Einheimische bleiben fern, dafür besuchen immer mehr Auswärtige die Herbstmesse

Mit rund einer Million Besuchern ist die Basler Herbstmesse die grösste Kilbi-Veranstaltung der Schweiz. Und eine, die immer mehr Menschen von ausserhalb anzieht.

Zwei von einer Million Herbstmessebesuchern. Die beiden scheinen ganz zufrieden zu sein.

Die Superlative sind jedes Jahr diesselben. Und so erfuhr man bei der diesjähigen Medienkonferenz zur Herbstmesse, was man schon wusste oder so oder ähnlich zumindest erwarten konnte.

Die Basler Herbstmesse ist mit Gründungsjahr 1471 die älteste und mit 509 Bahnen, Verpflegungs- und Verkaufsständen (ausgewählt aus über 1000 Bewerbungen) die grösse Vergnügungsveranstaltung der Schweiz. Sabine Horvath, Leiterin Standortmarketing, liess sich an der Medienkonferenz sogar auf die Aussage hinaus, dass die Basler Herbstmesse auch international die grösste entsprechende Veranstaltung im Innenstadtbereich sei.

Sei es drum: Beliebt ist sie allemal. Auf rund eine Million Besucher wird der Ansturm auf die 14-tägige Messe geschätzt. Geschätzt darum, weil es zwar eine Besucherbefragung gab, doch mit der wollten die Verantwortlichen nur eruieren, woher die Besucher stammen, wie oft sie kommen und wo sie wie viel Geld ausgeben. Befragt wurden 495 Besucher an sechs Standorten. Die wichtigsten Zahlen von 2017 und 2014 im Vergleich:

80 Stutz pro Besuch

  • Die Zahl von einer Million Besuchern bleibt mehr oder weniger konstant. Letztes Jahr ist diese Zahl wegen des durchzogenen Wetters nicht angewachsen.
  • 70 Prozent der Besucher begeben sich mehr als einmal auf die sieben Plätze. Im Durchschnitt sind es 2,7 Besuche (2014: 2,6).
  • 32 Prozent der Besucher aus dem Jahr 2017 wohnen in Basel-Stadt, 35 Prozent in Baselland (2014 war der Anteil der Baselstädter mit 42 Prozent deutlich höher und derjenige aus Baselland mit 33 Prozent etwas kleiner).
  • Deutlich zugenommen hat der Anteil der Besucher, die nicht aus der Region stammen. Nämlich von 14 Prozent im Jahr 2014 auf 22 Prozent im Jahr 2017. Horvath führt das unter anderem auf verstärkte Werbemassnahmen in der Restschweiz und im umliegenden Ausland zurück.
  • Die meisten auswärtigen Besucher, nämlich 78 Prozent, sind Tagestouristen. 22 Prozent legen demnach Geld für eine Übernachtung mit drauf.
  • Ein Grossteil von 89 Prozent der Besucher gab 2017 an, erneut an die Herbstmesse kommen zu wollen. 9 Prozent wussten es noch nicht und 2 Prozent hatten nach einem Besuch genug.
  • Die durchschnittlichen Ausgaben beim Messebesuch betrugen 2017 pro Person oder Familie 80.50 Franken.  2014 waren es noch 74.50 Franken. Rechnet man dies auf die durchschnittliche Anzahl der Besuche hoch, dann ergibt sich die stattliche Ausgabesumme von 217 Franken pro Person oder Familie.
  • Am meisten Geld (71.50 Franken) wird an den Verkaufsständen auf dem Petersplatz liegengelassen. Gefolgt von 47.80 Franken für Bahnen und Spezialangeboten und 41.50 Franken für Verpflegung.

Unfallbahnen nicht mehr präsent

    Was die Herbstmesse inhaltlich Neues zu bieten hat, darüber haben wir hier bereits berichtet. Nur eines noch: Die beiden Bahnen, die am ersten Messetag 2017 Unfälle zu verzeichnen hatten, sind nicht mehr mit dabei. Das hat aber laut Daniel Arni, dem Leiter Fachstelle Messen und Märkte, nichts mit diesen Ereignissen zu tun, sondern sei die Folge einer länger geplanten Fluktuation beim Bahnangebot.
    https://tageswoche.ch/stadtleben/frittierter-hefeteig-gefrorene-kuegeli-und-krasse-bahnen-das-wird-neu-an-der-herbstmesse/

Konversation

  1. Einheimische fahren nach Rust.
    Zudem können sie sich d Mäss so wie sie ist
    mit Kindern nicht mehr Leisten.
    Was bleibt sind Auswärtige und Zugewanderte
    Adie Basel , Adie mäss

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  2. Plus dann noch ein satter Betrag fürs Parking und öV oder die SBB, also locker nochmals je nach Herkunft 40-200 CHF pro Familie. Da liegt ja dann schon eine 70 minütige Weiterfahrt drin nach Rust. Aufpassen liebe Herbstmesse, dass es Euch nicht gleich ergeht wie der Basel World. Denn alles hat mal ein Ende wenn die Preise laufend nach oben angepasst werden!

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    1. lieber Peter Meier n i c h t bei den Schaustellern meckern. Haben Sie sich mal schlau gemacht was die MESSE BASEL an Platzgebühren verlangt und die IB an Strom, wohlgemerkt alles Vorauszahlungen. ich kenne viele Schausteller die eben deshalb lieber der Messe fernbleiben Kommt dazu -je nach Fahrgeschäft- ein allfälliges schlechtes Wetter dann können manche Bahnen so gut wie nicht fahren, denn wer will schon tropfnass aus einem Fahrgeschäft aussteigen gälll…alles het zwai Syte

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    2. Ich erinnere mich noch gut an ein Interview einer Standbesitzerin vor ein paar Jahren, es ging um den gesunkenen Umsatz in den Messehallen. Dabei hat sie sich verplappert und gemeint, sie müsste ja in diesen 2 Wochen das Geld für ein halbes Jahr verdienen… Also scheinen die Margen nicht sooo schlecht zu sein…

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