Vor dem Rückspiel gegen den FC Basel werden in Porto schon mal die Prämien berechnet

Mit Jackson Martinez fehlt dem FC Porto gegen den FC Basel ein Mann, der in dieser Saison bereits 26 Tore erzielt hat. Doch die Portugiesen schauen stolz auf ihre Defensivbilanz und zählen schon mal heimlich die Millionen, die da noch fliessen könnten.

epa04643807 FC Porto's Spanish forward Cristian Tello (L) celebrates after scoring the 1-0 lead during the Portuguese First League soccer match between FC Porto and Sporting Lisbon at Dragao stadium in Porto, Portugal, 01 March 2015. EPA/FERNANDO VELUDO (Bild: EPA/Fernando Veludo)

Mit Jackson Martinez fehlt dem FC Porto gegen den FC Basel ein Mann, der in dieser Saison bereits 26 Tore erzielt hat. Doch die Portugiesen schauen stolz auf ihre Defensivbilanz und zählen schon mal heimlich die Millionen, die da noch fliessen könnten.

Nein, in Porto verteilen sie nicht gleich das Fell des Basler Bären, bevor er erlegt ist. Aber so ein klein wenig durchrechnen darf man doch, wenn der FC Porto nach einem 1:1 auswärts den FC Basel zum Rückspiel im Achtelfinal der Champions League empfängt.

Und so stellt «O Jogo», die Sportzeitung aus Porto, die einst eigens als Gegengewicht zu den Lissabon-lastigen «A Bola» und «Record» gegründet wurde, schon einmal fest: Das könnte ein fettes Jahr werden für den FC Porto, was die in der Königsklasse erspielten Prämien betrifft. Besser gesagt: das beste seit dem Gewinn des Wettbewerbs 2004.

Die Abwehr steht

Voraussetzung ist allerdings, dass Porto die Basler ausschaltet. Ein 0:0 würde bereits reichen. Und auch wenn man sich in Porto im Grunde einig ist, dass diese Mannschaft eigentlich gar nicht anders kann, als ständig anzugreifen, so gibt doch der Blick auf die letzten Spiele dem Heimteam Gewissheit, dass die Abwehr steht.

Sieben Spiele ohne Niederlage hat Porto nun aneinandergereiht, mit einem Torverhältnis von 15:1. Das einzige Tor, es gelang dem Basler Derlis Gonzalez im Hinspiel. In der gesamten Champions-League-Kampagne hat Porto in sieben Partien bloss fünf Gegentreffer kassiert.

Es ist unter anderem diese defensive Stabilität, die in Porto etwas den Schock lindert, den die Verletzung von Jackson Martinez ausgelöst hat. Der Mann im Sturmzentrum, der in dieser Saison 26 Tore erzielt hat, wird gegen Basel mit einer Muskelverletzung ausfallen.

Der Mann der Stunde heisst Tello

Zuletzt allerdings war Martinez weniger als Torschütze (fünf Spiele ohne Treffer) aufgefallen, sondern mehr als Vorbereiter. Goleador vom Dienst ist derzeit Cristian Tello, der in den letzten beiden Partien vier Tore erzielt hat. Das letzte, beim 1:0-Sieg in Braga auf Vorlage von Vincent Aboubakar, der mit dem Assist ein erstes Mal angedeutet hat, dass er ein valabler Ersatz für den verletzten Martinez sein könnte. Der 23-jährige Kameruner wird auch gegen den FCB an Stelle von Martinez erwartet.

Sollte es mit der Qualifikation für den Viertelfinal der Champions League doch nicht klappen – womit in Porto niemand rechnet –, so könnte es finanziell trotzdem ein erfolgreiches Jahr werden für den FC Porto. Derzeit macht die Geschichte die Runde, Aussenverteidiger Danilo werde von Real Madrid umworben. Kolportierte Ablösesumme für den Brasilianer: 35 Millionen Euro.

_
Mehr zum FC Porto finden Sie in unserer achtteiligen Serie «Buchers Porto», die wir vor dem Hinspiel publiziert haben:

Konversation

  1. Mit dem Rücken zur Wand und von den Meisten schon abgeschrieben, das sind die beiden Zutaten für das Basler Erfolgsrezept.

    Danke Empfehlen (0 )

Nächster Artikel