Neuer Ärger mit dem Vorzeige-Neubau der Universität

Wegen Baupfusch kann das neue Biozentrum frühestens im Herbst 2019 eröffnet werden – und es wird wesentlich teurer als geplant.

Gewisse Arbeiten im neuen Biozentrum sind eindeutig weniger glanzvoll als die Fassade.

In einem vertraulichen Bericht tauchen neue Probleme mit dem Bau des neuen Biozentrums auf. Der Bericht stammt aus der Feder der beiden Trägerkantone der Universität Basel. Demnach musste Ende 2017 die Brandschutzfirma ausgetauscht werden, wie das «Regionaljournal Basel» berichtet. Grund: mangelhafte Arbeit und unqualifiziertes Personal.

Bereits bekannt waren Probleme mit einer 2016 konkursgegangenen Elektrofirma sowie folgenschwere Fehler bei den Sanitärarbeiten, die ein halbes Jahr Bauverzögerung und Mehrkosten von vier Millionen Franken verursachen. Nach aktuellstem Stand wird das 330-Millionen-Franken-Projekt frühestens im Herbst 2019 eröffnet, mehr als zweieinhalb Jahre später, als ursprünglich einmal geplant. Und es drohen Mehrkosten von 20 Millionen Franken – oder laut «bz Basel» sogar bis zu 30 Millionen.

Die Regierung kritisiert den Generalplaner scharf. Dieser habe die «Komplexität der Aufgabe» unterschätzt und auf all die Probleme nicht «adäquat reagieren können». Die Uni dagegen beklagt das gewählte Modell für das Baumanagement. Sie kann als Eigentümerin und Nutzerin bei den laufenden Arbeiten nicht mitreden. Das dürfen nur die Bauherren, also die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft.

«Regionaljournal Basel»: Pleiten, Pfusch und Pannen beim Bau des neuen Biozentrums
«bz Basel»: Zu spät und um Millionen teurer: Die Baustelle Biozentrum sorgt für viel Frust

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