist der Fussgänger schneller – Busse und Trams bleiben an solchen Tagen selber stecken.

    3. Das Umsteigeangebot vom Individualverkehr auf den öffentlichen Nahverkehr ist eigentlich lächerlich. Wer von etwas weiter als nur aus dem normalen Speckgürtel kommt und darauf angewiesen ist, das Auto zumindest bis in die Stadtnähe zu benutzen, weil vor Ort nur alle Jubeljahre einmal ein Bus fährt, wird nicht gerade motiviert, das Auto nicht bis in die Stadt zu benutzen. Nun ist das in dieser Gegend durch die (für mich unsinnige) Kantons- und Staatsgrenze am Stadtrand ein Problem, dass der eine gerne an den anderen schiebt und schlussendlich nichts passiert ausser dass die Agglogemeinden weitflächig blaue Parkzonen einrichten müssen, weil sonst die 68er, LÖ. SO und AG-Schilder die Anwohnerzonen überfluten.

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  17. Schöne Polemik (wobei ich eher von schonungsloser Beschreibung der Realität sprechen würde).
    Dass Sie damit ins Schwarze getroffen haben sieht man an den schrillen Kommentaren derer, die es am meisten angeht.
    Vor einer Weile war doch mal ein Artikel über die Parkhäuser in Basel wo sich Speckgürtler aus Bottmingen und Allschwil bitterlich über die unverschämten Parkhausgebühren resp. die Unmöglichkeit, ihren Midlife-Chrysler irgendwo in der Innenstadt hinzustellen, beschwert haben.
    Es passt leider zum Weltbild solcher Zeitgenossen, aus Gedankenlosigkeit und/oder Egoismus auf das Recht (auf Leben und körperliche Unversehrtheit) anderer zu sch**en. Erklärt vielleicht auch, weshalb Agglomerationsgemeinden wie Riehen oder Allschwil tendentiell eher die Schlangenbeschwörer wählen (die ihnen dann zum Dank auch noch die Schlange im Haus lassen) und dann lieber auf die bösen Linken schimpfen, so wie es ihnen der Schlangenbeschwörer vorgebetet hat.

    Für all die „ich stell meinen Leichtpanzer hin, wo ich will“: machen Sie mal eine Städtereise nach Kopenhafen oder Barcelona. Reisen bildet.

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  18. Die Vorschläge und Ideen von Herr Huerlimann sind gut gemeint, sind aber ein Treten vor Ort. Nur ein radikales Umdenken bringt Veränderungen. Norwegen, obwohl genügend eigene Erdölreserven, macht vor wie es geht.

    Luxussteuer bis zu 85% für Benzin- und Diesel-Dreckschleudern. Befreiung von der Kfz-Steuer und der Mehrwertsteuer für E-Autos. Norwegen hat die grösste Dichte an E-Autos. Im vergangenen Jahr waren bereits 18 Prozent aller Neuzulassungen Elektroautos.

    In Städten können Fahrer von E-Autos ihre Wagen auf kommunalen Parkplätzen kostenlos abstellen. Und auch das Aufladen der Batterien an den öffentlichen Stationen ist umsonst. Und wer beispielsweise in der Stadt Bergen auf mehrspurigen Strassen unterwegs ist, darf mit seinem E-Auto die Busspur benutzen – und kann damit in den Abendstunden am Stau vorbeifahren.

    Solche oder ähnliche Vorschläge würden im Schweizer Parlament in der Luft zerrissen. Die Autolobby ist mächtig und allgegenwärtig. Multimilliardär Walter Frey beispielsweise ist der grösste Autoimporteur Europas und ist Strippenzieher in der Politik.

    Der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla, Elon Musk, ist von dem Vorhaben der Norweger begeistert. Auf Twitter schrieb er: „Was für ein grossartiges Land“.

    Es ist höchste Zeit, über den Tellerrand hinaus zu blicken.

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    1. Angelo Rizzi: So müsste es genau laufen! Das Statement ist im Vergleich zum zu lange geratenen Beitrag von Hürlimann bedeutend lösungsorientierter und weniger anklagend. Anreize setzen ist das richtige Stichwort. Dann kann es funktionieren, ohne eine Dämonisierung des Autos erwirken zu müssen, im Interesse aller, Anwohner, Gewerbetreibender und Besucher.

