Baustelle Schänzlitunnel: Das Nadelöhr wird selbst fürs Velo zu eng

Autofahrer sollen während der Bauarbeiten am Schänzlitunnel unter anderem aufs Velo umsteigen, um den Verkehr im Birstal zu entlasten. Doch auch auf dem Sattel kommt ihnen eine lästige Baustelle in die Quere. 

Velofahrer können bis Ende 2018 viele der vorgesehenen Entlastungs-Routen gar nicht nutzen.

Der Schänzlitunnel auf der A18 ist quasi das Nadelöhr für Birstaler Pendler. Sprich, wenn da gebaut wird, kriegt der Verkehr Verdauungsprobleme. Und weil das so ist, hat der Bund Massnahmen ergriffen, um Staus während des Schänzlitunnelbaus zu reduzieren. Unter anderem setzt er auf bestehende Radrouten und darauf, dass Autopendler auch auf E-Bikes umsteigen, die sie subventioniert für 915 Franken im Jahr mieten können.

Da kommt es nun ziemlich ungelegen, dass die Wasserwerke Reinach und Umgebung angefangen haben, ihre «Transit-Wasserleitung Birstal» zu bauen, wie die «Basler Zeitung» berichtet. Dadurch fallen nämlich bis Ende 2018 etliche Radrouten weg, die für den Entlastungsverkehr vorgesehen waren. Und die neu vorgesehenen Umwege sind laut Bericht entweder unsäglich weit für Velölerinnen oder aber halsbrecherisch gefährlich für schnelle E-Biker.

Alles in allem null Umsteigeeffekt, sagen deshalb Kritiker zur Baustellenplanung. Geht aber nicht anders, halten die Wasserwerke Reinach dagegen. Man habe für Wasserleitung jahrelang verhandelt und könne jetzt, da die Baubewilligung endlich vorliege, nicht weitere sechs Jahre warten, bis der Tunnel fertig sei.

«Basler Zeitung»: Baustellen gegen Velofahrer

Konversation

  1. So kommts eben raus, wenn eine Juristin dem Baudepartement vorsteht, während ein promovierter Raumplaner mit ETH-Abschluss sein Dasein im Polizeidepartement vertrödeln muss. Und dies einzig damit der bürgerlichen Baufilz keine Angst um seine Pfründe haben muss. Aber was erwartet man in einer Bananenrepublik anderes.

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  2. Ja, mann wusste schon lang, dass dem strahlenförimig angeordeten Strassensystem Querverbindungen fehlen. Gott hat es so gewollt. Nun stehen 7 Jahre Verkehrschaos bevor, eine biblische Zahl. Dass eine Wasserleitung jetzt gebaut werden muss, weil die Bewilligung ja da ist, ist sicher auch Gottes Wille. Es ist niemand da, der da halt sagen könnte, Niemand. Schon tragisch, aber trifft ja nur ein paar bescheuerte Velöler…

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  3. Hätte die SBB nicht auch noch eine Brücke dringendst zu sanieren, zum Beispiel, um sie Container-tauglich zu machen, zum Beispiel die Brücke über die Birs? Das brächte doch sicher auch ein halbes Jahr.

    … Und der schon lange geplante Einbau von Grünflächen in die Schwarzwaldbrücke, damit deren ölologischer Fussabdruck sich wesentlich verkleinert? Jagut, dazu muss sie dann halt zwei Jahre gesperrt werden.

    Irgendwie kriegen wir die Stadt platt, egal wie!!!

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