Drohungen gegen Basler Islam-Podium

In einer Diskussionsrunde in der Elisabethenkirche sollen alle Stimmen des Islam vertreten sein. Wegen «ernst zu nehmenden Drohungen» wird es jetzt strenge Einlasskontrollen geben.

Drohungen überschatten die geplante Islam-Diskussion in der Elisabethenkirche. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Die Strömungen des Islam an einen Tisch bringen, gemeinsam über die Zukunft der Religion diskutieren: Dieses Ziel verfolgt die Veranstaltung «Islam. Zukunft. Schweiz», die am 14. November in der Elisabethenkirche stattfinden soll.

Soll. Denn wenn es nach der Basler Polizei geht, müsste die Veranstaltung abgesagt werden, wie die «bz Basel» schreibt. Es seien mehrere Drohungen bei der Kantonspolizei eingegangen, die diese auch ernst nehme. Sie befürchtet, die Anhänger der Podiumsteilnehmer könnten bewaffnet am Anlass erscheinen.

Einknicken möchten Pfarrer Frank Lorenz und die restlichen Veranstalter aber nicht. Bei einem gemeinsamen Gespräch entschieden sie sich, den Anlass wie geplant durchzuführen. Allerdings werde es Einlasskontrollen geben.

«bz Basel»:  Trotz Drohungen: Islam-Podium wird durchgeführt

Konversation

  1. Basel, eine weltoffene Kulturstadt, darf sich nicht kulturlosen Hinterwäldlern beugen.
    Der Souverän bestimmt die Regeln, und nicht Personen, die sich jeglicher Hinterfragung verschliessen. Der Islam gehört, wenn nicht reformiert, so doch den Zeiten und Gepflogenheiten angepasst und vor allem dem Gesetz der jeweiligen Länder unterworfen, so wie alles, was unser Zusammenleben regelt. Diese Leute kommen in unsere Länder um mit uns zu leben und zu arbeiten. Eine Minderheit davon will uns aber ihre mittelalterlichen Überzeugungen und ihre Vorstellung von „Freiheit“ aufzwingen. Das dürfen wir nicht zulassen!
    Freiheit und freie Meinungsäusserung sind der modernen, aufgeklärten Gesellschaft wertvollstes Gut! Wer damit nicht klar kommt, sollte sich anpassen oder halt gehen. Es scheint mir, als wüssten gewisse Gruppen hier nicht, was Freiheit bedeutet. Oder aber sie nützen sie eben aus – gegen uns.
    Sollte während der Podiumsdiskussion etwas passieren, so würde das einzig aufzeigen, dass der Islam noch nicht reif ist für die Schweiz. Und nicht umgekehrt.
    In diesem Sinne freuen wir uns auf einen offenen Diskurs und einen regen Austausch.

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