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    2. Wunderbar, Rizzi, aber Sie wissen, dass ein «Tesla» doppelt so lang und einen Drittel breiter ist als ein «Fiat 500».

      Wie Sie mit dieser «Lösung» Staus verhindern wollen, das ist mir ein Rätsel.

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    3. Ein Elektroauto stinkt zwar nicht, aber es verkürzt den Stau um keinen Meter. Es braucht ebenfalls einen Parkplatz. Auch damit stehen Sie «in den Steinen».

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    4. Es braucht sharing Modelle wie Sharoo, Effizienz sharing Ideen wie UBER (dass alle Autos gefüllt herumfahren, nicht nur mit 1 Person), Mobility Modelle usw. Dann hast Du plötzlich 10-20% Autos weniger auf den Strassen, und das merkt man (merkt man z.B. auch wenn Ferien ist, dann ists genau so..), vor allem aber Anreize (gewisse Strasse nur geöffnet für sharing Modelle / Ausstoss ideale Autos usf).

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  19. Ach süss. Herrliches linkes Autobashing.

    Statt diese ideologische Grabenkämpfe, lieber das Gesamte betrachten:

    Autoverkehr klar kanalisieren auf den beiden Ringstrassen mit Ausfallstrassen und Parkhäuser.
    Auf den restlichen Strassen gilt Langsamverkehr und öV und die Innenstadt/Zentrum gehört den Fussgängern und dem öV. Dazu gescheite Anlieferungszeiten und Anlieferubsmodalitäten fürs Gewerbe.

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    1. Da schreibt der Herr Huerlimann gegen Ideologen und offenbart sich selbst als Ideologe und barucht dazu noch eine Ewigkeit dazu. Und Sie schreiben in wenigen Zeilen das einzige Vernünftige dazu – Kompliment Herr Georg. Die Tageswoche sollte vielleicht lieber Sie als Herrn Huerlimann um einen Kommentar zu diesem Thema bitten.

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    2. Mehr Strassen = mehr Verkehr. Mindestens das sollte man aus der Entwicklung der letzten 50 Jahre gelernt haben. Jüngeren Zeitgenossen geht diese Erfahrung vielleicht noch ab, aber den Älteren müsste dies mittlerweile eigentlich klar sein.

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    3. Völliger Quatsch lieber webtom! Das ist eine klassische Fakenews! Aber es gibt ja auch eine Statistik welche aufzeigt mehr Störche = mehr Kinder: Matthews, R. (2000). Storks deliver babies (p= 0.008). Teaching Statistics, 22(2), 36-38.
      Was hingegen ein wirklicher kausaler Zusammenhang ist: mehr Menschen = mehr Verkehr!

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    4. Witzig, das mit dem Storch. Und „mehr Menschen-mehr Verkehr“ leuchtet ein. Leider scheint aber die Relation „weniger Strassen-weniger Verkehr“ wirklich zu stimmen. Sie wurde vielerorts bei der temporären Schliessung verschiedener Achsen beobachtet: Zum Beispiel bei der temporären Schliessung einer Bölchenröhre vor einigen Jahren, bei der Sperrung einer Brücke in London oder eines Stadttunnels in Zürich. Die beobachtete Realität ist wirklich: Weniger Strassen – weniger Verkehr. Da sind sich die allermeisten Verkehrsplaner und -ingenieure ziemlich einig. Der Grund ist, dass viele Autofahrten nicht nötig sind. Viele Fahrten sind Freizeitfahrten oder gar sogenannte Zerstreuungsfahrten, wo man nur zum Plausch am Fahren fährt. Daraus zu schliessen, dass mehr Strassen mehr Verkehr bringen, und nicht nur den bisherigen Verkehr beschleunigen, ist also sehr wahrscheinlich richtig. Wenn uns wirklich etwas daran liegt, den Autoverkehr zu drosseln oder zu verkleinern, sind weniger Strassen sicher eine vielversprechende und auch sehr billige (der Staat sollte ja sparen…) Option. Versuchen sollte man es alleweil.

