Aktion holt Menschen mit Krebs aus der Einsamkeit

Das Tumorzentrum des Universitätsspitals Basel lanciert ein Projekt, das Menschen mit Krebs den Besuch von Konzerten und anderen kulturellen Ereignissen ermöglicht. Eröffnet wird es mit einem Konzert des Basler Kammerorchesters. 

An Kultur teilhaben, auch mit Krebs: Dafür lanciert das Unispital «Gemeinsam mehr Chancen gegen Krebs».

Oft fehlt einfach die Kraft, um etwas zu unternehmen. Aber manchmal sind es auch Mut oder Finanzen. Um Menschen mit Krebs etwa einen Konzert- oder Zoobesuch zu erleichtern, hat das Tumorzentrum des Unispitals Basel das Projekt «Gemeinsam mehr Chancen gegen Krebs» lanciert.

Das Kammerorchester Basel ist Partner und gibt anlässlich der Lancierung am Donnerstag, 4. Oktober, ein Konzert. Auch für den Zoo Basel, Augusta Raurica oder das Theater Basel gibt es Gratis-Tickets für Betroffene und Angehörige oder Freunde.

Das Tumorzentrum schreibt in einer Medienmitteilung, dass es über die medizinische Expertise hinaus der Vereinsamung von Menschen mit Krebs entgegenwirken wolle. Privatpersonen und Unternehmen sind eingeladen, für die Eintrittskarten zu spenden.

Jährlich erkranken fast 40’000 Menschen an Krebs, davon 2’200 in der Nordwestschweiz, schreibt das Universitätsspital. «Krebspatientinnen und -patienten und ihre Angehörigen sind unsere VIPs», heisst es auf der neuen Website. (dor)

Konzert des Kammerorchesters Basel: Donnerstag, 4. Oktober, 19.30 Uhr in der Martinskirche.  Das Orchester spielt die Oper Fidelio von Ludwig van Beethoven.

Konversation

  1. Sehr sinnvoll, was das Tumorzentrum des Universitätsspitals Basel für Krebspatienten und ihre Angehörigen lanciert. Es sind genau solche Mosaiksteine, die eine Stadt sozial, lebens- und liebenswert machen. Chapeau!

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  2. Viele Krebspatienten leiden unter einer Müdigkeit und Antriebslosigkeit, entweder aufgrund des Tumors oder der halt notwendigen hochaggressiven Medikamente. Sowohl die Strahlen-, als auch die Chemotherapie machen, dass einem auch noch die Haare ausfallen, also man entweder eine Glatze oder ein Trump-Toupet tragen darf. Ein künstlicher Blasen- oder Darmausgang beinhaltet immer die Angst, dass der Ansatz undicht wird, was zu unangenehmen Situationen führt, fängt doch der Stuhlgang dann an im sozialen Nahbereich zu duften…..
    In Sachen Essen ist es auch schwierig, da Übelkeit oft dazu gehört, oder man auch tumorbedingt kaum Hunger hat. Die körperliche Entkräftung macht dann auch, dass man vieles nicht mehr solange aushält, wie andere gesunde Menschen.
    Auch hat man nturgemäss bezüglich Leben eine völlig andere Perspektive….

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