15 Entlassungen an einem Tag

Im Mai kündigte Novartis an, 500 Stellen zu streichen. Offenbar fällt dieser Abbau ziemlich amerikanisch aus.

Novartis macht Ernst mit ihrer Ankündigung, 500 Mitarbeiter zu entlassen. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Dass es zu einem Stellenabbau kommt, war klar: Das hatte Novartis bereits im Frühjahr angekündigt. Einige Mitarbeitende, grösstenteils Ingenieure, treffe die Entlassung dennoch wie aus dem Nichts, berichtet die «bz Basel». Ihnen sei im Mai noch in Aussicht gestellt worden, sie hätten nichts zu befürchten.

Firmenkenner berichten gemäss der Zeitung regelmässig von einer wenig zimperlichen, stark amerikanisierten Unternehmenskultur bei Novartis. Im «Haifischbecken» gelte das Prinzip «Hire-and-fire». Dieses Bild bestätigt nun die Auskunftsperson, wenn sie schildert, wie allein an einem Tag vergangene Wochen 15 Mitarbeitende entlassen worden seien. Die Betroffenen seien per E-Mail zum Chef vorgeladen worden, wo er ihnen dann ab Blatt vorgelesen habe, sie würden im Unternehmen nicht mehr gebraucht.

Kritik erntet Novartis auch, weil die entlassenen Hochqualifizierten problemlos anderswo hätten eingesetzt werden können. Das Unternehmen weist indes alle Vorwürfe von sich. Es gebe einen Sozialplan, ein Jobcenter habe bei mehr als der Hälfte der Betroffenen interne Lösungen gefunden.

«bz Basel»: Novartis greift zu harschen Massnahmen

Konversation

  1. Kenne einen Ingenieur, welcher vor Jahrzehnten bei der Basler Grosschemie/Pharma viel mehr hätte verdienen können. Blieb bei der kleinen bis zur Pensionierung, bevor die Finanzhaie dort einfielen. Lebt heute noch beschwingt in sehr hohem Alter und geniesst die neuen Technologien und das Leben mit weniger Geld.

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