Messe rutscht in die Krise

Der Basler Messebetreiber MCH Group vermeldet einen starken Gewinnrückgang. Auch die Zukunft sieht nicht rosig aus.  

«Keine Uhr, sondern ein Statement», behauptet eine Werbetasche an der Baselworld 2017 und meint ein Statement, das immer weniger interessiert. (Bild: Keystone)

Der Umsatz ist um zehn Prozent gefallen, der Gewinn sogar um die Hälfte: Der Basler Messekonzern MCH Group hat ein schlechtes erstes Halbjahr 2017 hinter sich – im Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2016.

Ein ganzes Bündel an Ursachen soll dafür verantwortlich sein, teilt der Konzern heute Dienstag mit: Digitalisierung, veränderte Marketingbudgets, Probleme in der Uhren- und Luxusgüterbranche, der starke Franken. Unter dem Strich resultieren Einbussen bei den meisten nationalen Messen – und vor allem bei der finanziell mit Abstand wichtigsten Messe, der Baselworld.

2018 wird die kriselnde Uhren- und Schmuckmesse deshalb um zwei Tage gekürzt, zudem beschneidet die MCH Group die Zahl der Aussteller stark. So sollen die Kosten sinken. Trotzdem rechnet das halbstaatliche Unternehmen auch mit einem schwierigen Jahr 2018. Besserung soll erst mittelfristig erfolgen.

Konversation

  1. Es ist ein Wunder, dass all diese internat. Messen überhaupt so lange im beschaulichen Basel durchgeführt wurden. Die ausländische Konkurrenz ist einfach zu übermächtig, besser erreichbar und interessanter. Miami, Hongkong, LA etc. sind schon wohlklingende Namen. Trotzdem tut die ArtBasel dem Städtchen gut, und ich hoffe auf den Turnaround.

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  2. Ich mag die Art und gehe immer wieder gerne hin. Auch die Veranstaltungen rundherum find ich enorm bereichernd für die Stadt und das Stadtleben.

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  3. Das liegt nicht nur an der Messe selbst oder Wirtschaftskrise. Einen nicht zu unterschätzenden Anteil am Besucherschwund haben die überrissenen Hotel- und Restaurantpreise in Basel Stadt. Es ist exorbitant wie manche Anbieter da zuschlagen. Sowas geht auf Dauer nicht gut.

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    1. Die Messe Preise sind seit zwei Jahren deutlich niedriger geworden, durch das grössere Angebot und die kleinere Nachfrage. Nicht zuletzt auch durch die neuen Anbieter über Grenze sowie die digitale Möglichkeit, diese auch leicht finden zu können von Seiten der Gäste.

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  4. Ich bin glücklich über die Art, die Schmuckmesse, im Gegensatz find ichs toll hier zu leben. D i e Bereicherung für Basel.
    Die Muba hat allerdings nicht Schritt gehalten. Wer geht denn noch an eine Haushaltsmesse?

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  5. Wenn Baselworld und hoffentlich auch Art Basel niedergehen, dann wird Basel ein ganzes Stück schöner sein als zuvor. Diese dekadenten Veranstaltungen haben schlechtes Karma.

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