Basels neue Abfallkübel laufen mit Solarstrom

Sie kosten dreimal so viel – schlucken aber auch viel mehr Müll: Basel testet neue Abfallkübel mit eingebauter Presse.

Effizienz vor Eleganz: ein Prototyp der neuen Basler Abfallkübel an der Mittleren Strasse.

Sie erinnern lose an Aktenvernichter aus dem Grossbüro – was auch keine so falsche Assoziation ist. Basel-Stadt testet seit ein paar Tagen neue Abfallkübel für den öffentlichen Raum. An drei Standorten stehen die eher unansehnlichen, dafür effizienten Müllschlucker der jüngsten Generation.

Herzstück der Neuerung ist eine eingebaute Müllpresse, welche den Abfall komprimiert, so dass der Kasten sechsmal mehr Müll schlucken kann als herkömmliche Mistkübel. Mit Energie versorgt wird die Presse über Solarzellen, die auf dem Deckel des Kübels angebracht sind. 

Die Testphase an der Mittleren Strasse, der Inselstrasse und im Teichgässlein dauert laut dem Tiefbauamt drei Monate. Geprüft werden Funktionalität und Akzeptanz der Bevölkerung. Stimmen die Resultate könnten die modernen Müllschlücker im gesamten Stadtgebiet zum Einsatz kommen. Ein Vorteil zeigt sich bereits jetzt: Hausmüll durch den engen Schlitz durchzudrücken, dürfte nur Fortgeschrittenen gelingen.

Ganz billig wäre eine flächendeckende Neuanschaffung allerdings nicht. Während ein klassischer Metallkübel 2000 Franken kostet, verlangt der Hersteller für sein Hightechmodell 6000 Franken. Die Testphase ist für die Stadtreinigung indes kostenlos.

Konversation

  1. Das heisst, man muss ihn viermal seltener leeren und heraus kommt dann so ein Kompaktklotz in Einheitsgrösse?
    Der einzige Nachteil ist, dass dort dann keine weggeworfenen Pfandflaschen mehr gesammelt werden können von den ärmeren Leuten.

    Danke Empfehlen (1 )

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