Wessels wehrt Vorwürfe ab

Der Basler Verkehrsdirektor übt zwar Selbstkritik und will beim BVB-Dossier genauer hinschauen. Ein Rücktritt ist für ihn aber kein Thema.

Hans-Peter Wessels musste sich einigen unangenehmen Journalisten-Fragen stellen. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Hans-Peter Wessels hat am Freitagmorgen an einer Medienkonferenz Stellung zu den Vorwürfen genommen, die aus einem Bericht der Geschäftsprüfungskommission (GPK) hervorgehen.

Der Bau- und Verkehrsdirektor bereut, dass er die Zahlung einer Million Euro an den französischen Partner zusicherte. Gleichzeitig bestreitet er den Vorwurf der GPK, dass er die Zahlung angewiesen habe («es war keine Weisung»).

Als Konsequenz aus dem Fehlverhalten will Wessels künftig «noch stärker ein Auge auf die BVB werfen». Weitere Konsequenzen oder gar einen Rücktritt hat er nicht thematisiert.

Die fast komplette Medienkonferenz können Sie hier bei den Kollegen der «bz Basel» nachlesen.

Dossier GPK-Bericht zu den BVB

Der Bericht der GPK erhebt schwere Vorwürfe gegen die Leitung der BVB und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels. In der BVB-Führung kam es daraufhin zu zwei Rücktritten, Wessel aber verteidigt sich.

Alles zum Thema (6)

Konversation

  1. Seit der Auslagerung der BVB zeigt es sich, dass dieses Konstrukt problematisch ist und offenbar auch von den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft nicht richtig verstanden wird. Die Interessenlage der erfolgsabhängigen Manager und der trinational verantwortlichen Politiker führt zu Konflikten, die zu peinlichen Pannen führen. Oder erleben wir einfach die Grenzen der neoliberalen Ideologie?

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    1. Ich denke es gibt einfach Breiche die besser funktionieren we nn sie beim Staat angesiedelt sind, dazu gehört auch die BVB.
      Es gibt genügend Beispiele auch in andern Ländern, die nach Abspaltung nicht mehr so funktioniertdn wie vorher.
      Ja ich glaube schon dass dies ein Produkt der Neo-Liberalen Ideologie.
      Diejenigen, die uns das eingebrockt haben, wollen jetzt nichts mehr davon wissen und suchen die Schuld bei andern.

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    2. Nein erleben wir nicht. Die BLT funktioniert bestens, praktisch skandalfrei etc.

      Bei der BVB versagt seit Jahren die Oberaufsicht – und diese ist staatlich. Immerhin ein Regierungsrat. Blumental, Gudenrath und Wessels sind keine Opfer der Auslagerung. Sie sind diejenigen, die den Schlamassel zu verantworten haben. Es braucht schon sehr viel Chuzpe, die Schuld dafür nun in irgend einer Form den Bürgerlichen zu geben.

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    3. Hahaha, der Witz des Tages: „Die BLT funktioniert bestens, …“
      Nur wenn man einen Anschluss braucht, dann muss man entweder einen Kurs früher nehmen als im Fahrplan vorgesehen, oder man nimmt besser gleich das Velo für an den Bahnhof. Sie, werter Georg der Zweite müssen mit an Sicherheit grenzeder Wahrscheinlichkeit im Einzugsgebiet der BVB wohnen oder Autofahrer sein.

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    4. Ich benutze fast täglich Bus und Tram der BLT. Auch der BVB. Ich weiss, wovon ich spreche.
      Oder wann war der letzte grosse BLT-Skandal, welcher man mit dem Jetztigen vergleichen könnte?

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