Basler Fussgängerstreifen in 3D: Da geht noch mehr!

Zwei Drittel des Basler Grossen Rates wollen Fussgängerstreifen in Basel-Stadt in die dritte Dimension befördern. Wir finden: Eine Idee mit grossem Ausbau-Potenzial.

Geht es um das Testen von revolutionären Ideen beim Strassenverkehr ist Basel-Stadt schweizweit Spitze. Nichts wird dem Zufall überlassen. Der erste automatisch versenkbare Poller machte nach viel Diskussionen und einem erfolgreichen Test den Weg frei für weitere Poller. Genauso erfolgreich fand die erste velofreundliche Ampel, die zum Rechtsabbiegen bei Rot animiert, bald ihre Nachahmer. 

Und seit Donnerstag will der Grosse Rat ein neues Experiment wagen, wie das «SRF Regionaljournal» berichtet. Einige Fussgängerstreifen sollen zu Testzwecken neu gemalt werden, so dass ein 3D-Effekt entsteht.

Bedenken gab es. Etwa, dass der Bund vorgibt, dass der Fussgängerstreifen in Basel gleich auszusehen hat wie in St. Gallen. LDP-Grossrat Michael Koechlin witzelte: 

«Wenn man diese künstlerisch absolut faszinierenden 3D-Fussgängerstreifen möchte, dann müssten wir das Bundesgesetz und die Bundesverordnung ändern. Da könnte man dann zum Beispiel reinschreiben: ‹Die Gestaltung der Fussgängerstreifen ist Aufgabe der kantonalen Kunstkreditkommissionen›.»

Wir finden: So ein Test kann nie schaden. Und falls es tatsächlich am Bundesgesetz scheitern sollte: Ein paar Inspirationen, was man zur höheren Sicherheit neben den Streifen auf die Strassen malen könnte. 

Schwebende Zebrastreifen sind erst der Anfang!

Sieht zwar unsicher aus, aber vor diesem Fussgängerstreifen bremst jeder Autofahrer.
Geht auch so: überflüssige Streifen werden gefressen.
Ein Schwimmbad auf der Strasse ist auch für Nichtschwimmer geeignet.
Auch im Lift sind 3D-Effekte toll. Man könnte solche Höhlen auch auf gefährliche Kreuzungen malen.
Zwar nicht 3D, aber dafür mit Werbeeffekt: Ein Fast-Food-Zebra.
Sogar Sponsoring ist denkbar: Frisch geputzt und schon bald wieder mit Dreckfüssen getreten.
Ebenfalls nicht 3D. Aber trotzdem lustig. Vielleicht eine Variante für den Zolli?

Konversation

  1. Die Basler Autolobby hat schon eine Warnmeldung an ihre Mitglieder verschickt. „Sollten Sie einen EssYuWee fahren, dann halten Sie vor dieser Auto-Schikane an. Schalten Sie in den kleinsten Gang und den 4×4-Modus ein“.

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  2. Könnte es sein, dass diese neuen Zebrastreifen die Autofahrr davon ablenken, wofür die da eigentlich auf der Strasse sind?
    Gut, „Nagelbrett, gemalt“ wird bei jedem Autofahrer erstmal eine Vollbremsung auslösen, Auffahrunfall inklusive.
    Wer hungrig in Richtung McDonalds fährt, könnte das Ding da glatt für Werbung halten und so vom querenden Fussgänger abgelenkt sein.

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  3. Sauglatt, wirklich sauglatt. Ein wirklich origineller und interessanter Beitrag, vom Redaktionsleiter… für eine Schülerzeitung. Aber auch für sonst wo, unter „Vermischtes“.

    Ein, in Zahlen 1. Einen ganzen Beitrag über den Generalstreik, recherchiert und fundiert, kompetent verfasst vom Korrektor, Herrn Stohler.
    Wie bitte will die Tageswoche Abonnenten generieren, wenn ihre Redaktion nur fähig ist, darauf zu warten, ob irgend ein SVPler irgendwo in irgend eine Ecke brünzlet oder die BAZ etwas fragwürdiges absondert.

    Es kann es doch nicht sein, dass fast alles was Fleisch am Knochen hat, vom Nebengleis oder gar von weiter kommt. (A.K. Hürlimann, etc.)

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    1. Sorry Herr Aschwanden. Was Sie als Anpflaumen wahrnehmen, würde ich als harsche Kritik bezeichnen. Das muss aber nicht zwingend negativ sein. Im Gegenteil, wenn Kritik von einer gewissen Erwartungshaltung ausgeht, ist diese nie so abwertend wie Sie sie offensichtlich aufgenommen haben. Auch wenn Ihre Reaktion für mich etwas Mimosenhaft ankommt, kann ich sie anderseits verstehen. Natürlich ist mir bewusst, dass sich die TW Redaktion, nein nicht nur Mühe gibt, sondern sich wirklich anstrengt, ein gutes Produkt zu liefern. Das dann solche un angeforderte Zwischenrufe, wie der meine, als nicht motivierend empfunden werden, ist auch mir bewusst.
      Ich als einzelne Pflaume kann nur meine Wahrnehmung wiedergeben, mehr nicht. Sie haben letztlich die Zahlen und Fakten. Auf mich macht es aber den Eindruck, dass der TW ein Umdenken gut täte. Nein nicht in der Grundhaltung, aber etwas mehr … ja eben Fleisch am Knochen.
      Übrigens, mit Ihren Einwand Georg Kreis betreffend, ich wusste tatsächlich nicht, dass Herr Kreis zum Redaktionsteam zählt, Ich sah ihn auf dem Nebengeleise oder sogar weiter. ;-))
      Mit freundlichem Gruss
      K. Willi

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  4. Da verdient sich ein Malerbetrieb eine goldene Nase. 3D Zebrastreifen – Baustelle – ausbessern – Baustelle … Vom optischen her sieht es aber toll aus. Gegenfrage – was meinen Ältere Mitbürger welche nicht mehr so aufnahmefähig und gut zu Fuss sind.

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