Das «Basel Tattoo» war auch schon mal beliebter

70’000 Menschen wollten sich das Militärfestival dieses Jahr ansehen. 10’000 Plätze blieben leer – Schuld sei der Regen gewesen.

In den vergangenen Jahren wollten immer weniger die Militärformationen am «Basel Tattoo» sehen. (Bild: Keystone | Montage: Hans-Jörg Walter)

In der Medienmitteilung zeigt sich Tattoo-Produzent Erik Julliard «sehr zufrieden» mit dem diesjährigen Festival. Beim «SRF Regionaljournal» klingt es anders: «Natürlich kann ich als Veranstalter nicht sagen, dass ich zufrieden bin.»

Der Grund: 10’000 Plätze blieben unverkauft – und das obwohl man als Reaktion auf die sinkenden Zahlen in den vergangenen zwei Jahren die Plätze bereits drastisch reduziert hatte.

Schuld ist für Julliard das Wetter, das dieses Jahr mehrere Tattoo-Abende verregnete. Anpassungen gibt es deshalb aber nicht bei der Ticketzahl, sondern beim Vorstellungsbeginn unter der Woche: Dieser ist für das nächste Jahr auf 21.00 statt 21.30 Uhr angesetzt.

Lesen und hören beim SRF: Basel Tattoo zieht auch 2017 weniger Zuschauer an

Konversation

  1. Die Darbietungen am Tattoo sind natürlich teils wirklich Spitzenklasse, bloss ist es auch in etwa jedes Jahr dasselbe und irgendwann nach 2-3 mal hat man es gesehen. Ich kenne viele die waren früher an der Coop Vorpremiere am Tattoo und gehen jetzt nicht mehr. Und auch für die Auswärtigen die 1-2 Stunden anreisen wird es wohl irgendwann mal genug sein. Vielleicht wäre es eine Überlegung wert den Event alle 2 Jahre durchzuführen oder den Veranstaltungsort zu rotieren – Basel, Bern, Zürich …

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  2. Ist der Sättigunggrad erreicht? Es ist nicht nötig, Vergleiche mit Edinburgh zu ziehen. Es braucht auch nicht das „schlechte Wetter“ heran gezogen zu werden. Aber möglicherweise ist das hier mögliche Einzugsgebiet nun endgültig abgegrast…

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  3. Tja, ist es nicht vorstellbar, dass sich immer weniger Leute dafür begeistern können, Musik zu hören, die zum Zweck hat, zu gewinnen, i.e. Menschen umzubringen, die zufälligerweise an der anderen Seite des politischen Konfliktes stehen? Kriegsmusik, das heißt ja Tattoo, ist so abstrus, dass damit auch wieder klar wird, was wir sind, Säugetiere, die dauernd andere Säugetiere ausrotten, um was zu erreichen? 70-80 Jahre Ruhe, um dann doch auch zu sterben?

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    1. Solch einen Scheiss kann nur jemand schreiben, der nie am Basel Tattoo war.

      Musik, die Töten zum Zweck hat…was für ein Bullshit!

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    2. @Georg II: Tattoo betrifft Militärmusik und was hat es im Militär? Waffen, die möglichst effektiv töten. Was Stierenscheisse mit dieser ernsten Sache zu tun hat, müssen jetzt Sie wieder schreiben..

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    3. Ja und die Tänzerinnen sind nachtürlich auch Kriegsgurgeln oder Herr Westdijk? Sie müssten dann auch gegen den Vogel Gryff sein – der entsammt auch einer Musterung! Und sie müssen natürlich auch gegen Dressurreiten sein!! Wer von einem Trompetenklang den direkten Bezug zum Töten findet muss echt einen an der Waffel und ein Problem haben. „Musik die zum Zweck hat Menschen umzubringen“ – einfach nur krank. Und Sie müssen gegen die Schweiz sein, denn die hat einen ganz konkreten militärischen Ursprung als Militärbüdniss!

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    4. @Anna Arslan: Ja Frau Arslan, Sie haben soweit recht, dass man sich durchaus überlegen muss, woher gewisse Traditionen stammen. Dass Sie meine Überlegungen als „krank“ betrachten, stimmt mich wieder nachdenklich: Ist das Ihre Art, mit Andersdenkenkenden umzugehen, sie als krank zu stempeln und sie vielleicht mit einem Mittel der Novartis oder der Roche zu behandeln? Sie machen mir Angst..

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  4. Es braucht keine Schöttlis mit Röckli.
    Wann begreift Julliard, dass wir nicht Edinburgh sind,
    wo es übrigens Regnet.
    Der Regen ist was für den Fährimaa..
    «Verzell du das em Fährimaa» –

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