SVP-Thüring will neue Terrorsperren

In einem Anzug fordert SVP-Grossrat Joël Thüring die Prüfung alternativer Terrorsperren für Grossanlässe. Allenfalls könnten auch die bekannten Betonblöcke themenbezogen verpackt werden.

Wenn nicht im Boden verankern, könnte man Betonsperren wenigstens verzieren, findet Joël Thüring.

Grosse Betonblöcke als Schutz vor Attentaten mit Fahrzeugen gehören inzwischen auch am Basler Weihnachtsmarkt oder an der Herbstmesse zum Strassenbild. Das muss nicht sein, findet Grossrat Joël Thüring. 

Die Blöcke sähen nicht nur unschön aus, sie seien auch wenig nützlich und könnten im Fall einer Terrorattacke sogar zu «gefährlichen Geschossen verkommen», wenn ein tonnenschweres Fahrzeug dagegenrase. Thürings Partei SVP beruft sich in einer Mitteilung auf einen Test aus Deutschland.

Sicherer wären demnach fest verankerte Betonpfeiler oder «dreizackige Sterne aus Stahl». Auch ein schwerer Lastwagen könne diese nicht überwinden, da sie sich «im Untergrund verhaken und das Fahrzeug anheben». Thürings Anzug verlangt vom Regierungsrat, den Ersatz der bisher eingesetzten Betonblöcke zu prüfen.

Ebenfalls prüfen soll die Regierung, ob die Antiterror-Sperren nach dem Vorbild Weihnachtsmarkt 2017 jeweils «themenbezogen und aussenseitig stadtbildverträglich … verpackt werden können». 

Unterzeichnet haben Thürings Anzug Politiker aller bürgerlichen Parteien.

Konversation

  1. Wenn einer einen Anschlag machen will, dann wird er sich eine passende Methode ausdenken. Es gibt davor keinen wirklichen Schutz. Daher sind diese Betonklötze genauso unnütz, wie auch im Boden verankerte. Damit wird vordergründig die Bevölkerung „beruhigt“, nützen tut es nichts.

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