3000 Jahre altes Scherbengericht in Riehen entdeckt

In Riehen hat die Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt eine bisher unbekannte Siedlung aus der Bronzezeit gefunden. 

Der Zweck der mit Keramikscherben gefüllten Grube ist noch unklar.

Kurzsichtiges Handeln hat im Stadtdorf Riehen offenbar Tradition. Man denke nur an die rituellen Steuersenkungen, mit denen die Gemeindefinanzen zerzaust werden.

Der Kahlschlag beschränkt sich aber nicht nur auf die Neuzeit. Am Haselrain wurde eine bronzezeitliche Siedlung entdeckt, die über 3000 Jahre alt ist. Die Fundstelle zeige anschaulich, «welche Auswirkungen menschliche Tätigkeiten auf die Umwelt» haben können, schreibt die Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt.

Weil der Wald um die Siedlung grossflächig gerodet wurde, erodierten die Lösshänge und bedeckten das Dorf im Laufe der Jahrhunderte mit einer zwei Meter dicken Lehmschicht. Unter dieser Schicht fanden die Archäologen Spuren von Holzhäusern, Steinwerkzeuge – und eine rätselhafte Grube, die mit Keramikscherben gefüllt ist.

Da liegt die Vermutung nahe, dass schon die Menschen der Bronzezeit im Umgang mit der Wahlurne so ihre Probleme hatten. (nü) 

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