Die Michelin-Tester entdecken in Basel nichts Neues

15 neue Sterne-Restaurants weist der Gastroführer Guide Michelin für die Schweiz auf, aber in der Region Basel haben die Tester offenbar keine neue Adresse gefunden, die als lobenswert empfunden wurde. Dafür haben zwei Häuser ihren Stern verloren.

Die Bibel für den Gourmet: Der Guide Michelin. (Bild: Guide Michelin)

Die besten Adressen in Basel und im Baselbiet behalten ihren Status bei, über dem «Cheval Blanc by Peter Knogl» im Hotel Les Trois Rois strahlen weiter drei Sterne, was in der Schweiz nur noch zwei weiteren Küchen zuteil wird. Ausserdem hat Tanja Grandits im Stucki ihre zwei Sterne behauptet.

Nicht mehr zu den insgesamt 118 Häusern in der Schweiz, deren kulinarische Leistung mit einem Stern oder mehr dekoriert sind, gehören die «Sonne» in Bottmingen und das «Matisse» an der  Burgfelderstrasse in Basel. In Bottmingen hat Philippe Bamas nach zehn Jahren am 30. Juni die Flamme unter dem Herd gelöscht, weil er sich nach einer Auszeit anderen kulinarischen Plänen widmen will. Im «Matisse», einer etwas versteckten Feinschmeckeradresse am Luzernerring, kam es zur Trennung von Sternekoch Erik Schröter und das Angebot wurde zurückbuchstabiert. 

Die Liste der Sterne-Restaurants in der Schweiz 

Ganz zurückgeworfen wird die Region dadurch allerdings nicht: Mit dem «Les Quatre Saisons» und dem «Bel Etage» im Hotel Teufelhof bleiben zwei Ein-Stern-Küchen in der Stadt, dazu kommt in Oberwil der «Schlüssel», in Bubendorf die bewährten Adressen «Le Murenberg» und die «Osteria Tre» sowie unmittelbar am Kantonsrand von Solothurn das Restaurant «Martin» und das Wirtshaus «Zur Säge» in Flüh. Diese Adressen tragen dazu bei, dass die Schweiz europaweit die höchste Sterne-Dichte behält.

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis geizt die Region – oder der Guide

Der «Bib Gourmand», mit dem der Guide Michelin ein «besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis» markiert und darunter in der Schweiz ein Drei-Gang-Menü für maximal 70 Franken versteht, ist in Basel und Umgebung auch eher dünn gesät: Das «Au Violon» und das «Oliv» tragen diese Empfehlung in der Stadt sowie das Restaurant «Basilikum» in Bottmingen. Das zur «Sonne» in Bottmingen gehörende Bistro wurde aus nachvollziehbaren Gründen in dieser Liste ebenso gestrichen wie das «Puro» im Landgasthof Talhaus in Bubendorf.

Neu werden in der am 13. Oktober erscheinenden 2018er-Ausgabe des Restaurant- und Hotelführers die nicht höher dekorierten Häuser mit einem Symbol für «eine Küche von guter Qualität» gekennzeichnet.

Was es sonst noch zur kulinarischen Schweiz zu sagen gibt: Der SDA-Beitrag zum neuen Guide Michelin

Konversation

  1. «Nichts Neues» ist natürlich keine Neuigkeit.

    Aber mich als passionierten Vielfrass freut, dass wenigstens der «Bib» in der Regio nicht nachgelassen hat.

    Schliesslich war ich neulich in der «Bröötli-Baar»: Muss sagen, für den Preis wurde mir einiges geboten.

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