Abgesagter Basel Marathon: Es fehlt das Geld aus dem Swisslos-Fonds

Die neunte Ausgabe des beliebten Stadtmarathons findet dieses Jahr nicht statt. Ob es nächstes Jahr weiter geht, ist noch offen. 

Für rund 3500 Läuferinnen und Läufer gibt es diesen Herbst erstmals seit neun Jahren keinen Basel Marathon.

Diesen Herbst findet der beliebte Basel Marathon nicht statt. Der Titelsponsor IWB habe den Vertrag mit der Sportveranstalterin IMG aufgelöst, hiess es am Montag in einer Medienmitteilung. Aus wirtschaftlichen Gründen.

Was dies genau bedeutet, teilen die Unternehmen auf Nachfrage mit: Bisher sei der Basel Marathon durch den Sportfonds von Swisslos unterstützt worden. Für 2018 wurde der Antrag erstmals abgelehnt. «Das hat gravierende Auswirkungen», sagt Projektleiterin Jasmin Simoneit von IMG. Denn Veranstaltungen, die durch Swisslos mitfinanziert werden, sind gleichzeitig von den städtischen Gebühren befreit. Mit der Absage von Swisslos sei klar gewesen, dass der Marathon nicht stattfinden könne, sagt Simoneit.

Ob es den Basel Marathon künftig wieder geben wird, bleibt bis auf Weiteres unklar. Der Basler Energieversorger IWB war seit 2013 Titelsponsor des Laufs. «Über eine zukünftige Beteiligung kann heute nur spekuliert werden», sagt Kommunikationsleiter Lars Knuchel.

Für dieses Jahr fällt der Lauf auf jeden Fall ins Wasser. Bis zu 3500 Läuferinnen und Läufer sind in den vergangenen Jahren jeweils an den Start gegangen. Für die heisst es nun: Warten bis Ende November, wenn am Basler Stadtlauf wieder der Startschuss fällt.

Konversation

  1. Ob man da eine Bierbraurei als Sponsor gewinnen könnte?
    Der „Harassenlauf“ lief ja stets vorzüglich.

    Wenn man dann den Marathon auch noch über deutsches Gebiet führen kann, liesse sich da vielleicht sogar eine deutsche Brauerei gewinnen, wenn keine hiesige Brauerei sich dafür mehr interessiert.

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  2. Super, statt in den Breitensport werden Millionen in gewinnstrebende Nobelanlässe wie den CSI gebuttert. Es ist wirklich Zeit, dass Basel-Stadt sich ein Sport-Konzept gibt, das die Interessen seiner Bevölkerung widerspiegelt, statt jenes einer kleinen Elite.

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