Wegen Bundessubventionen: Gericht muss sich mit Hafenprojekt Gateway Basel Nord beschäftigen

Die Baselbieter Containerumschlag-Firma Swissterminal lässt in ihrem Kampf gegen den geplanten neuen Basler Hafen nicht locker. Sie erhebt gegen die Bundessubventionen Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht. 

Visualisierung des geplanten trimodalen Container-Terminals mit dem Hafenbecken drei.

Im Basler Rheinhafen Kleinhüningen soll ein trimodaler Containerhafen entstehen. Der Name des 111 Millionen Franken teuren Projekts: Gateway Basel Nord. Hinter dem Projekt stehen neben den beiden Basel unter anderem die Schweizerischen Rheinhäfen, SBB Cargo und der Bund, der das Projekt massgeblich mitfinanzieren möchte.

Die Baselbieter Firma Swissterminal bekämpft das Projekt schon lange und setzt sich nun konkret gegen die versprochenen Bundessubventionen zur Wehr – mit einer Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht. Dies, weil sie «den bisherigen Wettbewerb im Terminalumschlag durch das vom Staat getragene Grossterminalprojekt stark gefährdet» sieht, wie Swissterminal in einer Medienmitteilung schreibt. In der Beschwerde werden unter anderem «massive Verstösse gegen die Wirtschaftsfreiheit, das Wettbewerbsrecht und internationale Bestimmungen des Freihandels» vorgebracht.

Konversation

  1. Dieser Hafen wird wohl so aussehen wie eine typische ältere Schweizer Küche: 55cm-Einbauschränke als internationale Sonderanfertigung, man kann sich nicht darin umdrehen und natürlich fünfmal teurer als nebenan!
    Der gleiche Witz, wie in ein kleines WC eine „Badelandschaft“ einbauen zu wollen.
    Wahrscheinlich wird nicht einmal der Geldbeutel diesen „nationalen Mini-Riesenhafen“in der Ausführung stoppen können.

    Dass so ein Containerhafen Platz und einen vernünftigen Anschluss an Autobahn und Bahn benötigt, wird man wohl erst viel später bemerken.
    Die Autobahn ist ja jeden Tag über Stunden ein einziges Verkehrshindernis.

    Zur Not kann man ja dann die Container entlang der Kleinhüninger Hauptstrasse in Richtung Marktkauf stapeln. Dann könnte die BVB sie ins Landesinnere verteilen als Anhänger ans Achterdrämmli.

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    1. Manchmal finde ich Ihre Kommentare lustig, manchmal zeugen sie einfach nur von einer unglaublichen Ignoranz. Der hervorragende Anschluss an Eisen- und Autobahn ist ja gerade DAS Killerargument für dieses Projekt.

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    2. Der Autobahnanschluss in Richtung Deutschland ist sicher optimal, … aber bezüglich der anderen Richtung: Die Container dürfen jeder einzeln durch das Basler Autobahngewusel gefahren werden, das sich durchaus auch bis hinter Pratteln erstrecken kann.

      Man stelle sich vor: Da kommen drei Schiffe, bringen jedes 20 Container, zweidrittel davon gehen per Lastwagen weiter. Die sind entweder „just in Time“ da, oder…. tja, da staut sich was, entweder die Container oder die Lastwagen, weil halt mal wieder Stau war….

      Auf dem Modell hat es hinter den Portalkränen Platz. Dem ist nicht so, ziemlich nah dahinter verläuft der DB-Bahndamm in Richtung Deutschland, an dem man von der anderen Seite vorbei fährt in Richtung Weil-Otterbach.

      Das geplante Hafenbecken liegt ziemlich eng hinten um die Ecke. Die Haupteinfahrt ist eng und mit Querströmung, die Kurve in das letzte Becken dürfte jedesmal ein spannendes Drehmanöver sein bei Schiffen, die wohl bis 30 Meter lang sein können, kurz, eine „navigatorische Herausforderung“!
      …. oder Unsinn.

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    3. Sollte dann beim Buddeln der Bahndamm nebenan leicht Schräglage bekommen, dürfte es mit dem Nord-Süd-Verkehr der Bahn mal für ein Vierteljahr vorbei sein. Dann darf man wohl zuerst das Loch wieder zuschütten, um danach den Bahndamm wieder fahrstabil zu bekommen.
      Das WAR dann wohl der Hafen.

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