Vorläufig Aufgenommene dürften rund einen Drittel weniger Sozialhilfe erhalten

Der Kanton Basel-Stadt muss die Sozialhilfebeiträge für vorläufig aufgenommene Flüchtlinge kürzen, so verlangt es das Bundesgesetz. Sozialdirektor Christoph Brutschin hat einen ersten Eckwert zu seinen Plänen bekannt gegeben.

Der Basler Sozialdirektor Christoph Brutschin strebt keine allzu drastische Kürzung an.

Im Kanton Zürich haben die Stimmberechtigten neulich entschieden, die Sozialhilfebeiträge für vorläufig aufgenommene Flüchtlinge zu kürzen. Diese erhalten seither nur noch in Basel gleich hohe Beiträge wie heimische Sozialhilfeempfänger, nämlich 900 Franken.

Doch auch Basel-Stadt plant eine Kürzung – weil es das Bundesgesetz so vorgibt. Allerdings soll sie weniger drastisch ausfallen als in Zürich, wie der Basler Sozialdirektor Christoph Brutschin (SP) gegenüber der «Basler Zeitung» ankündigt.

In Zürich wurden die Beiträge von rund 900 Franken auf den Nothilfeansatz von 300 Franken reduziert. In Basel liege Letzterer derzeit bei 12 Franken pro Tag, der Sozialhilfeansatz bei 32 Franken. Die Unterstützung für vorläufig Aufgenommene werde künftig etwa dazwischenliegen, so Brutschin, also bei rund 660 Franken pro Monat, schlussfolgert die BaZ.

Die Jungsozialisten wehren sich in einem Brief gegen die Kürzung der Beiträge. «Lesen zu müssen, dass der Kanton Basel-Stadt die Beiträge für vorläufig aufgenommene Asylsuchende kürzen wird, ist empörend und enttäuschend», schreiben sie. FDP-Grossrat Christophe Haller hingegen setzt sich mit einer Interpellation für eine stärkere Kürzung der Beiträge ein.

Und Brutschin? Er möchte sich nicht von den beiden Lagern aus der Ruhe bringen lassen und will sich Ende Oktober zu seinen konkreten Plänen äussern.

Konversation

  1. Ich bitte Sie alle… Nehmen Sie mal Stellung zum Video vom geposteten Link. Ohne Relativierungen, Schubladisierungen, Beleidigungen oder sonstige Ausweichemanöver. Ich bin selbst Ausländer. Aber ich frage alle Forenbeteiligten ganz direkt (nachdem Sie sich das Video angeschaut haben) was soll unternommen werden um solche Entwicklungen entgegenzutreten. Was muss geschehen bzw. wann ist der Punkt erreicht wo Sie selbst zu der Meinung kommen, dass hier nicht nur Frauen und Kinder ihrer die Sozialhilfe gekürzt wird, sonder die Grundrechte der Europäischen Gemeinschaft unterwandert, ausgenutzt und ausgehöhlt werden.

    Ebenfalls ernst gemeint: Ist es für Sie wirklich undenkbar, dass es Schläfer und heilige Krieger gibt deren einziges Ziel es ist in Europa die Scharia einzuführen?! Wie hoch schätzen Sie diese Gefahr ein?

    Auch wenn ich schon mal als Forentroll diskreditiert wurde, hoffe ich hier jemanden oder sogar einige zu finden, die bereit wären ihre Argumente und Sichtweisen zu äussern und auszutauschen.

    http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/wien/Wienerin-badet-oben-ohne-Sittenwaechter-drohen-mit-Sex-Attacke/302567358

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  2. Endlich kann man kommentieren. Der zweimal genannte Ansatz von 900 Franken ist nicht korrekt. Es müsste 1000 Franken heissen. Genau sind es 986.

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  3. Armut erzeugen?
    Die einen, besonders Frauen mit Kindern werden sich dreinschicken müssen. Deren Kinder werden leiden.
    Die anderen, etwas kreativeren, werden vielleicht eher in den Handelsbereich gehen, für den es noch keine offiziellen Geschäfte gibt, was oft aber dennoch zum täglichen Gebrauch dazu gehört oder sie werden leider zu verheerenden Bedingungen auch offiziell illegal Arbeit annehmen müssen, was dann bei den offiziellen Stellen wohl dazu führen wird, dass Schwarzarbeit noch weniger kontrolliert wird.
    …und manchmal wird man das Gefühl haben, wenn sie etwas anbieten, es ihnen aus Mitleid ob ihrer Lebenssituation abzukaufen.

    Verekelungspolitik? Wenn im Herkunftsland Mord, Verfolgung, Verhungern und die Mafia droht, dann hat man dort schon gelernt, mit schwierigen Lebensumständen umzugehen.
    ….und in ihnen zu leben.

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  4. Eine Schande, wie hier bei denen gespart wird, die es am meisten nötig haben. So baut man sich eine Zweiklassengesellschaft auf.

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