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    5. Die Beispiele mit den Tunneln sind ja schön und gut – nur: Wurden auch die Umfahrungsmöglichkeiten und deren Verkehr beachtet? Beispiel Belchen-Tunnel:
      Sissach-Aarau / Hauenstein-Pässe / A3 / Passwang / H18-Transjurasienne?
      Solch Gleichungen wie Mehr Strassen = mehr Verkehr und umgekehrt halte ich für Humbug. Entscheidend sind eine Vielzahl von Faktoren. Und dass die Verfechter von „Mehr Strassen = mehr Verkehr“ total ausser Acht lassen, dass unsere Bevölkerung in den letzten 60 Jahren sich verdoppelt hat, halte ich schon für ein starkes Stück.

      Und dass die Art und Weise wie wir arbeiten und die Wirtschaft organisiert ist, sich ebenfalls extrem geändert hat, geschenkt. (Stichwort Pendeldistanzen, Logistik etc.)

      Verkehr wird es immer geben. Auch Autoverkehr. Die Antriebsart wird sich einfach ändern. Fuhr man früher mit 1-4 P.S., fährt man heute mit Verbrennungsmotoren und in Zukunft mit diversen elektronischen Antrieben. Darum bleibe ich bei meinem Konzept: Es het für alli Platz!

      Effiziente Ringstrassen/Ringautobahnen inkl. Ein-/Ausfallachsen in die Agglomeration und Parkhäusern an strategisch klug gewählten Orten, maximal verkehrsberuhigte Wohnquartiere und ein innerstes Zentrum, das exklusive dem öV und den Fussgängern gehört.

      Was fordere ich in Sachen öV?
      – Herzstück mit Flughafenanbindung als S-Bahn.
      – Die Fernverkehrszüge D/CH ins Ringbahnsystem einbinden.
      – Neue Bahntrasse Allschwil-Leimental mit Y-Stück bei Ettingen nach Aesch/Laufen (Grösstenteils Unterirdisch).
      – Wiederbelebung der Strecken Werentzhouse-Blotzheim-Saint-Louis-Basel / Reaktivierung der Wehratalbahn
      – Elektrifizierung Hochrheinstrecke und weiter bis München –> Schnellzüge Basel Bad Bf – Schaffhausen – Ulm – München.
      – Umstellung Kandertalbahn auf Meterspur und Verknüpfung mi 8er-Tram
      – Verbindung meterspurige WB mit 14 in Pratteln.
      – Flughafenast der Linie 3 bauen.
      – Tram 11 ins Zentrum von Saint Louis und am Bf mit dem 3er verknüpfen.

      Strassen:
      Bei den Strassen muss der Schnellstrassenring im Süden endlich geschlossen werden (Gundelitunnel, Bachgraben).
      Der Rheintunnel ist wichtig, sollte schnellstmöglich realisiert werden!
      Parkhäuser, Parkhäuser, Parkhäuser, damit a) Suchverkehr entfällt b) das Zentrum möglichst autofrei wird und c) dass wenn ein Parkplatz abgebaut wird, nicht ein Badhyysligschrei stattfindet. Wieso? Weil es völlig normal ist, dass das Auto unterirdisch parkiert wird in der Stadt und niemand mehr die oberirdischen Plätze vermisst.

      Es het Playtz für uns alli. Gfroggt isch dr gegesyttig Reschpäggt und anerkennig, dass hinter e jedem Verkehrteilnämmer e Mensch und nit e Feind/Verbrächer sitzt! Weniger Ideologie, meh Mitenand und Pragmatismus!

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    6. Ja, Georg II. So wie Sie das darstellen, so sehe ich das, bezogen auf die Verhältnisse in Basel, weitgehend auch. Zusätzlich: Carchsharing. Das sollten Sie auf keinen Fall unterschätzen.
      Immerhin scheint mein Text Sie indirekt dazu gebracht zu haben, diese Darstellung zu publizieren, aus der man Kluges lernen kann.
      Es hat Platz für alle.
      Genauer: Heute hat es keineswegs Platz für alle. Die realitätsbezogene Formulierung lautet aus meiner Sicht: Es hätte Platz für alle.

