Neugeborenes im Bethesda-Babyfenster abgegeben

Am Donnerstagnachmittag wurde ein Säugling beim Babyfenster des Bethesda Spitals abgegeben. Nun suchen die Behörden nach der Mutter.

Das erste Babyfenster der Region Basel beim Bethesda Spital: Am 21. September 2017 wurde hier ein Baby abgegeben (Symbolbild) (Bild: Robert Hausmann)

Am Babyfenster des Bethesda Spitals – dem ersten in der Region – wurde am 21. September 2017 um 13.53 Uhr ein Neugeborenes abgegeben, wie das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU) meldet. «Der kleine Junge ist den Umständen entsprechend wohlauf. Er bleibt vorläufig für weitere medizinische Abklärungen in Spitalpflege», heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Mutter wird aufgerufen, sich bei der Kesb Basel-Stadt (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde) zu melden, «damit in Zusammenarbeit mit Fachpersonen die beste Lösung für das Kind gefunden werden kann».

Die Kesb werde für das Kind eine gesetzliche Vertretung errichten «sowie für die Unterbringung besorgt sein». Selbstverständlich würden die Privatsphären des Kindes sowie der Mutter «streng geschützt», heisst es weiter.

Konversation

  1. Ist es nicht der Sinn des Babyfensters, dass ein Baby anonym abgegeben werden kann?
    Wieso denn jetzt die Suche nach der Mutter, die diesen Entscheid sicher nicht unüberlegt getroffen hat?
    Will man sie an den Pranger stellen, mit Steinen bewerfen und sie als Rabenmutter bezeichnen?
    Sie will das Beste für ihr Kind, was sie offensichtlich nicht bieten kann.
    Hut ab vor dieser Frau.
    Ganz bestimmt hat es ihr das Herz gebrochen.

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  2. Wie wäre es, wenn die Behörden das Kind einfach nehmen würden?
    Keine Mutter gibt leichtfertig ihr Neugeborenes weg, dahinter steckt also stets eine Notlage, oft eine, wo andere darüber nichts wissen dürfen, weil man sonst vielleicht als „Hure“ o.ä. abgestempelt wird. Das kann ganz böse sein, weil die Frau damit aus der Familie ausgestossen wird.
    Man kann ja zeigen, dass man das Kind gut versorgen will und ihm einen guten Platz zuhalten.

    Vielleicht wird es ja später Bundesrat, wer weiss?

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