Rosentalstrasse soll zum attraktiven Eingangstor werden

Die Rosentalstrasse wird saniert. Gleichzeitig soll sie zu einer einladenden Verbindung zwischen Badischem Bahnhof und Messe werden.

Die Bauarbeiten beginnen am 2. Juli – mit Leitungsbau und ersten Gleis- sowie Strassenbauarbeiten – und dauern bis Juni 2019.

Tramgleise, unterirdische Leitungen und Strassenbeläge in der Rosentalstrasse und rund um den Badischen Bahnhof haben ihr Lebensende erreicht. Nun müssen Tiefbauamt, BVB und IWB sanieren. Dabei will das Bau- und Verkehrsdepartement laut Medienmitteilung auch gleich ein «Eingangstor zur Stadt» schaffen – beziehungsweise eine einladende Verbindung zwischen Badischem Bahnhof und Messe. 

Einen Projektentwurf gibt es bereits: Damit Fussgänger mehr Raum bekommen, sollen auf beiden Seiten der Rosentalstrasse über sechs Meter breite, niedrige Trottoirs entstehen – doppelt so breit wie heute. Zudem werden 20 neue Bäume gepflanzt, die für ein angenehmes Stadtklima sorgen sollen, und darunter vereinzelt Sitzbänke aufgestellt. Die Parkplätze sollen sich künftig auf dem Trottoir zwischen den Bäumen befinden.

Sicherer werden soll die Überquerung der Rosentalstrasse bei der Schwarzwaldallee: Ein Fussgängerstreifen mit Mittelinsel und Ampel soll künftig ein gefahrloses Überqueren der Strasse ermöglichen. An den Haltestellen in der Rosentalstrasse und am Badischen Bahnhof sollen dank hohen Trottoirrändern Fahrgäste stufenlos ins Tram und in den Bus einsteigen können.

Die Bauarbeiten beginnen am 2. Juli mit Leitungsbau und ersten Gleis- sowie Strassenbauarbeiten und dauern bis Juni 2019. Vom 10. September bis 21. Oktober 2018 werde ein Tramersatz mit Bussen auf den Tramlinien 2 und 6 zwischen Messeplatz und Eglisee verkehren. 

Konversation

  1. Viele neue Bäume sind gut – immer!!! Aber auf der Visualisierung (zvg) sieht es sonst nicht viel attraktiver aus als heute. Die Häuserfassaden müssten einheitlich gestrichen werden (Vorgabe und Beitrag durch die Stadt). Auch könnte Pipilotti Rist nochmals einen City Lounge-Belag à la St. Gallen gestalten. Rot wäre schön.

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  2. Die Umgestaltung der Rosentalstrasse in einen Boulevard ist nichts anderes als die logische Forsetzung des geplanten Boulevards an der Clarastrasse. Heute ist die Rosentalstrasse zum gähnen langweilig. An der Clarastrasse gibt es noch zu viele Relikte der Vergangenheit (Cenci, vorgestriges Fachgeschäft das den Kunden nicht mehr im Visier hat, ein Polizeiposten mit abweisender Fassade, und viele andere Ramschläden. Ich gehe davon aus, dass dies in 10-20 Jahren nicht mehr so sein wird. Der Messeplatz ist zwar architektonisch schön gestaltet aber wirkt etwas leblos und nicht als Bindeglied zwischen Rosental und Clara. Die Richtung stimmt. Basel entwickelt sich für meine Empfindung prächtig.

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  3. Diese breiten Strassen nach dem Vorbild von Berlin lassen wenigstens genug Licht und Frischluft in die Stadt hinein.
    Nur unten, da wo die Menschen leben, müsste es dann auch nach Stadt und nicht nach Vorstadt aussehen.

    Aber vielleicht geht das ja gar nicht, da die Mieten dann wieder viel zu hoch sein werden für ‚normale‘ Geschäfte.
    Dann wäre das Wichtigste das Achterdrämmli, das da durchfahren würde.

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  4. Vielleicht bin ich die einzige, aber ich finde diese sogenannten «Boulevards» mit niederem Trottoir à la Güter- und Clarastrasse weder einladend noch attraktiv und schon gar nicht urban, sondern nur grauenhaft und unpersönlich. Aber vielleicht werde ich ja in diesem Fall ausnahmsweise mal positiv überrascht.

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  5. „[…] über sechs Meter breite, niedrige Trottoirs entstehen – doppelt so breit wie heute […] Die Parkplätze sollen sich künftig auf dem Trottoir zwischen den Bäumen befinden.“
    Die Medienmitteilung ist pures Marketing.

    Wohin die Parkplätze auf dem Trottoir führen sieht man bei der Güterstrasse. Da wird dann einfach überall parkiert.

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  6. Eingangstor – kann man dieser Sprache trauen? 6m breite Trottoirs – wo sind denn diese Menschenmassen? Und dazu Bäume, die das Klima retten. Sprache kann ja viel, doch solche Medienmitteilungen gehören gegen den Strich gebürstet. Von Grund auf wird heute alles besser dargestellt als die Sache hergeben kann und ist somit ausgefeilte PR. Auf der Strecke bleibt dabei der Blick auf die Realität. Würde man diesen als Auftrag an sich selbst ernst nehmen, was wäre dann?

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