      Was Sie vorschlagen, unterscheidet sich aber von dem, was jene, deren Sturheit und Eindimensionalität in Sachen „Verkehr“ oder Mobilität von allen Menschen, Bewohnern, Besucherinnen, Arbeitsenden, also Pendlern und so weiter, in einer grossen Stadt wie Basel ich mit meinem Text etwas aufscheuchen wollte, in so ziemlich allem, sieht man von Bachgraben und Gundelitunnel mal ab, und zwar grundsätzlich. Dieser Lobby geht es nur darum, öffentlichen Raum zu Gunsten von Parkplätzen und auf Kosten des Staates zu belegen.
      Mit Aufrufen aber kommt man dieser Autolobby nirgendwo bei. Man muss ihr aber beikommen, damit es zu wirklichen Lösungen kommt. Die zahlreichen Gründe, dass Veränderungen anstehen, haben hier in diesem Strang viele Kommentatoren dargestellt. Veränderungen werden innerhalb der nächsten Dekade allein aus stadtökologischen Gründen (Abgasproblematik, siehe Diskussionen in Deutschland und anderswo) auch in Basel ganz andere Dimensionen annehmen als bisher angenommen.

      Diejenigen, die mir „Ideologie“ vorgeworfen haben, haben NICHTS vorgebracht. (Hätte mich gewundert, wäre das irgend etwas an Inhalt gekommen).
      Das, was Sie vorschlagen, wird natürlich immer auf der Ebene von Kompromissen zu erarbeiten und schliesslich zu verwirklichen sein. Können Sie mir zeigen, wo etwa der BS-Gewerbeverband mit Kompromissangeboten operiert, wenn es um Parkplätze geht? Oder etwa gar mit Vorschlägen. Wie wäre es, wenn diese Kreise mal so eine richtig geräumige, grosse, für 1500, 2000 oder mehr Parkplatz-Station in in Zusammenarbeit mit ihrem formidablen BL-Verwandten REALISIEREN würden.Mitsamt Parkplatzvernietung und allem drum und dran. Privatintitiave halt eben.

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  20. Der ausgewanderte pensionierte Pädagoge schreibt wieder einmal aus Berlin oder Barcelona über „Ungerechtigkeit“ und will die Verkehrsteilnehmer in der Region mit Verboten und Regeln erziehen. Mit Freiheitskampf hat das überhaupt nichts zu tun – eher mit Realitätsverlust. Was er dabei vergisst, ist das die Pendler aus dem Elsass auf das Auto angewiesen sind und halt durch den täglichen Stau, der durch die 20’000 neuen Arbeitsplätze in Basel zwangsläufig entstanden ist, wertvolle Freizeit verlieren. Würden Sie mit dem ÖV aus dem Elsass kommen, bräuchten Sie aber noch länger und müssten damit auf noch mehr Freizeit mit ihren Kindern verzichten. Ist das die Art von Gerechtigkeit, die Herr Hürlimann fordert?

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    1. Aber viele SCHWEIZER Arbeitgeber BRAUCHEN die Elsässer Mitmenschen als Mitarbeiter. Damit solche wie du nicht noch MEHR an der Kasse zu bezahlen haben, wenn sie sich was in das grosse Maul unter dem kleinen Hirn stopfen wollen!

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    2. Sie sind doch gerade ein Beispiel für das, was Herr Huerlimann in seinem Artikel anspricht. Die elsässischen Pendler haben weniger gute ÖV-Verbindungen, also haben sie das RECHT, 20’000 Blechkisten in Basel abzustellen. Sagen Sie.

      Warum nicht andersherum? Wer davon profitiert, dass seine Einwohner Geld aus Basel in ihre Gemeinde bringen, ist auch dafür verantwortlich, dass der ÖV ausreichend ausgebaut wird.
      Ist das (warum auch immer) nicht möglich, könnten dort Parkhäuser gebaut werden, wo der ÖV nach Basel bereits funktioniert.

      Warum eigentlich soll die Freizeit der Pendler wichtiger sein als die Lebensqualität derer, die hier wohnen und Steuern zahlen?

      Und warum soll es immer nur ein „entweder oder“ geben?

      Herr Huerlimann ruft meiner Meinung nur dazu auf, die Verkehrs-Debatte mit weniger ideologischem Ballast zu führen. Das hat die Auto-Ideologen natürlich prompt auf die Palme gebracht. Da unterscheiden sie sich leider kaum von religiösen Fanatikern.

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    1. Wenn man Zusammenhänge nicht erkennen WILL, findet man sie natürlich auch nicht. Ideologen zeichnen sich ja gerade dadurch aus, dass sie für logische Argumente völlig unzugänglich sind.

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