Mehr Ufer für Wasserratten, Fische und weiteres Getier

Der Kanton will die Rheinufer zwischen Schwarzwald- und Wettsteinbrücke attraktiver gestalten. Die Arbeiten sollen Mensch und Natur zugutekommen, im Juli beginnen und bis 2019 dauern.

Rund zwei bis vier Meter Strand sollen dem Rhein abgerungen werden.

Ab Mitte Jahr werden die Schweizerischen Rheinhäfen die Schifffahrtsrinne zwischen Schwarzwald- und Wettsteinbrücke korrigieren. Der ausgebaggerte Kies wird aber nicht abtransportiert, sondern zur Aufwertung der Ufer im selben Flussabschnitt verwendet. Rund 25’000 Kubikmeter werden zur Verfügung stehen, schreibt das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) in einer Mitteilung.

Das Tiefbauamt schafft demnach einen «breiten Kiesstrand zum Baden» beim Schaffhauserrheinweg und unterhalb der Solitude-Promenade «Lebensräume für Fische und kleinere Wasserlebewesen». Auch die bei Schwimmern beliebte Einstiegstelle beim Museum Tinguely soll einen grösseren Kiesstrand erhalten. Auf der Grossbasler Seite sind «kleinere Aufschüttungen vorgesehen». Steinhügel unter der Wasseroberfläche sollen verhindern, dass die neuen Strände davongeschwemmt werden.

Der Beginn der Arbeiten sei wie auch deren Dauer von den Pegelständen abhängig, schreibt das BVD weiter. Das Tiefbauamt rechne aber damit, dass bis im Frühjahr 2019 alles fertig werde. Da ein Teil der Arbeiten als Hochwasserschutz-Massnahmen gelten, übernimmt der Bund 35 Prozent der Kosten von rund zwei Millionen Franken.

Konversation

  1. An diesem Ort gab es doch bereits mehrere Projekte mit Strand/Aufschüttungen bis hin zu Rutschbahnen. Ich finde die Idee toll und unterstützenderer, aber man sollte sich Gedanken machen zu den Emissionen die dabei entstehen, tagsüber OK aber abends/nachts so einige Dutzend feiernde Menschen können da recht ärgerlich sein für die Anwohner. Bestünde nicht die Möglichkeit Richtung Rheinhafen irgendwo einen Beach zu machen mit Kaffee‘s/Restaurants und Feuerstellen/WC‘s. Da wo es vis-a-vis Industrie hat dürfte sich niemand gestört fühlen.

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  2. Das Basler Tiefbauamt legt ein „Projekt“ für einen schönen Badestrand am Schaffhauserrheinweg vor. Im Projekt steht jedoch nichts über die Auswirkungen dieses Vorhabens. Diese sind noch nicht bedacht worden. Für einen Badestrand braucht es mehr als ein paar Kiesschüttungen. Es braucht vielmehr ein Konzept für den Betrieb dieses Strands. Gibt es weitere Toiletten, Möglichkeiten, sich umzuziehen und andere Einrichtungen? Zentrale Fragen des zusätzlichen Verkehrsaufkommens und weiterer Veloabstellplätze wurden bisher nicht bedacht. Welche Regeln gelten für Schwimmende, Musikanten, Naturisten, Hundebesitzer, Sportgeräte etc.? Wer ist für die Sicherheit der Schwimmer und Nichtschwimmer, für die Abfallentsorgung und die Einhaltung einer „Strandbadordnung“ zuständig? Dank dem Gratis-Kies sind die Investitionskosten niedrig und der Bund übernimmt offenbar einen Teil der Kosten. Aber wie hoch sind die jährlichen Betriebskosten für die Allgemeinheit? Die Erfahrungen am Unteren Rheinweg zeigen, dass wir uns auf den schönen Badestrand nur freuen können, wenn diese Fragen vorher befriedigend beantwortet sind.

    Verein Rheinpromenade Kleinbasel, André Stohler, Präsident

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  3. Ich finde, dass das eine gute und sinnvolle Aufbesserung ist, und ich hoffe, die Massnahmen werde hochwasser fest viele Jahre überdauern!

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  4. Ein bisschen Kies hier und ein bisschen Kies da für sehr viel Kies. Mir ist das zu wenig. Wann wird endlich mal das ungepflegte und ungenutzte Bord bearbeitet? Die Schräge könnte man z.Bsp. mit Beton-Holzbänken- und Tischen, die auch einem Hochwasser widerstehen, aufbrechen. Oder das Bord verkunsten mit einem farbigen Bezug von Pipilotti Rist, welches dann zum Verweilen einlädt etc.etc. Nein, echt jetzt, „schön“ und modern ist die Gestaltung des Rhein-Ufers erst ab unterhalb der Mittleren Brücke.

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    1. Hoffentlich nie. Die wild bewachsene und immer wieder blühende Böschung beim Schaffhauser Rheinweg ist eine wohltuende Oase neben den «schönen» und «modernen» sterilen Betontreppen beim Oberen/Unteren Rheinweg.

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    2. Das dürfte wohl keine gute Idee sein: Wenn da bei Hochwasser ein ordentlcher Baumstamm angeschwommen kommt, rammt er jeden Metallpfahl aus seiner Verankerung und reisst damit dann das Bord auf. So ein ordentlicher Wassersog sorgt dann hinterher dafür, dass da ein ordentliche Kuhle entsteht, der Rest unterspühlt wird und die darüber liegende Strasse nicht mehr befahrbar ist. Die Parkenden Autos könnten dann sogar schwimmen lernen dürfen.
      Der Basler Rhein ist immer noch der grösste Abfluss aus der Schweiz.

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