Basel fährt mehr Velo – und im Gegensatz zur Agglo auch mehr Auto

Sechs Deutschschweizer Städte haben 2017 den zweiten Bericht «Städtevergleich Mobilität» erstellt. Basel zeichnet sich danach durch besonders umweltgerechte Mobilität aus.

Der Basler liebstes Verkehrsmittel ist das Velo. (Bild: Illustration: Hans-Jörg Walter)

Seit dem ersten Städtevergleich (2012) ist die Zahl der Einwohner und der Arbeitsplätze in Basel, Zürich, Bern, Winterthur, Luzern und St. Gallen stark gewachsen. Der damit einhergehende Mehrverkehr konnte laut Bericht «primär über den Öffentlichen Verkehr und Veloverkehr abgewickelt werden», wie das Amt für Mobiliät des Kantons Basel-Stadt mitteilt

Nur in St. Gallen hat die Zahl der Motorfahrzeuge zugenommen. Der Motorisierungsgrad hat sich in den Städten folgendermassen entwickelt: 

In Basel ist der Anteil von ÖV, Fuss- und Veloverkehr am Gesamtverkehr mit fast 90 Prozent aussergewöhnlich hoch. Nur rund 11 Prozent sind mit Auto oder Motorrad unterwegs. Allerdings ist der Anteil der mit dem Auto zurückgelegten Wege von 18 auf 22 Prozent gestiegen. 

Dass die «Verkehrsleistung im motorisierten Individualverkehr» dennoch nur um 1 Prozent zulegte, hat einen Grund, den viele in Basel wohl kaum glauben können: Auswärtige fahren seltener in die Stadt.

Konversation

  1. Hier ist leider alles durcheinander geraten: missinterpretiert, unbrauchbare Zahlen, etc. Erstens: in Basel Stadt sind halt auch noch Ausserkantonale unterwegs. Zweitens sagt weder der Motorisierungsgrad der Städter noch der Anteil der benutzten Verkehrsmittel etwas über das t a t s ä c h l i c h e Verkehrsaufkommen aus. Vielmehr ist relevant, wieviel Streckenmässig zurückgelegt wird. Das hätte Abb. 18 gezeigt: Velo 17%, Auto 22%. Wohlgemerkt, das sind Zahlen aus Umfragen! Gemäss tasächlich gezählten Fahrzeugen (siehe http://www.stadtplan.bs.ch/geoviewer) sieht es so aus: im Schnitt sind in Basel 4.4 mal mehr Autos als Velos unterwegs! Wenn man rausgeht und die Augen aufmacht, für jeden sichtbar. Wenn man dann schreibt: nur rund 11% sind mit dem Auto unterwegs… einfach nur noch peinlich.

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  2. Weniger immatrikulierte Autos und mehr zurückgelegte Strecken ? Ist den Verfassern bekannt, dass täglich auch viele Pendler mit aussrrkantonalen Kennzeichen unterwegs sind ? Wie wurden diese unglaubhaften Zahlen erfasst ?

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