Sechs Poller-Anlagen für ein Halleluja

Die Basler Regierung ist voll des Lobes für die «Poller oben am Spalenberg» und beantragt sechs weitere Anlagen für den Innenstadt-Rand.

Erfüllen ihren Zweck: Die Basler Regierung möchte die fussgängerfreundliche Innenstadt mit zusätzlichen Pollern schützen.

Die ersten versenkbaren Poller der Stadt, die 2016 testweise am Spalenberg installiert wurden, heben nach wie vor die Stimmung im Basler Regierungsrat: Die Poller leisten laut einer Mitteilung vom Dienstag «einen Beitrag zu einer attraktiven, fussgängerfreundlichen Basler Innenstadt» und das nütze eigentlich allen: Stadtbummlern, Gewerbe, Anwohnern, Touristen und auch der Polizei.

Das leuchtet ein. Wenn zum Beispiel Auswärtige unmissverständlich erkennen, wo sie nicht ungehindert durchkommen, weil sie nicht durchdürfen, dann muss die Polizei weniger Bussen verteilen. Das nennt sich Entlastung. Positiver Nebeneffekt: «Es zeigte sich, dass Poller-Anlagen wirksam zur Gefahrenabwehr – etwa von terroristischen Anschlägen mit Fahrzeugen – eingesetzt werden können.»

Warum also nicht noch mehr Poller um die Kernzone montieren? Das beantragt nämlich die Regierung für die Standorte Fischmarkt/Stadthausgasse, Freie Strasse, Rittergasse, Steinenvorstadt (zwei Anlagen) und Kasernenstrasse. Sie kommt damit einem Anliegen zweier parlamentarischer Vorstösse (Anzüge Jost und Vischer) nach.

Kostenpunkt für das Vorhaben, inklusive der am Spalenberg vorgesehenen Optimierungen: 2,4 Millionen Franken plus jährlich 155’000 Franken Betriebskosten.

Konversation

  1. Früher hat man einfach Stadttore gebaut. So war das Problem gelöst. In wenigen Jahren ist unsere Regierung auch wieder soweit…

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  2. Man hätte von Anfang an mit Pollern arbeiten müssen, wie von der LDP damals gefordert. Wenn schon autofrei resp. beschränkter Zugang, dann richtig.

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    1. Genau, ich habe auch nicht verstanden, weshalb etwas, was in anderen Städten im In- und Ausland längst funktioniert, in Basel wieder einmal zwei Jahre lang „geprüft“ werden musste. Auch im Kleinbasel sind Poller dringend nötig, zum Beispiel in der Rheingasse.

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  3. Eine zivilisierte Form der alten Panzersperren…
    … ob man da vom VBS Subventionen dafür bekommen könnte?

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  4. Nach den überaus lustigen Kommentaren hier ein ernsthafter: Wer in der sogenannten „verkehrsfreien“ Innenstadt wohnt wie ich und tagtäglich Autos sieht, die trotz Verbotsschildern und ohne Berechtigung in die Innenstadt fahren, der kann sich nur wünschen, dass endlich Poller kommen!

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    1. sie sind privilegiert. totenstille herrscht in der stadt Basiliensis.
      vergesen sie nicht ihre mitbewohner an der autobahn, steinenring und gündülü.

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    2. Ja solche Anlagen würde man sich im Gündülü tatsächlich wünschen. Zum Beispiel beim Bahnhofzugang, wo sich Autofahrer täglich scharenweise die nicht vorhandenen Parkplätze in der Halteverbotszone streitig machen und dabei noch einen Wettstreit liefern wer wohl am meisten Fussgänger in die Flucht treiben konnte. Und die Polizei ist dabei nicht nur auf beiden Augen blind sondern auch noch Taub und erst noch stumm.

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    1. Das ist eine sehr gute Idee! Es gilt nur zu beachten, dass es jeweils einen ganz rechts aussen und einen ganz links aussen und ein paar in der Mitte sind…

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