Nach Ausschreitungen: Stawa ermittelt gegen fast 60 Benfica-Fans

Am Rande des Champions-League-Spiels von vergangener Woche kam es zu Ausschreitungen zwischen Fans aus der Muttenzerkurve und Benfica-Fans. Es gab Verletzte.

Ein verwackeltes, unscharfes Video zeigt die wüsten Szenen am Rande des Champions-League-Spiels vom 27.09.2017. (Bild: Screenshot Youtube)

Der 5:0-Sieg des FC Basel gegen SL Benfica von vergangener Woche liess die hiesigen Fussballfans frohlocken. Im Jubel ging eine unschöne Szene unter. Vor dem Match ist es auf der Plattform zu einer kurzen, aber heftigen Auseinandersetzung zwischen Fans aus der Muttenzerkurve und Gästefans gekommen.

Die Kantonspolizei bestätigt eine entsprechende Anfrage der TagesWoche. Sprecher Martin Schütz schreibt:

«Um etwa 20.15 Uhr kam es zu einem Angriff einer Gruppe von Gästefans auf heimische Match-Besucher ausserhalb des Stadions auf der Plattform im Bereich des Eingangs zum Sektor D. Der Angriff dauerte nur sehr kurz, und als Fans aus der Muttenzerkurve aus dem Stadion auf die Plattform strömten, flüchteten die Angreifer.»

Es sei aufseiten der Basler zu «einigen leichten und zwei mittelschweren Verletzungen» gekommen, sagt Schütz. Die Polizei habe unmittelbar nach dem Angriff «eine Gruppe von Gästefans, die sie des Angriffs verdächtigt hat, aufgespürt und während des Spiels unter Beobachtung behalten». Die insgesamt 59 Personen seien nach Spielende ausserdem angehalten und kontrolliert worden.

Ein Augenzeuge bestätigt gegenüber der TagesWoche den von der Polizei beschriebenen Ablauf in groben Zügen.

«Eine Gruppe versuchte sich Zugang zur Muttenzerkurve zu verschaffen. Doch der Security gelang es, die Gitter zu verschliessen. Daraufhin kamen die Basler in grosser Überzahl angerannt und schlugen die Angreifer in die Flucht. Die Polizei hielt sich zu diesem Zeitpunkt nicht auf der Plattform auf.»

Auf YouTube kursiert ein Video des Angriffes, allerdings in schlechter Qualität (ab Minute 0:50).

Gemäss Polizeisprecher Schütz ist der Vorfall «zuhanden der Staatsanwaltschaft» rapportiert worden. Stawa-Sprecher Peter Gill bestätigt, dass «ein Verfahren wegen Verdachts auf Raufhandel» eingeleitet werde. Falls sich die Tatverdächtigen inzwischen wieder im Ausland aufhalten würden, seien die Ermittlungen «entsprechend aufwändig und komplex».

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