Suschi, Sutschy oder Sucki – egal, Hauptsache, der Neue spielt gleich

Höchstens drei Trainings wird der neue Innenverteidiger Marek Suchy mit seinen neuen Teamkollegen absolviert haben, ehe der FC Basel bei Lausanne-Sport in die Frühjahrsrunde der Super League startet (13:45 Uhr, #rotblaulive). Trotzdem will Trainer Murat Yakin den Tschechen sogleich spielen lassen.

Marek Suchy wird vom FC Basel als neuer Innenverteidiger vorgestellt, im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Donnerstag, 30. Januar, 2014. Der tschechische Nationalspieler kommt vom russischen Verein Spartak Moskau mit einem bis Ende Saison laufenden Leih (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

Höchstens drei Trainings wird der neue Innenverteidiger Marek Suchy mit seinen neuen Teamkollegen absolviert haben, ehe der FC Basel bei Lausanne-Sport in die Frühjahrsrunde der Super League startet (13:45 Uhr, #rotblaulive). Trotzdem will Trainer Murat Yakin den Tschechen sogleich spielen lassen.

Etwas muss Murat Yakin noch klären. Wie spricht er sich denn nun aus, dieser Marek Suchy, der die Lücke in der Basler Innenverteidigung schliessen soll? «Suschi oder Sutschi», versuchte sich der Trainer des FC Basel am Freitag, «ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie wir ihn nennen sollen.» Nun, geht man danach, wie sich der Tscheche am Donnerstag selbst nannte, wird es wohl auf Sucki hinauslaufen.

Es ist verständlich, dass sich Yakin nicht um so Kleinigkeiten wie die korrekte Aussprache eines Nachnamens kümmern kann. Der FCB-Trainer ist derzeit vollauf damit beschäftigt, für den Beginn der Frühjahrsrunde ein schlagkräftiges Team zusammen zu bekommen. Gleich sechs Spieler fehlen dem FCB am Sonntag in Lausanne. Nebst den Langzeit-Abwesenden Ivan Ivanov und Fabian Schär werden auch Marcelo Diaz (Wadenprobleme) und Valentin Stocker (Schmerzen unterhalb der Wade) fehlen. Und als ob das nicht genug wäre, sind Marco «sind ihr nid ganz dicht» Streller und Arlind Ajeti gesperrt.

Da stellt sich die Mannschaft einerseits fast ein wenig von selbst auf. Andererseits arbeitete Yakin am Freitagmorgen mit Hochdruck daran, Marek Suchy sofort fit zu machen für die Partie beim Tabellenletzten Lausanne-Sport. Der Cheftrainer selbst spielte die Pässe, die die Abwehrreihe mit Suchy und dem vorerst umfunktionierten Fabian Frei in der Innenverteidigung unter Druck setzen sollten.

Sauro bleibt nur der Platz auf der Bank

Der Eindruck kann gar nicht täuschen: Yakin will sofort auf den von Spartak Moskau ausgeliehenen Suchy setzen. Auch wenn der bis zum Lausanne-Spiel höchstens drei Mannschaftstrainings mit seinen neuen Kollegen absolviert hat.

Gaston Sauro wird wieder einmal bloss der Platz auf der Bank bleiben. Der Argentinier hatte das Training laut Yakin unter der Woche zweimal unterbrechen müssen, trainierte am Freitag aber voll mit. Trotzdem dürfte Sauro unter Yakin nicht viel Sonne sehen. Der 23-Jährige wurde vom Münchensteiner gewogen – und ganz offensichtlich für zu leicht befunden.

Yakin lässt ohne Flügel spielen, weil er keine in seinem Kader sieht

Suchy einzubauen, ist die eine Aufgabe, die sich Yakin stellt. Die andere ist er sofort angegangen, nachdem der Transfer von Mohamed Salah zum Chelsea FC fix war: Yakin hat das Spielsystem umgemodelt, um auf das Fehlen des Ägypters zu reagieren. «Einen Spieler wie ihn kann man nicht ersetzen», sagt Yakin. Also versucht er es erst gar nicht. In der Überzeugung, keinen vergleichbaren Flügelspieler im Team zu haben, lässt Yakin die Seiten gleich fast ganz frei und konzentriert mehr Spieler im Zentrum.

«Ohne Salah gab es auch keinen Anlass mehr, am vorherigen System festzuhalten», erklärt Yakin seine Abkehr von einem 4-1-4-1: «Ich lasse so spielen, wie es den Fähigkeiten jener Spieler entspricht, die ich im Kader habe.» Das neue System («ich sage, es ist ein 4-3-3») sieht in der Grundordnung ein wenig aus wie ein Tannenbaum. Und es erlaubt Yakin, den vom Publikum heiss ersehnten Fantasista Matias Delgado vermehrt spielen zu lassen, weil dessen defensive Mängel durch gleich drei Zentrumsspieler ausgeglichen werden können.

Wer übernimmt Delgados Kilometer?

«Die Position von Matias wird sehr interessant sein», meint Yakin, «er wird nach dem Abgang von Salah vermehrt spielen.» Das sind gute Nachrichten für jene Fans, die sich den filigranen Techniker schon in der Vorrunde häufiger auf dem Feld gewünscht hätten. Und es bedeutet wohl vermehrte Arbeit für die zentralen Mittelfeldspieler des FCB. Denn Yakin sagt auch: «Delgado spielt auf einer sehr laufintensiven Position. Aber seine Stärken sind die Standards, die letzten Pässe. Ich erwarte von ihm nicht, dass er Kilometer abspult.» Das müssen dann dafür wohl die Leute hinter ihm übernehmen.

Zu was das in Lausanne führen soll, steht aus Basler Sicht ausser Frage: Alles andere als drei Punkte beim Abstiegskandidaten aus der Waadt käme einem Fehlstart gleich. Und den kann sich der FCB eigentlich gar nicht leisten, so ausgeglichen, wie sich die Super League derzeit präsentiert.

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Am Samstag ist die Freigabe für Suchy eingetroffen – der neue Innenverteidiger ist somit spielberechtigt.

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