Radikale Schnitte und sanfte Politur: Das steht neu in der TagesWoche

Die TagesWoche macht sich nicht nur mit einem neuen Web-Auftritt schön. Sie verpasst sich auch ein überarbeitetes publizistisches Konzept. Was sich ändert, was gleich bleibt – und warum: Das lesen Sie hier.

(Bild: getty images/Montage: Nils Fisch)

Die Not zur Tugend machen: Mit dieser Aufgabe schlagen wir – Redaktion, Produktion, Digitalentwicklung und Verlag, die ganze TagesWoche – uns seit einem halben Jahr alle gemeinsam herum.

Not, weil sich die Ausgangslage drastisch verändert hat. Beim Start der TagesWoche vor bald sechs Jahren war unser Budget doppelt so hoch. Und es arbeiteten zweimal so viele Journalistinnen und Journalisten hier wie heute.

Das zwingt uns zu einigen Änderungen – die uns aber kurioserweise grosse Lust bereiten.

Wir werden Sie weiterhin über alles Wichtige in der Region informieren. Aber anders als bisher. Eine Tramlinie bleibt wegen Bauarbeiten drei Wochen lang gesperrt? Zwei Sätze, ein Link, fertig. Eine Ausstellung von alten Bekannten in diesem oder jenem grossen Haus? Vielleicht ein Kurz-Tipp, wenn die Ausstellung gut ist – oder auch gar nichts.

Unser journalistisches Können stecken wir in ausgewählte Geschichten, die es sich zu lesen lohnt. Ganz egal, ob es um Zusammenleben und Gesellschaft, den FC Basel, Politik, Macht, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Konsum, Arbeit oder Freizeit geht.

Das machen wir im Bewusstsein, dass unsere Vorstellung von Qualitätsjournalismus bei den Leserinnen und Lesern ankommt. Auswertungen zeigen: Unsere aufwendigsten Recherchen und Reportagen, die langen Interviews und die bissigsten Kommentare werden oft und lange gelesen. Das freut uns. Und darauf möchten wir bauen.

Mit diesem radikalen Schnitt werden wir künftig all jene Leute enttäuschen, die uns als Informationsorgan für Ihre Pressekonferenzen, Vernissagen, Verlautbarungen schätzen.

Wir werden weglassen, was andere sowieso und manchmal auch besser machen.

Wir werden jene Leserinnen und Leser begeistern, die wissen wollen, was das Leben in und um Basel so aufregend, so frustrierend, irritierend und wunderschön macht.

Daran arbeiten wir. Auch mit Ihrer Hilfe: Wir möchten unser Ziel mit Ihnen, der Community erreichen. In der Rubrik «Stadtgespräch» und mit weiteren Feedback-Funktionen haben wir ein offenes Ohr für Themen und Fragen, die Sie beschäftigen. Gemeinsam mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, möchten wir ein Medium machen, das für Sie – für Basel – unverzichtbar ist.

Viel Lesevergnügen wünschen Ihnen im Namen der ganzen TagesWoche-Redaktion

Gabriel Brönnimann und Renato Beck,
Co-Redaktionsleiter TagesWoche

Dossier Das ist die neue TagesWoche

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