Sporars Wechsel ist fix – der Meister ist um eine Nationalität reicher

Der slowenische Stürmer Andraz Sporar wechselt zum FC Basel. Zuletzt hatte er in seinem Heimatland beim Tabellenführer NK Olimpija Ljubljana gespielt, beim Schweizer Meister unterschreibt der 21-Jährige einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020. Im Januar steigt er ins Training ein – und wird damit der erste Slowene in Rotblau.

Andraz Sporar

(Bild: Screenshot www.nkolimpija.si)

Der slowenische Stürmer Andraz Sporar wechselt zum FC Basel. Zuletzt hatte er in seinem Heimatland beim Tabellenführer NK Olimpija Ljubljana gespielt, beim Schweizer Meister unterschreibt der 21-Jährige einen Vertrag bis 30. Juni 2020. Im Januar steigt er ins Training ein – und wird damit der erste Slowene in Rotblau.

Am Dienstag ist ein Tauziehen um einen Spieler beendet worden, der seit Monaten mit einer bemerkenswerten Torquote auf sich aufmerksam macht. Andraz Sporar trifft in der slowenischen Liga zwar nicht in jeder Partie, dafür manchmal zwei-, drei- oder gar viermal. Vier Tore in einem Spiel gelangen dem Stürmer in der 16. Runde der Prva Liga, in der er in der laufenden Spielzeit durchschnittlich einen Treffer pro Spiel erzielte.

Damit ist Schluss. Zumindest, was die Trikotfarben betrifft, in denen Sporar seine Tore macht. Der FC Basel gibt bekannt, dass der 21-Jährige den Tabellenführer NK Olimpija Ljubljana verlässt und mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2020 zum Schweizer Meister wechselt.

Sporar ist mit dem am Dienstag unterzeichneten Arbeitspapier der erste Slowene beim FC Basel. Spieler aus 51 Nationen haben bisher beim 18-fachen Meister gespielt. Mit Sporar kommt die 52. Nation dazu, und dieser jüngste Transfer dürfte den FCB ungfähr 2,5 Millionen Franken Ablöse kosten.

Ein Mittelstürmer für den Abgang des rechten Flügels Embolo

Mit dem Wechsel zum Europa-League-Sechzehntelfinalisten erhöhen sich Sporars Chancen, nach zehn Einsätzen in der U19- und zwölf in der U21-Nationalmannschaft auch für Länderspiele der A-Auswahl in Frage zu kommen. «Wir reden hier von einem grossen Verein», sagt Sporar im Interview mit seinem neuen Arbeitgeber, «Basel ist für mich der richtige Schritt.»

Er dürfte dabei auch an seine Karriere in der Landesauswahl denken. An der Europameisterschaft in 2016 Frankreich wird Sporar allerdings nicht teilnehmen, die Slowenen sind als Dritte der Schweizer Gruppe E in den Playoffs an der Ukraine gescheitert. 

Beim FC Basel soll Sporar auch die Lücke schliessen, die der unumgängliche Abgang Breel Embolos dereinst hinterlassen wird. Allerdings ist der 180 Zentimeter grosse Rechtsfuss kein positionsgetreuer Ersatz für Embolo. Seit drei Jahren spielt Sporar fast ausschliesslich als Mittelstürmer, Embolo wird vor allem als rechter Flügel eingesetzt.

Eine weitere Option, falls Janko und Embolo ausfallen

«Ich bin Mittelstürmer, mein Job ist es, Tore zu schiessen», erklärt Sporar seine Primäraufgabe auf dem Feld. Embolo war derweil mit sieben Assists fast ebenso oft an einem Treffer beteiligt wie als Torschütze (8). Um den wertvollsten Basler Kaderspieler zu ersetzen, braucht es also auch Qualitäten als Vorbereiter. Sporar, der beim FC Basel die seit Marco Strellers Rücktritt unbenutzte Nummer 9 erhält, kommt in der laufenden Spielzeit auf fünf Torvorlagen.

Der FCB dürfte den Slowenen also nicht nur als Ersatz für Embolo verpflichtet haben. Vielmehr erhält der Tabellenführer so die Option, Ausfälle in der Offensive kompensieren zu können. Fehlt Topscorer Marc Janko, ist Sporar eine Option, ist Embolo gesperrt, Sporar könnte die Lücke im Angriff füllen.

Zuerst Ferien, dann Trainingsauftakt mit den neuen Teamkollegen

Zudem ist nicht bekannt, ob Albian Ajeti weiterhin mit seiner Reservistenrolle Vorlieb nehmen wird oder nach einer Lösung sucht, um anderswo zu mehr Einsatzzeit zu kommen, allenfalls per Leihgeschäft. Mit Sporar verfügt der FCB nunmehr über einen Offensivspieler mehr, der auch eine Antwort auf solch mögliche Abgänge wäre.

Sporar wird nun zuerst in den Urlaub fahren. Dabei werde er sich in individuellen Trainingseinheiten in Form halten und am 4. Januar mit seinen neuen Teamkollegen erstmals zusammen kommen. 

» Communiqué des FC Basel

Konversation

Nächster Artikel