Trotz guten Noten: Jeder Fünfte unzufrieden mit der Baselbieter Polizei

Auf einer Skala von 1 bis 10 beurteilt die Baselbieter Bevölkerung die Leistung ihrer Polizei mit einer guten 7,4. Eher überfordert scheinen die Gesetzeshüter mit der Internetkriminalität.

Macht ihre Sache ordentlich: Mit diesem Bild warb die Baselbieter Kantonspolizei 2017 um neue Aspirantinnen und Aspiranten.

Zum ersten Mal seit zehn Jahren hat die Polizei Basel-Landschaft wieder die Bevölkerung befragt, was sie von ihrer Leistung hält. Die über 1000 Teilnehmenden befinden sie für gut (7,4 auf einer 10er-Skala), wie die Polizei mitteilt. Trotzdem sind 22 Prozent unzufrieden, also gut jeder fünfte Befragte.

Rund zwei Drittel hatten in den vergangenen fünf Jahren mit der Polizei zu tun, der Rest beurteilte die Leistung nicht auf Grundlage eines Erlebnisses mit der Polizei. Die Beurteilung fiel allerdings bei diesen beiden Gruppen beinahe identisch aus.

Wer keinen Kontakt mit der Polizei hatte, beurteilt deren Leistung nur geringfügig besser, als wer aus Erfahrung heraus bewertet.

Für Unzufriedenheit sorgt offenbar vor allem ein Thema: Internetkriminalität. In der Wahrnehmung der Bevölkerung hat diese jüngst extrem zugenommen.

Von all denen, die sich in den vergangenen fünf Jahren als Opfer von Internetkriminalität sahen, fühlten sich 48 Prozent allein im letzten Jahr davon betroffen. Und von allen Betroffenen fühlte sich fast jeder Zweite bei der Kantonspolizei nicht gut aufgehoben.

Mehr als jedes zweite Opfer von Internetkriminalität hätte sich eine bessere Unterstützung der Polizei gewünscht.

Die Polizei arbeite deswegen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft an einem Cybercrime-Konzept und einer Landratsvorlage. Weiter verbessern könnte sich die Polizei nach Ansicht der Befragten auch in Sachen Schnelligkeit und Effizienz. Hier schaute nur ein «genügend» heraus.

Ansonsten wird die Dienstleistungsqualität durchaus positiv erlebt. Auch mit der erhöhten Präsenz auf den Strassen darf sich die Kantonspolizei anhand der Umfragewerte auf dem richtigen Weg fühlen.

Konversation

  1. In wenigen Fällen trifft einem Internetkriminalität ohne das man selbst etwas dazu beiträgt, sei es fahrlässiger Umgang mit Passwörtern, surfen auf spezielle Seiten oder aktiv antworten auf Phisingmail.
    Da die Urheber zudem meist im fernen Ausland sitzen, sind die Möglichkeiten der Schweizer Strafverfolgung sehr beschränkt.
    Ja, in der Schweiz müssen die Polizeien in diesem Bereich aufrüsten, aber auch jeder Einzelne ist mit einem Antivirenprogramm und denken gefordert.

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  2. Zum Thema Internetkriminalität
    Ich denke diese Unzufriedenheit ist Ausdruck einer allgemeinen Verunsicherung zu diesem Thema.
    Persönlich hatte ich auch schon Probleme zu diesem Thema. In diesem Zusammenhang hatte ich kontakt mit der Fachstelle für Internetkriminalität der Kapo ZH und dem Claraposten in Basel. Beide konnten mir brauchbare Tipps geben, aber die einfachsten und kleversten gab mir ein Beamte des Claraposten BS. Ich denke sollten Probleme zu diesem Thema auftauchen, fragen Sie einfach bei der Kapo BL nach. Mehr als wir wissen in Moment nicht wie weiter mit Ihrer Frage kann nicht kommen.

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