Helene Fischer und der havarierte Joggeli-Rasen

Das Konzert der Schlagergrösse Helene Fischer am Donnerstag in Basel hat den Rasen im Joggeli in Mitleidenschaft gezogen. Ein Teil der Spielfläche wird ersetzt und die Zeit drängt: Am Mittwoch kommt Borussia Dortmund und nächsten Samstag beginnt für den FC Basel die Saison.

Der Auftritt von Schlagerstar Helene Fischer im Joggeli macht eine partizielle Erneuerung des Rasens in kürzester Frist notwendig. (Bild: Keystone/YURI KOCHETKOV | Collage: Nils Fisch)

Das Konzert der Schlagergrösse Helene Fischer am Donnerstag in Basel hat den Rasen im Joggeli in Mitleidenschaft gezogen. Ein Teil der Spielfläche wird ersetzt und die Zeit drängt: Am Mittwoch kommt Borussia Dortmund und nächsten Samstag beginnt für den FC Basel die Saison.

Der Regen am Mittwochabend liess schon nichts Gutes ahnen. Während der letzten Aufbauarbeiten für ein Openair-Konzert im St.-Jakob-Park schüttete es in Strömen. Der Abend mit der Schlagersängerin Helene Fischer verlief dann so, wie ihn sich die Veranstalter  und die Gastgeber im Stadion vorgestellt hatten: Es blieb trocken, 14’000 Fans kamen und erlebten grosses Schlagerkino.

Aber der Rasen sah anderntags so aus, wie man befürchten musste. Er ist teilweise ruiniert, jedenfalls nicht in nützlicher Frist zu retten, wie man bei einer Begehung am Freitag feststellen musste. Das bringt die Stadionbetreiberin Basel United und den FC Basel in Zeitnot. Denn in einer Woche beginnt für den FC Basel im St.-Jakob-Park die neue Saison, und schon drei Tage zuvor, am Mittwoch, 10. Juli, empfängt er Borussia Dortmund im Joggeli.

Ruinierter Rasen und Pilzbefall

Dieses Freundschaftsspiel gegen den Deutschen Meister der Jahre 2011 und ’12 übt zwar nicht die Zugkraft früherer Gastspiele aus – Mitte der Woche waren etwas über 10’000 Tickets verkauft –, aber auf einem anständigen Rasen will man den Champions-League-Finalisten schon empfangen. Kommt hinzu, dass in ein paar Wochen – am 14. August – Brasiliens Nationalmannschaft in Basel gegen die Schweiz spielt.

Helene Fischers Auftritt hat jedoch einen Teil des Rasens quasi unbrauchbar gemacht. Vor allem dort, wo die gewaltige Bühne vor dem C-Sektor auf Stahlplatten aufgebaut war. Damit, so sagt Thomas Dürr, CEO vom Veranstalter act entertainment aus Basel, habe man gerechnet. Für die Bestuhlung vor der Bühne seien moderne Abdeckungen verwendet worden, Schäden könne er in diesem Bereich deshalb nicht erkennen.

Eine grösser Teil des Grüns wird ersetzt

Die Spezialisten, die am Freitag das Grün einer Inaugenschein unterzogen haben, stellten jedoch einen Pilzbefall fest. Die angekündigte warme Witterung für die nächsten Tage machte die Prognose für die Regeneration der betroffenen Rasenstücke nicht optimistischer.

«Die gescheiteste Lösung ist es, den Rasen partiell an den betroffenen Stellen auszuwechseln», sagt Patrick Herr, der bei Basel United gerade von seinem Vorgänger Thomas Ulrich als neuer CEO von Basel United eingearbeitet wird. Rund ein Drittel der Spielfeldfläche ist betroffen, die Zeit drängt nun. Doch weil im Vorfeld dieses Events – dem ersten Konzert im Joggeli nach mehreren Jahren Unterbruch – dieser Begleitschaden erwartet wurde, waren vorsorglich neue Rasensoden bestellt worden.

Enger Zeitplan, hohe Kosten

Bis Mittwoch muss die Reparatur in einem engen Zeitplan jedenfalls bewerkstelligt sein. Eine Aktion, deren Kosten, so Patrick Herr, zwischen Basel United und act entertainment aus Basel, ausgehandelt werden und die gut gerne eine sechsstellige Höhe erreichen dürften. Vor 15 Monaten, nach dem Champions-League-Achtelfinal gegen Bayern München, war der Rasen im St.-Jakob-Park und der komplette Untergrund letztmals erneuert worden.

Konversation

  1. das hätte eine abgrundtiefe Performance gegeben. Deshalb sind in der Tiefgarage auch die „Weight Watchers“ patroulliert, um das Schlimmste zu verhindern. Mit Erfolg, Gott sei Dank.

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  2. …klar, passt nicht jedem diese Art der Musik. Nur, meine ich, waren da wohl Profis am Werk. Im Bühnenbereich Stahlplatten als Unterlage; im Zuschauerbereich moderne Abdeckungen. Die Zuschauer können somit mit Sicherheit nicht verantwortlich für den Schaden gemacht werden, oder?

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  3. was 14’000 Fans des gesungenen Stumpfsinns anrichten können, wenn sie sich mit dem Gewicht von 42’000 Jugendlichen vor einer Bühne versammeln.

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