Polizeibilanz: 12 Verletzte, 27 Verhaftete

Der Marsch der Schalker Fans zum Champions-League-Spiel gegen den FC Basel im St.-Jakob-Park blieb ohne Zwischenfälle. Die Polizei war mit reichlich Personal vor Ort und sorgte mit Kastenwägen und Helikopter für sicheres Geleit. Erst vor dem Stadion ging die Polizei mit Gummischrot und Reizstoff zwischen die Fangruppierungen.

(Bild: Hans-Jörg Walter)

Der Marsch der Schalker Fans zum Champions-League-Spiel gegen den FC Basel im St.-Jakob-Park blieb ohne Zwischenfälle. Die Polizei war mit reichlich Personal vor Ort und sorgte mit Kastenwägen und Helikopter für sicheres Geleit. Erst vor dem Stadion ging die Polizei mit Gummischrot und Reizstoff zwischen die Fangruppierungen.

Um 17.30 Uhr hatten sich rund 1000 Schalke-Fans auf dem Münsterplatz versammelt. Sie schmähten das dominierende Bier aus Rheinfelden, gossen es aber gleichwohl lieber in den Hals als auf das frische Pflaster. Die Atmosphäre war entspannt und friedlich, sogar die versammelten Polizisten und Journalisten fanden Zeit für den einen oder anderen Schwatz. Um 18 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung.

Königsblau vom vielen Bier

«Hurra, hurra, die Schalker die sind da!» krakeelend zogen die blauweiss gewandeten Anhänger den engen Münsterberg hinunter. Bis zum St.-Jakobs-Denkmal traf der von Polizei und Presse eskortierte Umzug auf keinerlei Hindernisse. 

Update 20:15 Uhr: Wie die bz Basel berichtet, kam es vor dem Stadion zu Scharmützeln zwischen Basler und Schalker Fans.

Update 8:40 Uhr:

(Bild: sda)

Vor dem Stadion bahnte sich kurz nach Ankunft der Schalke-Fans eine Auseinandersetzung der beiden Fangruppierungen an. Die Polizei ging mit Gummischrot und Reizstoff dazwischen. 12 Personen wurden verletzt, drei davon am Dienstag zur Abklärung ins Spital gebracht, teilte die Kantonspolizei Basel-Stadt mit.

Insgesamt hielt die Polizei im Zusammenhang mit dem Fussballspiel 27 Personen fest. Bei 17 Personen handelte es sich um Greenpeace-Aktivisten. Die Umweltschutzorganisation hatte während des Spiels ein Banner mit einem Protestslogan gegen Schalke-Sponsor Gazprom von der Haupttribüne gehängt. 

Artikelgeschichte

20:15: Update nach Bericht der bz Basel über Scharmützel vor dem Stadion.

Konversation

  1. Denkt man an den Bierlauf zurück, kostete der Einsatz damals mit Superpuma eine Riesensumme. Soviel ich weiss, bezahlt ein Konzertveranstalter mehr für die Sicherheit als der FCB, jedoch braucht es für Konzerte keine Superpumas und Polizisten aus Deutschland und der gesamten Nordwestschweiz in voller Kampfmontur. Ich habe kein Interesse für das Vergnügen anderer zu bezahlen, zumal ich Fussball als einen der primitivsten Sportarten empfinde.

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  2. Für was ist der Helikopter eigentlich genau, wenn der sogar orangegekleidete Kletterer auf dem Stadiondach übersehen konnte?

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  3. Habe gestern Nacht folgendes Gespräch mit der Polizei aus Basel geführt:
    Ich: „Guten Abend, ich möchte mich gerne wegen Ruhestörung beschweren. Den ganzen Abend – und jetzt ist es schon elf Uhr Nachts – lärmt ein Helikopter über der Stadt. Das ist ja lauter als jede illegale Party am Messeplatz!“
    Polizist: „Danke für ihren Hinweis. Wir können der Sache im Luftraum leider nicht nachgehen, unser Helikopter ist bereits im Einsatz.“
    😉

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  4. Dress blau. Bierbüchse blau. Bewacher blau. Auge blau.

    Und das kurz nach der blauen Stunde. Was für ein Abend. Herrlich!

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