Aus Andrist wird ein Luzerner

Den erst vor vor einem Jahr vom FC Thun verpflichteten Flügelspieler Stephan Andrist gibt der FC Basel leihweise an den Ligakonkurrenten FC Luzern ab.

Stephan Andrist, oben, von Basel im Spiel gegen Michel Renggli, unten, von Luzern beim Fussball Superleague Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Basel vom Samstag 7.April 2012 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler) (Bild: Keystone/URS FLUEELER)

Den erst vor vor einem Jahr vom FC Thun verpflichteten Flügelspieler Stephan Andrist gibt der FC Basel leihweise an den Ligakonkurrenten FC Luzern ab.

Richtig angekommen schien Stephan Andrist nie, seit er Ende August 2011 vom FC Basel verpflichtet worden war. 19 Einsätze und 721 Einsatzminuten sammelte er vergangene Saison, was im Durchschnitt 38 Minuten ergibt. Vier Spiele und 82 Einsatzminuten (Schnitt: 20,5) waren es bis dato in der laufenden Saison. An diesen Zahlen lässt sich ablesen, dass es der 24-jährige Simmentaler beim FCB nicht über den Status eines Ergänzungsspielers hinausbrachte und einen schweren Stand hatte.

Stephan Andrist mit FCL-Präsident Mike Hauser und Sportchef Heinz Hermann (rechts). Foto: fcl.ch

Ein Spieler der zweiten Reihe, der sein Dasein ohne Murren ertrug. Thorsten Fink hatte sich stark gemacht für den Wechsel Andrists, der vor Jahresfrist mit den Thunern einen sehr guten Saisonstart erwischte und vier Tore erzielte. Rund 150‘000 Franken Ablöse an den FC Thun waren für den letztjährigen Champions-League-Teilnehmer keine gewaltige Investition, um in der Phase der Rehabilitation des am Kreuzband operierten Valentin Stocker eine zusätzliche Alternative am linken Flügel zu besitzen.

«Gute Lösung»

«Stephan Andrist braucht Spielpraxis», sagt FCB-Sportdirektor Georg Heitz, «er hat bei uns zu wenig Einsatzminuten gehabt, und nun wurde eine gute Lösung gefunden.» Die heisst: Andrist, der einen Vertrag bis 2014 plus Optionmit dem FCB hat, wird bis Saisonende an den FC Luzern ausgeliehen. Die Innerschweizer sichern sich darüber hinaus die Möglichkeit, Andrist im nächsten Sommer definitiv zu übernehmen.

„Ich freue mich darauf, meinen Teil dazu beitragen zu können, dass der FC Luzern schnellstmöglich wieder zum Erfolg zurückkehrt“, sagt Andrist auf der Website des FCL. Vergangene Saison war er vier Mal Torschütze für den FCB, in der Super League traf er in seinem besten Spiel für den FCB beim 4:1 gegen die Grasshoppers und beim 2:1 gegen seinen alten Club, den FC Thun. Zum Nachteil geriet von Beginn weg, dass er aufgrund der Europa-League-Einsätze für die Berner Oberländer im Champions-League-Herbst beim FCB nicht einsatzberechtigt war. Zu den Gewinnern des Trainerwechsels zu Heiko Vogel konnte sich Andrist ausserdem auch nicht zählen.

Kader auf 26 Spieler reduziert

Damit hat der FC Basel seinen Profikader auf 26 Spieler verkleinert. Stürmer Kwang Ryong Pak, der mehrfach vor einem leihweisen Wechsel stand, wird vorerst bleiben. Bis auch die nationale Transferperiode am 30. September zu Ende geht, sind weitere Veränderungen beim FCB möglich, vor allem, was Spieler wie Pascal Schürpf oder Marco Aratore anbelangt, die nach Auslauf ihrer Leihstationen bei der U21 trainieren.

Mehr zur Einsatzstatistik beim FC Basel in dieser Saison auf rotblaulive.ch

Konversation

  1. Somit spielt er nicht auf den Positionen von Frei und Streller.
    Für die Position des rechten Flügels stehen a) Shalah und Tütü-Degen mit seinen Pirouetten, Andrist vor der Nase.
    Und das dies so bleibt….. dafür sorgen Philippe D., Alex u. Pippi.
    Pak bekommt ja auch keine Chance.
    Also mal nachdenken und lieber einen jungen Spieler in Routine halten, statt ihn auf der Bank einrosten zu lassen, ihn werden wir unter Umständen noch brauchen, wenn die Jasser in Rente gehen.

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  2. Schade, da wurde ein Spieler abgegeben, der ein grosses Potential besitzt (mit Thun hat er dieses auch schon gegen den FCB bewiesen), aber unter Vogel nie eine echte Chance erhalten hat. Wie soll sich ein Spieler aufdrängen, der jeweils – wenn überhaupt – nur für die letzten Minuten eingewechselt wird?

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  3. Ich weiss nicht, ob es sehr schlau ist, valable Spieler (an die Konkurrenz) abzugeben.
    Frei und Streller sind nicht mehr ganz jung und somit auch verletzungsanfälliger.
    Wie sind die Alternativen?
    Da muss man sich nicht über die bisherigen Leistungen wundern…

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